Öko?

02. November 2019 17:06; Akt: 02.11.2019 17:17 Print

Smarte «Waldstadt» in Mexiko geplant

Ein italienischer Architekt plant eine ökologische Waldstadt in Cancún. Aber wie öko ist ein Projekt, für das Bäume weichen müssen?

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der italienische Architekt Stefano Boeri hat kürzlich Pläne für eine smarte, bewaldete Stadt in der Nähe von Cancún in Mexiko veröffentlicht. Die begrünte Stadt soll ein Pionierprojekt für weitere ökologische Bauprojekte sein.

Umfrage
Was halten Sie von der Waldstadt in Cancun?

Erbaut werden soll die «Smart Forest City Cancún» auf 557 Hektaren in der Nähe der mexikanischen Stadt. Laut Boeri wird es in der Stadt 7,5 Millionen Pflanzen geben, darunter diverse Baumarten, Büsche und Blumen, ausgewählt von der Landschaftsarchitektin und Botanikerin Laura Gatti.

Teil eines weltweiten Projekts

Die Stadt ist Teil von Boeris «Forest City»-Projekt, in dessen Rahmen schon jetzt begrünte Hochhäuser in China gebaut werden. Die vielen Pflanzen sollen gegen die immer stärkere Luftverschmutzung in urbanen Gebieten helfen. Die Stadt soll aber nicht nur ökologisch sein, sondern eben auch «smart» – dank permanenter Überwachung.

Genau: Mit diversen Sensoren in und an den Gebäuden soll das Leben der Bewohner so angenehm wie möglich gestaltet werden. So sollen sie zum Beispiel bei einer App sehen können, wie voll es gerade in einzelnen Teilen der Stadt ist. Dazu bekommen die Bewohner Stromspar-Tipps, angepasst an ihre Gewohnheiten.

Selbstversorgend

Wie es sich für eine Öko-Stadt gehört, soll «Smart Forest City Cancún» auch selbstversorgend sein, also genug Strom und Lebensmittel produzieren, um nicht von anderen Städten abhängig zu sein. Erreichen will Boeri das mit Solarpanels und viel Anbauland mit einem Bewässerungssystem. Und auch Regenwasser soll im grossen Stil gesammelt und wiederaufbereitet werden.

In der Waldstadt wird es keine normalen Autos geben. Geplant ist ein elektrisches Transportsystem für die bis zu 130'000 Bewohner von «Smart Forest City Cancún». Diese Bewohner würden gleichzeitig zu Gärtnern: Die Pflanzen, die auf dem eigenen Gebäude wachsen, müssen von den Bewohnern gepflegt werden.

Umstritten

Das ehrgeizige Projekt ist natürlich nicht unumstritten: Immerhin soll die Baumstadt mitten in einen bestehenden Urwald gebaut werden und den begrünten Hochhäusern müssen viele echte Bäume weichen. Wie sinnvoll das ist, darüber streiten sich diverse Online-Magazine und ihre User.

(mst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SchlauerFuchs am 02.11.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hinterfragen

    Gute Idee im Grundsatz... aber wieso soll man das im grünen bauen? Sowas gehört mitten in eine zugeklotzte City damit man wieder ein bisschen grün hat. Wald abholzen für eine grüne Stadt... sehr schlau -.-

    einklappen einklappen
  • @Häsch gseh am 02.11.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lasst doch

    den wunderbaren Wald mit seiner phantastischen Fauna und Flora wie er ist. Begrünt eine Wüste. Das würde Sinn machen.

    einklappen einklappen
  • Peter M am 02.11.2019 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Schizophren

    mehr gibt's nicht dazu zu sagen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • René Mettler am 16.11.2019 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stadt. Im Wald

    Hat der Ideenreich Mann noch nie etwas von Venedig gehört .Als Italienische Genie Wisch vor der eigenen. Türe. Goo. Hom.

  • Joey-3 am 07.11.2019 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Lasst den Wald wie er ist und werdet grüner im den Städten. Man muss nur wollen....und nicht immer dem Geld nachjagen.

  • Norman Foster am 07.11.2019 00:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Archäologisches Bauland -viel Spass

    Wer in Cancún anfängt zu buddeln, der kann spätestens nach einem halben Tag die Arbeit einstellen, weil dann die Archäologen erstmal die ganzen Maya Ausgrabungen begutachten müssen, auf die die Arbeiter stossen werden. Das wird nie fertig.

  • Peter am 06.11.2019 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Mexiko hat wichtigere Prioritäten

    In Mexiko werden jedes Jahr zehntausende Menschen von den Kartellen hingerichtet. Da erscheint ein solches Architektur Projekt total fehl am Platz.

  • Beim.l am 06.11.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kann sein

    Im Gruntsatz keine schlechte idee... Ich bezweifle jedoch das alle Leute sich an die Pflanzenpflege halten, womit das Ganze zum scheitern verurteilt ist. Das bräuchte Disziplin und ein Denken für das Grössere und nicht nur für sich selber