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Tiny Homes

29. Mai 2016 10:42; Akt: 29.05.2016 10:42 Print

Mini-Häuser sind gross im Kommen

Kleine Häuser haben ihre grosse Zeit vor sich: Das ist mehr als ein Trend, der um die Welt geht. Es ist die neue Sehnsucht nach der Reduktion auf das Wesentliche.

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Das «Tre Livelli» steht in Alassio, Ligurien. Es hat eine Fläche von nur 36qm ... ... die innen so abgestuft wurde, dass Küche und Wohnbereich zwar in einem Raum sind, sich aber durch die Treppengliederung voneinander separieren. In die jeweiligen Stufen wurden Schränke und Schubladen integriert, die als Stauraum dienen. Eine Art modernen, ökologisch korrekten Zirkuswagen hat Stéphane Bolea in Frankreich gebaut. Bei Bedarf lässt sich die «Terrasse» einklappen und das Mini-Haus aus Holz rollt an einen anderen Ort. Wie ein Bunker gräbt sich dieses Tiny House in Lappland in die Erde. Inzwischen ist es mit der rauen, wilden Landschaft des schwedischen Nordens buchstäblich verwachsen und fügt sich fast unsichtbar in die Natur. Auf den Inseln von Bømlo in Norwegen reicht der Wald bis ans Wasser. Dezent schmiegt sich hier dieses kleine Bootshaus ans Ufer. Immerhin: Durch die Spiegelung im Wasser wirkt es doppelt so gross! In den österreichischen Alpen steht dieses Stelzenhaus, das zwar mit traditionellen Schindeln verkleidet ist, sich aber mit seinem originellen Trapez-Kubus dann doch sehr stark von einer Berghütte unterscheidet. Innen ist es vom Boden bis zur Decke komplett aus Holz. Die A-Form dieses Mini-Hauses in Cima Rest ist mit seinem bis an den Boden hinuntergezogenen Dach typisch für die Heuschober der Region des Valvestino, zwischen Garda- und Idrosee. Auf den Wiesen wachsen süsse Knäuelgräser, die die Kühe besonders lieben und den Käse der Region so begehrt machen. Quadratisch, praktisch, gut: Dieses Häuschen in Peking profitiert von dem Prinzip modular zusammengesetzter Würfel, das sich auch in den Fenstern fortsetzt. Als sei ein Ei aus fernen Galaxien auf einer belgischen Wiese gelandet: Das «Blob VB3» ist ein mobiles Wohn-Ei, entworfen vom Architekturbüro «dmvA». Es bietet auf nur wenigen Quadratmetern Platz zum Kochen, Duschen, Schlafen und Wohnen. Der gewölbte Innenraum ist mit einer Art Wandregalsystem versehen, das viel Stauraum bietet. Licht-Bullaugen sorgen für ausreichend Beleuchtung. Im Buch «Cabin Porn» versammeln Zach Klein (Mitgründer der Videoplattform Vimeo), Steve Leckart (Korrespondent des Wired Magazins) und Noah Karina (Fotograf) eine Auswahl von 200 handverlesenen «Tiny Houses» in der ganzen Welt mit ihrer ganz eigenen Geschichte ... ... ihrer besonderen Lage und ihrer aussergewöhnlichen Bauweise. Jede Menge Inspirationen zum «Downsizing». In englischer Sprache, gebunden, ab 23 CHF.

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Der Begriff «Tiny House» kommt ursprünglich aus den USA und bedeutet wörtlich «winziges Haus». Daraus ist inzwischen eine weltweite Bewegung geworden – mit eigenen Blogs und Websites.

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Viel Privatsphäre auf kleinem Raum

Entstanden ist sie aus der Tatsache, dass Wohnraum – nicht nur in New York, Rio, Tokio oder Zürich – immer knapper und teurer wird. Zudem versteht man im 21. Jahrhundert das Eigentum von Haus und Grund nicht mehr unbedingt als Statussymbol (was ja auch zunehmend für das Auto gilt). Viel wichtiger wird es indes, bewusster zu wohnen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Weniger ist mehr!

Was bleibt, ist die Sehnsucht nach den eigenen vier Wänden. Und so sind die neuen Mini-Schlösschen und Mikro-Häuser die perfekte Lösung für umweltbewusste Individualisten, die nicht in einem anonymen Wohnblock zur Miete hausen möchten. Sie sind zwischen 10 und 90 Quadratmeter gross und garantieren auf kleinstem Raum viel Privatsphäre.

Ökologische Kleinsthäuser

Umweltfreundliche Baustoffe, weniger Energiebedarf und die geringere verbaute Fläche sorgen zudem dafür, dass auch die Öko-Bilanz stimmt. Manch ein Mini-Haus hat sogar den unschätzbaren Vorteil, dass es klein genug ist, um von einem Ort zum anderen transportiert werden zu können: die ideale Lösung für moderne Nomaden, die nachhaltig leben wollen und mit Fug und Recht sagen können: «Klein, aber mein!»

In unserer Bildstrecke sehen Sie «Tiny Houses» aus der ganzen Welt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ben Bogart am 29.05.2016 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Träumen ist ja so schön..

    Es wundert mich nicht, dass keines der gezeigten Häuschen in der Schweiz steht! Bei unseren Gesetzen und Vorschriften dürfte es sehr schwierig werden, so ein Ding irgendwo an einem schönen Plätzchen hinzustellen! Hier muss ich ja schon mit einem Theater rechnen, wenn ich mein Kleinzelt für einige Tage an einem schönen Platz in der Natur aufstellen möchte!!

  • Werner Graf am 29.05.2016 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinerer Gewinn

    In der Schweiz sind die Gesetze und Verordnungen gegen kleine Wohnräume ausgerichtet. Mindest Wohnflächen pro Person sind vorgeschreiben. Wenn es überhaupt eine Bewilligung für ein Tiny Home gibt, dann nur eine befristete, wie in Nänikon. Der Grund ist klar. Kleinere Häuser und Wohnungen bedeuten kleinere Hypotheken und weniger Bauaufwand. Damit hat Tiny Living in der Schweiz zwei tötliche Feinde. Die Banken und die Baulobby. Höher verschuldete Menschen generieren höhere Einkünfte für die Banken. Bau von grossem Wohnraum generiert mehr Einnahmen für Baugewerbler.

    einklappen einklappen
  • Chummniddruus am 29.05.2016 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Dafür zwei bis drei Grills

    Echt, Reduktion auf das Wesentliche ist ein neuer Trend? Gestern hiess es aber, zwei Grills seien jetzt "in"...

Die neusten Leser-Kommentare

  • babsi am 30.05.2016 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    nix für Familien

    Oh ja meine Teeniekinder hätten sicher grosse Freude daran mit ihren Eltern auf so engem Raum zu wohnen ;-)

  • Wullie Häuserfrau am 30.05.2016 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    eher für die die schon alles haben

    das kaufen vor allem solche, die noch drei andere Wohnsitze haben oder wenigstens sichere Mieteinnahmen aus zwei Wohnblöcken. In der Schweiz würde es zudem bald übel aussehen, wenn jeder sein Schächtelchen mit Bioklo ins Grüne stellen würde

  • Werner Graf am 29.05.2016 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinerer Gewinn

    In der Schweiz sind die Gesetze und Verordnungen gegen kleine Wohnräume ausgerichtet. Mindest Wohnflächen pro Person sind vorgeschreiben. Wenn es überhaupt eine Bewilligung für ein Tiny Home gibt, dann nur eine befristete, wie in Nänikon. Der Grund ist klar. Kleinere Häuser und Wohnungen bedeuten kleinere Hypotheken und weniger Bauaufwand. Damit hat Tiny Living in der Schweiz zwei tötliche Feinde. Die Banken und die Baulobby. Höher verschuldete Menschen generieren höhere Einkünfte für die Banken. Bau von grossem Wohnraum generiert mehr Einnahmen für Baugewerbler.

    • Werner Graf am 30.05.2016 14:07 Report Diesen Beitrag melden

      Tiefer Steuern

      Das ging noch vergessen. Kleine Wohnfläche = tiefer Eigenmietwert. Damit hat man auch noch Gemeinde und Kanton direkt gegen die Tiny Homes.

    einklappen einklappen
  • Werner am 29.05.2016 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Mini-Paradise

    Für die Schweiz absolut kein Thema. Hier ist der Boden sehr teuer und beschränkt. Die Idylle mit günstigen Mini-Paradisen in der Natur ist hier völlig deplatziert. Vielleicht in Ländern mit endlosen, unerschlossenen Gebieten sind solche Träume noch möglich. Hier bestimmt nicht.

  • Karl Kraus am 29.05.2016 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Irrtum

    Erinnert mich eher an eine Rückkehr zum Nomadentum. Ich dachte immer, dass die Menschen sich weiter entwickelt hätten. Scheint aber ein Irrtum zu sein.