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Interview mit Churchills Urenkel

11. Oktober 2016 22:06; Akt: 13.10.2016 11:28 Print

Rauchen, trinken und essen wie ein Staatsmann

von G. Looser/ P. Stirnemann - Randolph Churchill, der Urenkel von Winston, im Interview über seinen berühmten Vorfahren – und über Genuss, gutes Essen und reichliches Trinken.

Randolph Churchill, Winstons Urenkel, hat im Zürcher Davidoff-Flagship-Store mit 20 Minuten über die schönen Seiten des Lebens geplaudert. Video: Philipp Stirnemann
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Der Staatsmann Churchill war auch ein leidenschaftlicher Geniesser. 20 Minuten hat seinen Urenkel getroffen und eine Churchill-Bestenliste erstellt.

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Winston Churchills Lieblings-...

■ Champagner: Pol Roger, ein trockener Champagner aus 60% Pinot-Noir- und 40% Chardonnay-Trauben.

■ Whisky: Johnny Walker Red Label trank Churchill in rauen Mengen – allerdings stark mit Wasser verdünnt. Eine Angewohnheit, die er aus Indien mitbrachte, wo die Soldaten des British Empire das verschmutzte Wasser immer mit Alkohol mischten, um es zu sterilisieren.

■ Sherry: Churchill bevorzugte den körperreichen Amontillado-Sherry.

■ Portwein: Grahams’s Six Grapes Old Vines, ein opulenter, dunkelvioletter Portwein von uralten Weinstöcken.

■ Cognac/Brandy: Churchill trank stets qualitativ hochstehende Brandys von Hine über l’Heritier de Jean Fremi-court bis hin zu Prunier. Er soll aber auch den armenischen Ararat-Cognac sehr gemocht haben.

■ Cocktail: Der «Churchill Martini». Weil Churchill der bittere Vermouth als Cocktail-Zutat nicht schmeckte, antwortete er auf die Frage, wie er seinen Martini möchte: «Ich möchte den Vermouth von der anderen Seite des Raumes aus beobachten, während ich meinen Martini trinke», – der somit lediglich aus London Dry Gin auf Eis bestand.

■ Käse: Kein Cheddar, kein Stilton: Greyerzer aus der Schweiz.

■ Zigarre: Die Ur-Churchill-Zigarre wurde von Romeo Y Julieta in Kooperation mit Dunhill eigens für Winston hergestellt. Heute stellt Davidoff mit der Linie «Winston Churchill» von der Familie autorisierte Zigarren her, deren Mischung Churchills komplexer Persönlichkeit nachempfunden ist.

■ Essen: Churchill mochte die klassische britische Küche, besonders Steak and Kidney Pie. Die Pastete aus Rinderlende und Lammniere in Rinderfond ist schmackhaft und nährt. Aber auch indische Currys hatten es Churchill angetan.

■ Suppen: Churchill soll jeden Abend vor dem Zubettgehen – auch nach einem üppigen Festmahl – eine kalte Fleischbrühe gegessen haben. Ein Schwäche hatte er auch für Schildkrötensuppe ...

■ Zitat: «My tastes are simple. I am easily satisfied with the very best» – «Mein Geschmack ist einfach. Ich bin schnell zufrieden mit dem Allerbesten.»

■ Beleidigung: Auf den Vorwurf der Labour-Abgeordneten Bessie Braddock im House of Commons, er sei ja betrunken, antwortete Churchill: «Bessie, Sie sind hässlich. Aber morgen werde ich nüchtern sein und Sie immer noch hässlich.»

■ Religion: Als Churchill vom saudischen König zum Ehrenmahl eingeladen war, wurde er informiert, dass er während des Banketts aus religiösen Gründen weder rauchen noch Alkohol trinken dürfe. Winston informierte seinerseits den Monarchen: «Meine Religion verlangt als absolutes heiliges Ritual das Rauchen von Zigarren und das Trinken von Alkohol vor, nach – und wenn nötig während allen Mahlzeiten und den Pausen dazwischen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TicTacToe am 11.10.2016 23:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wer kann, der darf ...

    Herrlich, da gibt es nichts zu ergänzen oder gar zu stänkern!

  • M. Gerber am 12.10.2016 00:11 Report Diesen Beitrag melden

    Johnny Walker Red Label

    Der muss wohl damals noch geniessbar gewesen sein. Heutige einer der hässlichsten Billigblends überhaupt, glaube kaum dass Sir Wnston Churchill den in seiner heutigen Ausprägung goutieren würde. Der "schwarze" vom selben Abfüller hat übrigens m.E. ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

  • Peter von Schwarz am 12.10.2016 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    Churchill, ist ein Name.

    Nur, wurde die Geschichte von Winston Churchill einheitlich positiv geschrieben. Wenn man in den Tiefen graben würde, dann wäre das nicht mehr ein lieber Mensch. Aber eben, die Geschichte schreiben die Gewinner. Ich bedaure sehr tief, dass man solch ein Mensch als Vorbild nehmen kann. Konsolidiert doch nur ein wenig, um Winston, Dwight D. Eisenhower und Stahlin. Alle drei waren Massenmörder. Die Geschichte ist auch im Westen sehr schlecht dokumentiert. Ausgrabungen in DE dürfen nicht gemacht werden. Ja, dabei würde es um Massenmorde gehen! Starke Tuback, aber eben die Geschichtschreibung des..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter von Schwarz am 12.10.2016 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    Churchill, ist ein Name.

    Nur, wurde die Geschichte von Winston Churchill einheitlich positiv geschrieben. Wenn man in den Tiefen graben würde, dann wäre das nicht mehr ein lieber Mensch. Aber eben, die Geschichte schreiben die Gewinner. Ich bedaure sehr tief, dass man solch ein Mensch als Vorbild nehmen kann. Konsolidiert doch nur ein wenig, um Winston, Dwight D. Eisenhower und Stahlin. Alle drei waren Massenmörder. Die Geschichte ist auch im Westen sehr schlecht dokumentiert. Ausgrabungen in DE dürfen nicht gemacht werden. Ja, dabei würde es um Massenmorde gehen! Starke Tuback, aber eben die Geschichtschreibung des..

    • Peter von Schwarz am 12.10.2016 02:12 Report Diesen Beitrag melden

      Peter von Schwarz hat noch was.

      Ja, den Östreicher AH, habe ich nicht mehr wegen der Buchstabenbegrenzung aussen vor gelassen. Wäre es schön, wenn ich nicht mehr arbeiten dürfte, und die Zeit bekomme, um diesen heinies auf die Füsse zu treten. Leider wird die Geschichte in der CH Schulen nicht neutral vermittelt. Diese Inputs bekomme ich von meinen Kindern. CIA Scool?

    • elias am 12.10.2016 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      Fast...

      Geschichte ist die Selbsttäuschung der Gewinner sowie der Verlierer. Beide schreiben Geschichten und versuchen sich best möglich darzustellen.

    • Markus M. am 12.10.2016 14:37 Report Diesen Beitrag melden

      Undifferenzierte Betrachtungsweise...

      Man kann natürlich alles auch etwas (zu) einfach sehen...

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  • M. Gerber am 12.10.2016 00:11 Report Diesen Beitrag melden

    Johnny Walker Red Label

    Der muss wohl damals noch geniessbar gewesen sein. Heutige einer der hässlichsten Billigblends überhaupt, glaube kaum dass Sir Wnston Churchill den in seiner heutigen Ausprägung goutieren würde. Der "schwarze" vom selben Abfüller hat übrigens m.E. ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

  • TicTacToe am 11.10.2016 23:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wer kann, der darf ...

    Herrlich, da gibt es nichts zu ergänzen oder gar zu stänkern!