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Pompös

25. Oktober 2016 16:18; Akt: 25.10.2016 16:18 Print

So wohnt Donald Trump an der Fifth Avenue

von Meret Steiger - Gold, Marmor, griechische Götter: Reizüberflutung im Penthouse von Donald Trump.

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Sein Gesicht kennt mittlerweile jeder: Donald Trump, Präsidentschaftskandidat in den USA und Gegenspieler von Hillary Clinton. Aber wie wohnt der Geschäftsmann, der gerade mit frauenverachtenden Statements Schlagzeilen machte? Trump lebt in einer Schatztruhe: Gold, Diamanten und Marmor dominieren in seinem dreistöckigen Penthouse an der Fifth Avenue. Geschätzter Wert: 100 Millionen Dollar. Auf den Kissen ist das schottische Familienwappen der Trumps eingestickt. Dieses Wappen hat sich Trump 2012 vor Gericht erstritten: Seine Mutter stammt aus Lewis, Schottland. Ursprünglich wollte er es aber gar nicht für sich, sondern als Logo für seinen Goldclub. Ebenfalls im Bild: Das Mohammad Ali Tribute Book, Barrons Spielzeug-Mercedes und ein Foto von Fred Trump, Donalds Vater. An der Decke Gemälde aus der griechischen Mythologie, 24'000-Dollar-Sofas, dicke Teppiche: Das ist Trumps Wohnzimmer. Hinter dem Luxussofa gibt es einen grosszügigen Zimmerbrunnen. Das Deckengemälde stellt Apollo dar, der überhaupt im ganzen Penthouse sehr prominent vertreten ist. Ausserdem stehen überall Kerzen herum: «Die lassen das Gold und Silber so schön funkeln» findet Melania. Das Büro von Melania Trump. Auf dem Sofa liegt ihr Schmuckkästchen, Buntstifte für Sohn Barron stehen auf dem Schreibtisch. Der Schreibtisch wurde, wie grosse Teile der Einrichtung, von Louis XIV. inspiriert. Das Gemälde ist Renoirs «La Loge». Das Frühstückszimmer: Die Einrichtung hält sich auch hier an den Sonnenkönig. Orangensaft trinken Donald und Melania aus Gläsern mit goldenem Rand, serviert auf einem goldenen Tablett. Natürlich. Ein Seitentischchen ist für Fotos reserviert: Donald und Melania Trump links, rechts Bilder von Barron.

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Zwar möchte Donald Trump gern ins Weisse Haus einziehen, sein Penthouse in New York würde er aber wohl schmerzlich vermissen. Im 66. Stock des Trump Towers, mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt und den Central Park, sind der umstrittene Präsidentschaftskandidat, Ehefrau Melania und Sohn Barron zu Hause.

Geld, Gold, Luxus

Trumps Liebe zum Luxus lässt sich nicht abstreiten: Schon die Eingangstür ist golden und mit Diamanten verziert. Böden, Wände und Decken sind aus Marmor, teilweise mit Szenen aus der griechischen Mythologie bemalt. Die Griechen haben es auch Melania angetan: Hinter ihrem Schreibtisch stehen Statuen von Eros und Psyche, über dem Kamin wacht Apollo, Zeus' Sohn.

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Diamantbesetzte Kronleuchter hängen in jedem Raum. Im Wohnzimmer befindet sich ein Brunnen, direkt hinter den Luxussofas für 24'000 Dollar. Strategisch verteilt liegen Ausgaben der «Vogue» und «Vanity Fair» herum.

Eine Umgebung, um sich schön zu fühlen

Die pompöse Optik kommt nicht von ungefähr: Die Inneneinrichtung hat der verstorbene Designer Angelo Donghia vorgenommen – er ist als der «Saint Laurent der Sofas» bekannt geworden. Donghia hat nicht nur bei Trump eingerichtet, sondern auch bei Liza Minella, Diana Ross und Ralph Lauren.

Seine Devise ist simpel: «Man sollte immer spüren, dass die eigene Umgebung schön ist ... Und sich dann selbst schön fühlen», sagte der Designer gegenüber amerikanischen Medien. Donghia legte den Fokus bei seiner Arbeit gern auf die Decken und auf möglichst sperrige, wuchtige Möbel.

Inspiriert von Louis XIV.

Bei der Einrichtung von Trumps Penthouse orientierte sich Donghia an Louis XIV. Das passt: Manch einer würde zwischen dem Sonnenkönig («L'état, c'est moi») und dem machthungrigen Geschäftsmann wohl Parallelen ziehen. Und wie bei Louis XIV. muss auch bei Trump alles schön glänzen. Die Möbel, die teilweise aus Holz sind, wurden in aufwändigen Verfahren veredelt: mit Gold, Bronze oder Silber.

Vereinzelt finden sich aber auch Hinweise auf die Privatperson hinter der Figur Trump. So zieren viele Familienfotos Wände und Tische. Ein Foto von Trumps Vater Fred steht prominent platziert im Wohnzimmer, direkt neben der limitierten Biografie von Muhammad Ali – deren Preis wird auf 15'000 Dollar geschätzt. Ein teures Lesevergnügen.

Geschmack kann man nicht kaufen

Nun lässt sich natürlich darüber streiten, ob die Einrichtung des Trump'schen Penthouses «schön» ist, völlig übertrieben oder aber schlicht dem Charakter Trumps entsprechend.

Einer fühlt sich in dem ganzen Luxus auf jeden Fall wohl: Der neunjährige Barron besitzt mehr Spielzeug als andere Kinder in ihrem ganzen Leben. Darunter mehrere lebensgrosse Plüschtiere und einen roten Mercedes in Kindergrösse, natürlich mit Trump-Nummernschild.

Mit Trumps Penthouse können wir nicht mithalten. Aber hier finden Sie Lofts in der Schweiz:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valnes am 25.10.2016 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Weisses Haus

    Ob Trump wohl mit der bescheidenen Wohnsituation im Weissen Haus leben könnte?

  • Karl am 25.10.2016 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Brechreiz

    So viel Gold und Firlefanz. Sorry, da bekomme ich Brechreiz. Aber eben, Gemütlich definiert jeder anders.

  • Peter Lustig am 25.10.2016 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    Über Geschmack lässt sich grad schmeicheln. Ich hab jetzt Angst vor Augenkrebs

Die neusten Leser-Kommentare

  • Frosties am 26.10.2016 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Zu viel!

    Für mich ist das zu viel des Guten. Ich mag es schlichter. Aber das ist Geschmacksache.

  • Karin Karsten am 26.10.2016 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Trump an der Spitze der Polls

    Das sind die neuesten Resultate von heute Mittwoch, 26. Oktober; Trump überall an der Spitze:

  • Patrick am 26.10.2016 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Geschmackssache

    Einige werden mir wohl Neid unterstellen, aber ich finde diese Einrichtung einfach nur Geschmackslos. Ich finde simples Design viel edler, man schaue sich nur moderne Villen an klare Linien und Kontraste. Auch simpel kann sehr teuer sein, aber mir kommt es manchmal so vor als ob Amerikaner denken dass man so eine Einrichtung Reichtum symbolisiert.

  • Regi am 26.10.2016 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Erscheint morgen ein Bericht darüber, wie Hillary Clinton wohnt? Wieviele Stars und Sternchen leben in Saus und Braus in mehreren Palästen und über deren Leistung lässt sich auch diskutieren.

    • alfred imre am 26.10.2016 17:27 Report Diesen Beitrag melden

      Neid

      Da gebe ich dir recht er hat auch was dafür gemacht habe seine Bücher schon vor Jahren gelesen.

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  • Antiklunker am 26.10.2016 02:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde

    die Hälfte des nicht nutzbaren Zeugs verkaufen und mit der Kohle ein weiteres Häuschen bauen. Dann nochmals die Hälfte der verbliebenen Sachen verkaufen und mit dem Erlös völlig neu (und klunkerfrei) einrichten. Jetzt ist es viel zu glitzerig und glänzig.

    • Antiklunker am 26.10.2016 02:07 Report Diesen Beitrag melden

      Das Häuschen

      würde ich dann zu angemessenen Preisen vermieten und mit der Miete (die ich ja nicht bräuchte, wäre ich Trump) eine wohltätige Stiftung gründen.

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