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12.10.2018 Print

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Ein Topf voller Genuss

Herbstzeit ist Eintopfzeit: Stunggis, Papet vaudois und Co. machen nicht nur satt, sondern wärmen auch die Seele.

Für unsere Vorfahren musste Essen vor allem nahrhaft und erschwinglich sein. Deshalb bestehen zahlreiche Schweizer Klassiker aus einfachen Zutaten, die zusammen aber ein äusserst schmackhaftes Ganzes ergeben. Bestes Beispiel: Stunggis. Der Eintopf aus Schweinefleisch, Wurzelgemüse, Zwiebeln, Bouillon und Kartoffeln ist aus der Nidwaldner Küche nicht wegzudenken und steht darum auch heute noch auf vielen Speisekarten. Das Wort «Stunggis» bedeutet übrigens nichts anderes als «dicker Brei». Mit gutem Grund: Wenn die Bauern nach der langen Feldarbeit nach Hause kamen, erinnerte das am frühen Morgen ins Ofenrohr geschobene Stunggis an einen Brei.

Die Aargauer schwören derweil auf Schnitz und drunder, ein herzhaftes Durcheinander von Speck, Kartoffeln und Dörrfrüchten, das durch ein wenig caramelisierten Zucker seine besondere Note bekommt. Der unbestrittene Eintopf-Star in der Romandie heisst Papet vaudois. Für die Spezialität, die sogar auf der Liste der Kulturgüter des Kantons Waadt steht, lässt du Lauch und Kartoffeln auf kleiner Flamme in Weisswein aus der Region köcheln, verfeinerst den Mix zum Schluss mit ein wenig Rahm und servierst ihn schliesslich mit der berühmten Waadtländer Saucisson. Die gart für die letzte halbe Stunde einfach auf dem Lauch-Kartoffel-Gemüse mit.

Eine hervorragende Basis für Eintöpfe sind auch Linsen. Nach dem Zweiten Weltkrieg aus vielen Küchen verschwunden und zu Unrecht als Arme-Leute-Essen abgetan, erleben sie seit einigen Jahren eine Renaissance. Das Hauptanbaugebiet hierzulande ist die französische Schweiz, die beliebteste Sorte sind grüne Linsen. Diese schmecken am besten, wenn sie noch ein wenig Biss haben, und passen zu Würsten ebenso gut wie zu Schmorstücken vom Rind oder vegetarischen Zutaten wie Marroni.



Hier findest du das Rezept für Linseneintopf mit Rindfleisch.