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25.10.2019 Print

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Der nussig-milde Verwandlungskünstler

Kürbis passt zu Curry und Granatapfel ebenso gut wie zu Amaretti und Ingwer.

Als Halloween-Dekoration ist Kürbis viel zu schade. Sein mildes, süssliches und leicht nussiges Aroma macht ihn zu einem der Lieblinge in der herbstlichen Küche. Besonders gut eignet er sich als Basis von Suppen. Ganz puristisch, aber auch zusammen mit Kartoffeln, Äpfeln oder Sellerie. Und gerne mit einem Hauch Schärfe – denn mit Curry bildet Kürbis ein kulinarisches Traumpaar. Du möchtest eine cremige Kürbissuppe? Dann gib einfach einen Schuss Rahm dazu, auch eine Rahmhaube kommt bei deinen Gästen sicher an. Wenn es ein wenig ausgefallen sein darf, kannst du statt gerösteter Kürbiskerne auch einmal zerbröselte Amaretti in die Suppe streuen. Der Bittermandelgeschmack der italienischen Süssigkeit passt bestens zum vielseitigen Gemüse mit der harten Schale.

Apropos Kürbiskerne: Diese taugen nicht nur als knuspriges Extra in Suppen und Salaten oder als Knabberei zwischendurch, sondern auch als Öllieferant. Das dunkelbraune bis dunkelgrüne Kürbiskernöl besitzt einen intensiven, aber nicht aufdringlichen, wunderbar nussigen Geschmack und findet sowohl in der herzhaften als auch in der süssen Küche Verwendung. Ein Schuss davon wertet zum Beispiel einen mit Bouillon und hellem Essig angemachten Kartoffelsalat auf oder macht aus einer Kugel Vanilleglace ein einfaches, aber spannendes Dessert. Öl und Kerne stammen übrigens nicht von herkömmlichen Sorten wie Hokkaido- oder Muskatkürbis, sondern vom eigens dafür gezüchteten Ölkürbis, der hauptsächlich in der österreichischen Steiermark angebaut wird.

Speisekürbisse kannst du zu einem leuchtend orangefarbenen Püree verarbeiten oder als Schnitzel mit Öl bepinselt für eine gute halbe Stunde im Ofen rösten. Passt zu Marroni oder Pilzen, aber auch zu einem saftigen Schweinsbraten. Eines der berühmtesten Kürbisgerichte der Welt haben sich die Chefs des italienischen Dreisternerestaurant Da Vittorio in Brusaporto bei Bergamo ausgedacht: Es besteht aus einem Kürbis-Ingwer-Sorbet, grilliertem Kaisergranat, Granatapfelreduktion sowie geraffelter und zuvor geeister Foie gras. Dieses Rezept können natürlich nur absolute Profis nachkochen, die Kombination Kürbis/Granatapfel kannst du aber auch so geniessen. Gib einfach frische Granatapfelkerne und in Würfel geschnittenen Ofenkürbis in einen Nüsslisalat. Um den Salat noch reichhaltiger zu machen, garnierst du ihn mit Ziegenfrischkäse.



Hier findest du das Rezept für die Kürbiscremesuppe.