Andreas Caminada

22. Februar 2020 11:47; Akt: 22.02.2020 11:47 Print

«Bin stolz, Teil der Zürcher Gastronomie zu sein»

von Alex Kühn - Andreas Caminadas Igniv ist die Neueröffnung des Jahres in Zürich. Und für den Starkoch eine Herzensangelegenheit.

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Was wünschen Sie sich zur Eröffnung Ihres ersten Restaurants in Zürich?
Dass die Leute ganz unbefangen zu uns kommen. Wir möchten kein abgehobener Fine-Dining-Tempel sein, sondern ein Ort, an dem die Leute Spass haben. Lockerheit und perfekter Service gehen gut zusammen, diese Botschaft liegt mir sehr am Herzen.

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Werden Sie dem Igniv einen Besuch abstatten?

Darum auch die Bar?
Ja, eine Bar hatten wir noch nie in einem Igniv. Aber zu Zürich passt dieses Konzept. So können Neugierige auch einfach einmal auf einen Drink oder ein paar Snacks vorbeikommen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ab und zu mal ein DJ hier zu Gast sein wird.

Wer bestimmt eigentlich, was auf die Karte kommt: Sie oder der Zürcher Küchenchef Daniel Zeindlhofer?
Wir befinden uns in einem ständigen Dialog. Und mit einem Koch wie Dani macht ein solcher Dialog unheimlich Spass. Ein paar Eckpfeiler – gewissermassen die DNA des Mutterhauses Schloss Schauenstein – sind gegeben. Weil aber jedes Igniv individuell sein soll, braucht es die Persönlichkeit des jeweiligen Küchenchefs.

«Das Niederdorf wird zum gastronomischen Hotspot»

Muss sich die Konkurrenz vor Ihrem Lokal fürchten?
Nein, wir sind nicht gekommen, um jemandem etwas wegzunehmen. Ich denke, dass sich Lokale mit kulinarischem Anspruch gegenseitig befruchten, dass zum Beispiel die ein paar Schritte entfernte Bauernschänke vom Igniv profitiert und umgekehrt. Das Niederdorf und Zürich im Allgemeinen werden so immer mehr zum gastronomischen Hotspot. Wir sind stolz, ein Teil davon zu sein.

Sie haben kürzlich das Bündner Kochbuch «Pure Leidenschaft» herausgebracht und eröffnen bald in Bangkok ein viertes Igniv. Geht Ihnen die Energie nie aus?
Neue Projekte fressen nicht nur Energie, sondern stimulieren mich auch. Ruhe finde ich daheim bei der Familie oder bei Spaziergängen mit dem Hund. Vor ein paar Monaten ist unser Haus gleich neben dem Schloss fertig geworden, diese Nähe hilft natürlich.

Letzte Frage: Was sagen Sie zu Leuten, die das Igniv teuer finden?
Der Lunch mit verschiedenen Vor-, Haupt- und Nachspeisen zum Teilen kostet 68 Franken. Angesichts der hochwertigen Produkte und des grossen Aufwands ist das zwar nicht billig, aber sehr preiswert. Auch abends, wenn die Gäste ein äusserst reichhaltiges Programm erwartet, bleiben wir deutlich unter 200 Franken.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Balz am 22.02.2020 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein Teil seiner Küchenbrigade

    Kochen tun eh alle anderen die leider nicht erwähnt werden.

  • Büetzer am 22.02.2020 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    das Einkommen wird nur deswegen erhöht. Fü rmich nichts Lobenswertes.

  • Naja am 23.02.2020 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschmacksache betr. Interieur

    sieht gar nicht gemütlich aus. da kommt man sich vor wie in einem Gardinengeschäft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas A. am 29.02.2020 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ups!

    Sharing-Konzept, top in Zeiten vom Corona Virus!

  • Amerigo am 28.02.2020 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Essen wozu?

    Essen soll satt machen. Oder bezahlt man da nur, um schönes Geschirr anzuschauen?

  • Roger Campos am 28.02.2020 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Zdravko am 27.02.2020 23:53 Report Diesen Beitrag melden

    Einer der Besten seiner Zunft...

    Andreas Caminada ist der Ueberhammer. Wer zuhause seine Rezepte von Gault Millau nachkocht, erntet meistens nur echt gemeinte Komplimente. Dieser Mann ist ein Küchengott. Ich danke ihm für jedes veröffentliche Geheimnis. Dies schon seit längerer Zeit. Garantie pur....

  • nico basler am 27.02.2020 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Chance

    Im kulinarischen Paradies Elsass-Markgräflerland-Basel würde der keine 12 Monate bestehen.

    • GastroWatch am 29.02.2020 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Warum?

      Wieso nicht?

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