Claudio Zuccolini

15. März 2019 06:00; Akt: 18.03.2019 15:59 Print

«Ich esse nur Champions-League-Raclette»

Was sind Claudio Zuccolinis Guilty Pleasures, was würde er als Henkersmahlzeit bestellen? Diese und andere Fragen beantwortet der Comedian im Tischgespräch.

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Claudio Zuccolini, was ist Ihr Lieblingsessen?
Ich bin ein Käse-Liebhaber. Raclette geht immer! Aber so wirklich Champions-League-Raclette mit mindestens zehn Sorten Käse und diversen kleinen Beilagen wie Chili, Frühlingszwiebeln, Pilzen – das volle Programm. Und vielleicht sogar noch ein paar feine Sächeli auf den Tischgrill.

Umfrage
Was müsste man Ihnen als Henkersmahlzeit reichen?

Vor welchem Essen ekeln Sie sich?
Vor Insekten und Würmern. Man könnte ja einfach ein Stück Fleisch sieben Wochen in der Küche liegen lassen, dann hat man auch Insekten und Würmer. Gratis-Fusion-Food.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?
Ich ziehe es mit Raclette durch bis zum Schluss! Und bei Raclette kann man das definitive Aus ziemlich lange hinauszögern.

«Ein Must: Cocktailsauce und Nussstängeli.»

Wie oft kochen Sie zu Hause?
Sehr oft. Wenn ich am Wochenende nicht arbeiten muss, dann Samstag und Sonntag, und unter der Woche bestimmt ein- bis zweimal. In letzter Zeit koche ich sehr seriös nach dem Pauli, der Bibel vieler Köche.

Was ist Ihr Signature-Dish?
Sehr simpel: meine Martini-Pasta. Teigwaren mit einer ziemlich süssen Tomatensauce, die mit Martini Bianco aufgepeppt wird. Dazu Parmesan. Das erste Essen, das ich meiner Frau serviert habe.

Was muss bei Ihnen immer im Kühlschrank stehen?
Die Cocktail-Sauce von Globus.

Haben Sie kulinarische Guilty Pleasures?
Oh ja, die Nussstängeli von der Migros!

«Ich bin professioneller Esser.»

Wer ist für Sie der beste Koch der Welt?
Mein Schwiegervater Michael Freudrich, der ein erfolgreicher Küchenchef war. Und natürlich Andreas Caminada.

Was ist Ihre Stammbeiz?
Die Gondolezza in Pontresina: eine ausrangierte Gondel der Diavolezza-Bahn, die zu einem Fondue- und Raclette-Stübli umgebaut wurde. Aber, da ich ja bald selbst für ein paar Tage in der Gastronomie tätig sein darf, wird künftig auch das Fischer’s Fritz in Zürich dazugehören.

Wo hat man Ihnen das beste Essen Ihres Lebens serviert?
Da ich ein professioneller Esser bin, habe ich mich schon sehr oft kulinarisch verwöhnen lassen. Aber ich vermute, dass der erste Besuch im Schloss Schauenstein in Fürstenau eine grosse Erleuchtung war.

«Ich habe 103 Flaschen Wein im Keller.»

Wie viel Geld sind Sie bereit für ein richtig feines Essen auszugeben?
Sehr viel. Und wenn immer wieder über die hohen Preise diskutiert wird, dann soll man einfach einmal die Rechnung machen, was rein die Anschaffungskosten guter Produkte sind, und dann noch den Aufwand und Service dazurechnen. Für diesen Preis würden viele wohl arbeiten. Aber es gibt oft auch Restaurants, in denen die Schere zwischen Preis und Leistung schon sehr weit offen ist.

Wie viele Flaschen Wein lagern bei Ihnen im Keller?
103 Flaschen. Da ich gerade ein neues Weingestell bauen musste, habe ich sie gezählt. Viele Flaschen sind Geschenke, und ich habe viele Flaschen mit Weissweinen, da ich fast lieber Weissen trinke.

«Beduselt joggen ist nicht so unangenehm.»

Wann haben Sie das letzte Mal zu viel getrunken?
Das kommt etwa viermal im Jahr vor. Das letzte Mal war es im Dezember an einem Jubiläum in Graubünden.

Wie sieht Ihr perfektes Katerfrühstück aus?
Das beginnt mit einer Ladung Berocca Boost, viel Kaffee, Käse und Rohschinken und Brot. Und Cocktail-Sauce. Aber vorher, wenn es irgendwie geht, zwinge ich mich noch auf eine Jogging-Runde. So leicht beduselt zu laufen, ist gar nicht so unangenehm.

Was bestellen Sie beim Lieferdienst?
Thai. Ich würde viel tun für ein Massaman-Curry von Lily’s!

(lme)