Ausgehen & Einkehren

06. November 2018 10:49; Akt: 07.11.2018 13:54 Print

Der Peru-Hype ist endlich in Zürich angekommen

Beim Bullingerplatz in der Stadt Zürich wurde kürzlich das Restaurant Barranco eröffnet. Das Essen begeistert – grösstenteils.

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In den grossen Metropolen dieser Welt geniesst die peruanische Küche schon länger einen Riesenhype. Den Dutzenden Klimazonen im Land verdankt die Küche eine sehr grosse Vielfalt – ergänzt mit Einflüssen aus Asien, Europa, Afrika und der arabischen Welt, die auf die vielen Immigranten im 19. Jahrhundert zurückzuführen sind.

Trotz der Beliebtheit hat die Küche in den letzten Jahren einen Bogen um die Stadt Zürich gemacht – bis jetzt. Vor kurzem wurde das Restaurant Barranco am Bullingerplatz eröffnet. Beim Testbesuch ist das Lokal rappelvoll. Die Atmosphäre ist locker und einladend.

Was haben wir bestellt

Die Bedienung ist sehr aufmerksam, freundlich und führt ausführlich durch die Karte. Die Portionen seien klein und zum Teilen gedacht. Man könne also problemlos mehrere Gerichte bestellen. Das nehmen wir uns zu Herzen: Wir bestellen ein Ceviche mit rohem Wolfsbarsch (18 Fr.), ein Ceviche mit rohem Thunfisch (19 Fr.) sowie die gegrillten Rindsherz-Spiesse (14 Fr.) – beides Nationalgerichte. Hinzu die Empfehlung der Kellnerin: knusprige Auberginenwürfel mit leicht scharfer Sauce und geräuchertem Soja-Joghurt (13 Fr.). «Das ist unser beliebtestes Gericht», sagt sie.

Weiter probieren wir eine Süsskartoffel mit Feta und dehydrierten Oliven (11 Fr.), knusprigen Schweinebauch im Brötchen (14 Fr.) und ein sautiertes Rindsfilet mit Wokgemüse und Reis (21 Fr.). Dazu gibt es den Nationaldrink Perus: Pisco Sour, ein Cocktail aus Traubenschnaps, Limettensaft, Zuckersirup und Eiweiss.

Beliebtestes Gericht hält, was es verspricht

Die Ceviches können mit dem internationalen Niveau der peruanischen Küche mithalten – auch die Rindsherzen überzeugen trotz anfänglicher Zweifel beim Bestellen. Das angekündigte Highlight, die Auberginenwürfel, gehören in der Tat zum Besten, was wir an diesem Abend essen. Auch die Süsskartoffel und die Pisco Sours machen Spass.

Das Rindsfilet-Gericht ist solid, aber kann nicht mit dem Rest auf der Karte mithalten. Eher enttäuschend: die Brötchen mit Schweinebauch. Letzterer ist zwar lecker, geht aber leider geschmacklich mit dem vielen Brot unter.

Nachdem wir uns quer durch die Menükarte probiert haben, fällt das Fazit aber äusserst erfreulich aus: Zürich hat endlich ein peruanisches Restaurant, das zu überzeugen weiss.

(wed)