Vom Drive-in bis zum Kinderhüten

20. März 2020 21:40; Akt: 21.03.2020 17:24 Print

So kreativ hilft sich die Schweizer Gastronomie

20 Minuten wollte wissen, wie ihr als Gastronomen gegen die Corona-Krise kämpft und den Lockdown überstehen wollt. Das sind die kreativsten Ideen.

Bildstrecke im Grossformat »
«Wir werden ab nächster Woche die erste Idee umsetzen mit dem Lieferservice über Mittag in der Region. Dies wird jedoch vorübergehend ein Tropfen auf den heissen Stein sein. Wir überleben als Firma im aktuellen Zustand und nach momentaner Lage drei Monate. Wir setzen alles daran, um diese Situation zu verbessern. Falls ihr die Heimat unterstützen wollt: Wir verschicken liebend gerne Gutscheine (Betrag und Adresse an info@zurheimat.ch), auch nehme ich mir gerne Zeit für ein persönlichen Weinverkauf und komme euch mit exklusiven Zutaten zu Hause bekochen, auch werden wir in Zukunft einen Webshop mit Gourmet-Päckli anbieten. Stay strong & bleibt gesund.» «Kurzarbeit zu 100% und Tiefenreinigung des Restaurants. Ab morgen helfen wir Schaffhausen!» » «Wir haben unser Restaurant in einen Döner-Drive-in und Take-away umgewandelt.» «Wir bieten Kebab im Fladenbrot oder im Pitabrot, Pide und Pizza an. Unsere Brote werden mit regionalen Produkten selber hergestellt.» Tagesmenüs zum Abholen in Lausanne von 12 bis 19 Uhr. Tacos, Burritos, Burrito Bowls, Quesadillas «Pick-up vor unserem Laden und wir beliefern unsere Gäste emissionsfrei mit unseren Velos.» «Frische Säfte und Smoothies. Jeden Tag ein wechselndes Mittagsmenü (immer bio und vegan), Care-Boxen (Saft, Smoothie Bowl, Frischkäsebagel, Mittagsessen, Salat und Dessert) und Brunch. Wir sind bei der Langstrasse im Kreis 5 und beliefern in und um Zürich.» «Eigener Lieferdienst auf www.thai-kurier.ch mit Option für kontaktlose Lieferung. Essen wird luftdicht versiegelt geliefert. Code MISSYOU für eine Gratislieferung bis 31.3.2020. Danke für eure Unterstützung.» Lieferservice mit frisch zubereiteten Gerichten, Wein und weiteren Getränken. Je nach Kapazität im ganzen Kanton Zug verfügbar. «Wir bieten seit Dienstag Home Delivery und Take-away an.» Im gesamten Kanton Zug. «Ich als Wirt vom Restaurant Frieden in Wallisellen habe eine kleine Take-away-Karte erstellt mit Schwerpunkt Cordon bleu und Pasta. Zusammen sind wir stark und kommen ans Ziel!» «Es kann jeder bei mir vorbeikommen und das Essen abholen. Da ich selber in der Küche stehe und alles frisch zubereite, mache ich keine Auslieferung.» «Wir liefern Znüni und Zmittag nach Hause oder auf die Baustelle. Ausgewogene Ernährung zu günstigen Preisen ist auch in solchen Situationen sehr wichtig.» Lieferung oder Take-away in der Region Oberaargau. «Bereits am Wochenende habe ich auf meiner Website ein Webshop programmiert, wo eine leckere Auswahl an Burgern, Hot Wiches, Frittiertes, Salate und weiteres für Take-away oder als Lieferung bestellt werden kann. Zudem haben wir eines unserer Fenster ausgebaut und in ein Take-away umgewandelt. Wir haben unsere (normalerweise) ausgestellten Velosolex in die Reparatur gebracht und werden damit ab Ende Woche unsere Burger ausliefern. Wir lassen uns nicht unterkriegen.» «Region Zofingen. Das Restaurant bedient über Mittag die umliegende Industrie und am Abend Burgerliebhaber.» «Wir haben sofort mit Take-away und Lieferungen von einem Mittagsmenü angefangen. Wir Gastronomen haben auch einen sozialen Auftrag und der lautet, die Leute in dieser Zeit ein wenig glücklich zu machen mit gutem Essen. Sollen alle Mitarbeiter der Firmen in unserer Region nur noch Sandwiches essen? Oder die älteren Personen nur noch von Büchsenravioli leben? Nein, wir sind für Sie da mit frischem, gutem Essen.» «Ein Tagesmenü geliefert oder Take-away. Am Abend verkaufen wir die übrig gebliebenen Menüs zum halben Preis.» «Essen zum Mitnehmen. Damit die Büezer noch etwas frisch Gekochtes essen können. Wir haben extra draussen eine Zone eingerichtet, damit man den Abstand wahren kann.» Mittagsmenü für 14 Franken, Getränke (5dl) 4.50 Franken. Abends unsere Spezialitäten: Cordon bleu, Älplermagronen und Rösti zum Selber-Zusammenstellen. «Bis anhin haben wir Essen und Früchte an den Arbeitsplatz geliefert. 95 Prozent der Umsätze sind in einer Woche weg gewesen. Als Start-up war das sehr schmerzhaft. Am Montag haben wir entschieden, komplett auf Home Delivery umzusteigen. Das zieht bis anhin nicht wirklich. Gestern haben wir einen Versuch gestartet, Firmen anzuschreiben, ihre Mitarbeitenden zu Hause zu supporten - mit Essen von uns. Das braucht wohl auch mehr Zeit. Nun haben wir beinahe Tag und Nacht gearbeitet und werden ab morgen Lebensmittel frisch vom Zürcher Engrosmarkt verkaufen. Früchte, Gemüse, Brot, Milchprodukte und Trockenwaren. Wir sind auf Support angewiesen, um überhaupt Kunden zu erreichen. Wir können gar nicht mehr viel Geld in Werbung investieren.» «Wir bieten ab morgen Gemüse, Früchte, Backwaren, Milchprodukte, Fleisch, Getränke und Trockenwaren an. Für einen Support wären wir unendlich dankbar. Wir haben nun drei Jahre dafür gearbeitet, etwas auf die Beine zu stellen, das uns das Coronavirus in einer Woche genommen hat.» «Unser Take-away bleibt weiterhin geöffnet.» «Wir sind an der Seefeldstrasse 27 in Zürich und bieten hauptsächlich italienische Speisen an.» «Da wir das Restaurant Schönau schliessen mussten, hoffen wir darauf, dass der Lieferdienst jetzt laufen wird. Der Chef (mein Vater) steht persönlich im Betrieb.» «Hauptsächlich sind wir in Hombrechtikon, liefern aber auch nach Stäfa, Grüningen, Feldbach, Uerikon, Wolfhausen, Schlatt, Uetzikon, Rüti, Oetwil am See und Bubikon. Wir haben einen Lieferdienst, der jetzt Pizza Fee 662 heisst. Da ich als kleines Mädchen im Restaurant meines Vaters immer als die kleine Fee bezeichnet wurde. Jetzt, da es solch einen Sturm auf WC-Papier gibt, verschenken wir mit jeder Bestellung eine Rolle.» «Vom normalen Gastrobetrieb haben wir nun zum Take-away-Betrieb umgestellt. Wir liefern das Essen nach Hause oder es kann abgeholt werden. Bei Abholung gibt es zusätzlich noch 20% Rabatt.» Momentan wird im Niederamt das Essen geliefert. Egal ob Schönenwerd, Niedergösgen, Däniken oder Gretzenbach. «Wir haben total umgestellt auf Take-away, um unseren bis zu 30 treuen Kunden ihr Mittagessen zu geben.» «Das Bistro als Gastrobetrieb ist geschlossen. Die Vinothek als Handelsgeschäft bleibt geöffnet (spezielle Öffnungszeiten). Wegen der Grösse des Lokals dürfen sich maximal zwei Personen gleichzeitig in der Vinothek aufhalten. Ich investiere jetzt - wo ich Zeit habe - zusätzlich in den Aufbau des Online-Verkaufs.» «Kaffee, Sandwiches, kalte Getränke, Bier, ein breites Weinangebot. Da keine fixe Küche verfügbar ist, koche ich rein auf Bestellung für kleine Gruppen bis 18 Personen. Weine kleiner und unabhängiger Winzerinnen und Winzer aus Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und der Schweiz. Meist aus biologischem oder biodynamischem Anbau. Weine, welche in der Umgebung von Fraubrunnen in keiner anderen Weinhandlung erhältlich sind. Qualitätsweine im Bag-In-Box. Aktuell nur noch Verkauf und keine Degustationen mehr!» Betriebe in Take-away umgewandelt und mit einem grösseren Angebot an To-Go-Lebensmittel ausgestattet. Sitzgelegenheiten wurden innen und aussen entfernt. Pastagerichte, Fruchtsäfte, Gemüse Früchte, Wein und weitere Lebensmittel im Stadtgebiet Zürich. «Wir habe erst am 2. März eröffnet. Damit haben wir nicht gerechnet. Für Take-away und Home Delivery haben wir uns angemeldet, was allerdings wegen Überlastung dauert. Jetzt nehmen wir uns die Zeit zum Experimentieren.» «Habe allen Firmen ein E-Mail geschrieben, dass ich ab 11 Uhr Tagesmenüs zum Mitnehmen anbiete.» «Stay positive. Bieten unsere Burger ausschliesslich Take-away an. Ab nächster Woche werden Online-Bestellungen nach Hause geliefert.» Baden AG und 15 Kilometer Umgebung. «Kunden dürfen das Essen gerne bei uns abholen oder nach Hause liefern lassen.» «Pizza, Kebab, Pasta, Snacks und diverse Biere und Softdrinks. Bestellungen werden nach Kriens, Obernau, Horw, Stadt Luzern, Rothenburg und Emmenbrücke geliefert.» Take-away-Service inkl. Lieferservice von 11 bis 13 Uhr und 17.30 bis 20 Uhr in Kappel und Umgebung. «Wir haben auch auf Lieferdienst umgestellt. In den Zeiten der Krise liefern wir weiter als sonst.» «Wir bieten leckere Waffeln an, die der Kunde beliebig selber zusammenstellen kann. Mit Nutella oder eine Kugel Vanilleeis, frischen Früchten oder nur Puderzucker. Ausserdem führen wir Kumpir (Baked Potatoes) mit diversen Salatbeilagen, Raclettekäse und einer feinen Samurai- oder Sour-Cream-Sauce. Lieferung: St.Gallen, Rorschach, Rorschacherberg, Gossau, Mörschwil, Arbon, Steinach, Herisau, Trogen, Speicher, Engelburg.» Burger, Snacks und Getränke zum Mitnehmen. «Wir dürfen im Moment nur Abholung und Lieferung anbieten. Trotzdem läuft am Mittag fast gar nichts, am Abend circa 60 bis 70 Prozent weniger als zu normalen Zeiten.» Basel-Landschaft und Gelterkinden «Komplettumstellung auf Take-away. Um das Social Distancing einzuhalten, haben wir die Zeit, um Mittagsmenüs abzuholen, erweitert und am Boden klare Linien gezogen, um den Sicherheitsabstand von zwei Meter einzuhalten.» «Wir bieten von Montag bis Freitag, 11:00-14:00 Uhr wechselnde Mittagsmenüs für 12.50 Franken an. Ab 17:30 bis 21:00 Uhr können sich unsere Gäste Ihre hausgemachte Lieblings-Lasagne nach Hause liefern lassen. Unser Konzept haben wir über Nacht auf einen perfekt funktionierenden Take-away-Betrieb umgestellt. Nichtsdestotrotz mussten wir Kurzarbeit für ein Teil unseres Personals anmelden. Als starkes Team, welches zusammenhält und mit dem Support vieler Stammkundinnen und Kunden (obwohl einige im Home-Office sind), machen wir das Beste während dieser ausserordentlichen Zeit! #thinkpositive @strongertogether» «Wir haben für den Bereich Horgen komplett auf Lieferdienst umgestellt.» «Wir arbeiten schon länger mit Eat.ch zusammen, nun haben wir das Home Delivery noch einmal verstärkt.» «Um uns und unsere Gäste zu schützen, bleibt der Dr. Dog Hot Dog Store am Bahnhof Enge vorübergehend geschlossen. Das Büro haben wir nach Hause gebracht und sind für Catering- und Event-Anfragen für unsere Kunden da. Der Teamspirit ist top und wir machen uns ready für eine tolle Zukunft. Für alle da drinnen: Be safe, Stay healthy, Act strong.» «Wir haben auf Abhohl- und Lieferservice umgestellt. Bieten von Montag bis Freitag ein tägliches Mittagsmenü an.» Gratis Lieferung in der Region Berner Oberland. Ab dem 26. März gibt es Take-away über Mittag und Lieferdienst am Abend. Bitte helfen Sie uns die Zeit zu überstehen.» Zwei Mittagsmenü, am Abend eine kleine Karte, inklusive Weinkarte. Wir liefern von Elsau aus bis Seuzach,Winterthur, Elgg und Wiesendangen. Wir haben im Zwicky Areal die Verwaltung kontaktiert und darüber informiert, dass wir kostenlosen Heimlieferservice und Take-away anbieten. Wir haben kurzerhand den Betrieb auf Take-away/Delivery umgestellt auch für Laufkundschaft. Einfache italienische Küche in Wallisellen/Dübendorf Zwickyareal. «Um weiterhin unseren tibits Fans gesundes Essen offerieren zu können und auch einen Teil des tibits Teams weiterhin beschäftigen zu können, haben wir einen Aufruf für einen tibits Abo-Liefer-Service «tibits@home» gestartet. tibits will nun herausfinden, ob genug Interesse für eine Essens-Lieferung im 5er, 10er- oder 15er Abo vorhanden ist. Für Personen über 65 Jahre geben wir auf die Bestellung 10 % Rabatt.»

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fast 40 Gastronomiebetriebe von Lausanne bis Schaffhausen folgten dem Aufruf von 20 Minuten und schilderten ihre Massnahmen, um trotz der Krise Gäste bewirten und so das Loch in ihrer Kasse stopfen zu können.

Die Gastronomie zeigt sich bei der Suche nach Lösungen äusserst kreativ. So wurden Vorplätze zu Drive-ins umgewandelt, Speisen durchs Fenster gereicht oder per Velo oder Töffli zu den Kunden geliefert.

Gastrobetriebe im Einsatz für die Bevölkerung

Besonders lobenswert ist die Initiative des Restaurants Beckenburg in Schaffhausen. Das Team hat das Lokal geschlossen und ist ab sofort für die Schaffhauser Bevölkerung im Einsatz, erledigt Einkäufe für hilfsbedürftige Personen oder übernimmt auch mal die Kinderbetreuung. Unter der Telefonnummer 079 820 12 12 oder info@beckenburg.ch ist das Becki-Team erreichbar.

Einen ähnlichen Weg geht die Sinnvoll Gastro Luzern (20 Minuten berichtete). Das Unternehmen schliesst alle seine Betriebe und stellt die Manpower von 180 Mitarbeitern in den Dienst der Bevölkerung.

Was die Schweizer Gastronomie in diesen schwierigen Zeiten sonst noch unternimmt, siehst du in der Bildstrecke.

(lme)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eric Früh am 21.03.2020 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fast Food

    Super innovative Ideen. Unterstützt die Leute je nach Region, in dem ihr dort bestellt.

    einklappen einklappen
  • Roger Bewunderer am 20.03.2020 23:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tolle Idee

    Wow richtig beindruckend

    einklappen einklappen
  • CH er am 21.03.2020 01:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    döner love

    geil döner drive in. blibet standhaft zeme schaffemer alles.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ziegel am 25.03.2020 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Toll wie Ideenreich jetzt alle werden.

  • Bräutigam am 24.03.2020 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gensu

    gute Idee !

  • Andreas Inderbitzin am 23.03.2020 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bürokratie

    Leider verlangen die Kantone für diese guten Ideen sep. Bewilligungseingaben. Bürokratie treibt weiter ihre Blüten.

  • 9013 am 22.03.2020 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    St. Gallen Lachen

    Pizzeria Piccola in St. Gallen macht ebenfalls take away, Fr. 8.50 und die sind wirklich lecker. Der Quartierverein Tirumpel (oder so ähnlich) erledigt Einkäufe.

  • Dani/Luzern am 21.03.2020 21:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Längere Öffnungszeiten

    Finde es eine super Sache mit dem Take away. Und nun kommt die Regierung und sagt, dass alle zu den Offiziellen Ladendenschlusszeiten auch schliessen müssen. Sorry liebe Regierung aber das wäre doch im Sinne der Regierung, wenn die länger offene halten dürften, denn so müssten Sie vielleicht weniger Geld vom Bund annehmen und der könnte dieses wiederum anderswo einsetzen. Aber eben der Bund. Mal macht er etwas richtig und mal......! Sage ich jetzt hier nicht. Aber jeder kann sich das ja selber ausmalen.