Schlemmen in Quarantäne

25. März 2020 14:18; Akt: 25.03.2020 17:25 Print

Zürcher Luxushotel wird zu McDolder Drive-in

Gehen Ihnen langsam die Rezepte oder die Lust am Kochen aus? Das wäre okay, denn immer mehr Schweizer Spitzenköche und Gourmet-Geschäfte liefern nach Hause.

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Die Köchin des Jahres 2020 kreiert zusammen mit ihren Lehrlingen ein Wochenmenü mit sechs Gerichten, die im Basler Quartier Bruderholz geliefert werden oder nach Bestellung abgeholt werden können. Ausserdem bietet Grandits in ihrem Laden Brote, Instant-Suppen, Risottos und Süsses an. Wer am Zürichberg wohnt, kann sich ab sofort vom Koch des Jahres 2019 beliefern lassen – zumindest mit seinen Pralinés. Die Hotelküche versorgt hungrige Gourmets derweil ab sofort mit Dolder-Klassikern, wie Ceasar Salad, Rindstatar, Bündnerfleisch, Käseplate und den Weekly Specials. Aber April können auch die wunderbaren Mezze von Oriental Chef Firas El-Borji geordert werden. Im The Dolder Grand am Zürichberg fuhren bis vor kurzem Luxus-Limousinen vor. Jetzt wird dort Essen ausgegeben. Das Luxushotel nennt das: «The McDolder Drive-in». Der dritte Koch des Jahres im Bunde (Mlinarevic holte den Titel 2016) hat modulare Küche zum selber zusammenstellen im Angebot. Die Gerichte kommen verschweist nach Hause und sind so einige Tage im Kühlschrank haltbar. Damit keine Kehle trocken bleibt, beliefert Tausendsassa Dieter Meier die Schweiz mit seinen Weinen aus Argentinien. Sein argentinisches Rindfleisch kann ab sofort ebenfalls bestellt werden. Den Vertrieb des Ojo-de-Agua-Fleisches übernimmt das Zürcher Delikatessengeschäft Bianchi. Feinschmecker wissen die Qualität von Bianchi schon lange zu schätzen. Das Bild zeigt die Band von Bob Marley 1980 nach dem Einkauf von Fisch im Zürcher Niederdorf. Fisch und Meeresfrüchte sind denn auch die Kernkompetenz von Bianchi und werden ebenfalls geliefert. Die innovative Online-Metzgerei Luma vertrieb ihre Produkte schon vor der Corona-Krise vor allem über den Webshop. Luma veredelt ihre Stücke teilweise mit einem speziellen Edelschimmel, was dem Fleisch eine einzigartige, nussige Note verleiht. Ausserdem sind im Shop spezielle Cuts zu finden, die es nicht an jeder Ecke gibt. Die angesagte Bio-Bäckerei liefer Gipfeli, Brote, Brötchen, Zöpfe, Sandwiches, Wähen und sogar Birchermüesli mit dem Velo direkt nach Hause. Wer immer noch kochen, aber nicht mehr einkaufen möchte, der sucht sich beim Berner Unternehmen Gourmetbox ein mehrgängiges Menü aus und lässt sich alle nötigen Zutaten und das Rezept zum Nachkochen direkt nach Hause liefern. Weil auch 20 Minuten nicht alles weiss und nicht über jedes Angebot informiert ist, darf diese Liste selbstverständlich nicht als abschliessend betrachtet werden. Schreiben Sie darum Ihre Gourmet-Tipps direkt ins Kommentarfeld.

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So schön es auch ist, jetzt wieder öfter in der Küche zu stehen und zu Hause zu essen – irgendwann hat selbst der motivierteste Koch mal eine kleine Krise. Und weil man heute ja noch nicht absehen kann, wann die empfohlene Quarantäne wirklich vorbei sein wird, kann es nicht schaden, sich schon frühzeitig nach kulinarischen Alternativen umzusehen.

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Besonders glücklich schätzen darf sich, wer im Basler Quartier Bruderholz wohnt. Denn dort können ab sofort Gerichte aus dem Laden und dem Restaurant Stucki von Tanja Grandits bestellt werden. «Ich muss etwas machen, für mich selbst, aber auch für meine Mitarbeiter. Und ich möchte den Leuten im Quartier die Möglichkeit geben, alle Lebensmittel für den täglichen Bedarf bei uns einkaufen zu können», sagt die Köchin des Jahres 2020 den Kollegen von Gaultmillau.ch. Die Sterneköchin ist überzeugt: «Gutes Essen ist jetzt noch wichtiger als sonst.»

Take-away und Delivery aus dem Nobelhotel

Das Hotel The Dolder Grand, Arbeitgeber von Heiko Nieder, Grandits' Vorgänger als Koch des Jahres, lanciert einen Take-away der etwas nobleren Sorte. Es werden Gerichte aus der Küche des Luxushotels, wie Caesar Salad oder Steak-Tatar zur Lieferung oder zum Abholen angeboten. Dafür wurde das Hotel kurzerhand umgetauft und heisst nun temporär «The McDolder Drive-in».

Star-Patissier Christian Hümbs versorgt die Zürcher Haushalte mit Süssem, und Oriental-Chef Firas El-Borji verwöhnt ab April mit seinen aussergewöhnlich guten Mezze.

In der Zürcher Altstadt sorgt derweil Nenad Mlinarevic (Koch des Jahres 2016) für Abwechslung auf dem heimischen Teller. Über die Seite Auswaerts-daheim.com vertreibt er die beliebten Gerichte aus seinen Restaurants Bauernschänke und Neue Taverne. Die Kreationen, die sich modular kombinieren lassen, werden verschweisst geliefert und sind mehrere Tage im Kühlschrank haltbar.

Kochen, aber nicht mehr einkaufen

Wer weiterhin auf hohem Niveau kochen, aber nicht mehr einkaufen möchte, dem hilft das Berner Unternehmen Gourmetbox. Auf der Website wählt man das gewünschte Menü (Apéro, 3 oder 5 Gänge) aus – alle benötigten Zutaten und das detaillierte Rezept werden in einer Box nach Hause geliefert.

Wo Geniesserinnen und Geniesser sonst noch kulinarische Abwechslung finden, siehst du in der Bildstrecke.

Der Schweizer Spitzenkoch Daniel Humm (Eleven Madison Park) plant zurzeit von New York aus weitere Schritte für seine verschiedenen Betriebe. Vor allem aber macht er sich Sorgen um die Existenz seiner Mitarbeiter.

(lme)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • leser79 am 25.03.2020 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht Werbung!

    Man sollte Werbung als solche Decklarieren. Der Beitrag ist devinitiv nur Werbung.

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  • Trudi am 25.03.2020 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Toll, besser als Jammern

    Gute Idee der Gastronomen. Dafür kann ruhig Werbung gemacht werden.

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  • Lu am 25.03.2020 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ross

    Jetzt kommen die auch noch vom hohen Ross runter

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gourmet am 30.03.2020 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Super Entwicklung

    Ich habe einige Jahre in den USA gelebt. Da war es gang und gäbe, auch hochqualitatives Essen nach Hause zu bestellen. Zurück in der Schweiz war ich dann etwas enttäuscht, dass es nur noch Pizza und Kebab gab. Mittlerweile gibt es ja zunehmend auch gesündere Alternativen. Aber Spitzenrestaurants wären eine echte Bereicherung und für einmal eine positive Nebenwirkung der Pandemie.

  • Ruth Kühne am 30.03.2020 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Luxus ?

    Wieso ist das Ganze nicht gratis ? Z.B. Für Obdachlose oder Arme ?

  • Flyer Man am 30.03.2020 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Innovation in der Krise..!!

    Cool... !!!

  • insider am 30.03.2020 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat's erfunden?

    Ihr wisst aber schon, dass der drive-in nicht von McDonalds erfunden wurde. Also das Mc könnt Ihr ruhig weglassen ...

  • Hans Fritz am 30.03.2020 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschmack sache

    Gute Köche kochen nur mit Regionalen Produkten. Alles andere könnt ihr täglich bei den so beliebten Koch Shows im TV lernen.