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Doktor Sex

04. Juli 2012 14:00; Akt: 04.07.2012 23:58 Print

«Darf ich perverse Storys aufschreiben?»

Fulvio denkt sich Sexgeschichten aus und hält diese dann auf Papier fest. Ob das erlaubt ist oder er sich dabei strafbar macht, weiss er nicht.

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Tagebucheinträge sind etwas höchstpersönliches. (Symbolbild: Colourbox.com)

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Frage von Fulvio (21) an Doktor Sex: Neulich las ich in einem Fantasyroman sexuelle Phantasien. Seither denke ich mir auch Sexgeschichten aus und schreibe sie auf. Ich weiss aber nicht, ob es legal ist, auch perverse Sexpraktiken zu Papier zu bringen?

Antwort von Doktor Sex:

Lieber Fulvio

Was in deinem Kopfkino abgeht, bestimmst du allein. Und auch wenn du die Geschichten zu Papier bringst, geht das im Prinzip niemanden etwas an. Wäre ja noch schöner, wenn die Polizei damit beginnen würde, Tagebuchrazzien durchzuführen. Trotzdem sind gewisse Grundsätze zu beachten, wenn du dich auf der sicheren Seite bewegen willst.

Sobald du deine Schreibe aber als Roman verkaufen möchtest, musst du eine Vielzahl gesetzlicher Normen einhalten. Diese verbieten das Anbieten, Zugänglichmachen, Zeigen und Überlassen von pornografischem Material an Personen unter 16 Jahren.

Wenn es in deinen Storys gar um harte Pornografie im Sinne von Art. 197 StGB gehen sollte, und du darin Sex mit Kindern, Tieren, harter Gewalt und Körperausscheidungen (ausser Sperma) beschreibst, so ist schon allein das Herstellen - unabhängig davon, ob du die Phantasien jemals jemandem zugänglich machst, strafbar. Auch wer harte Pornographie einführt, lagert, in Verkehr bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt oder zugänglich macht, macht sich strafbar.

Du siehst, die Sache ist nicht ganz einfach. Trotzdem: Weiterhin viel Spass beim Phantasieren!

(bwe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Butterfly am 05.07.2012 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Motivation / Gründe?

    @Fluvio: Warum musst du es Dir aufschreiben? Reicht es nicht, wenn es in Deinem Kopf bzw. in Deiner Fantasie ist. Ueberall im Leben gilt die Devise: Schaffe nie Beweise, die gegen dich verwendet werden könnten!! Wo nichts steht, kann auch nie etwas gegen einen gebraucht werden. Zudem kann es nie in falsche oder auch nur neugierige Hände gelangen wie von Eltern, Freundin, Kollegen, Arbeitgeber usw. Oder liegt genau darin der Kick, dass Du damit auffliegen könntest?! Du siehst, bin halt neugierig geworden :-))

  • Thomas am 07.07.2012 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Literatur ist ungleich Pornografie!

    Eigentlich müsste diese Frage nicht ein Sexualberater, sondern ein Jurist beantworten. Literatur kann bspw. gegen ein Antirassismusgesetz verstossen, aber nicht (!) gegen den Pornografie-Artikel im Strafgesetz. Der Wortteil "grafie" definiert eindeutig die bildliche (!) Darstellung. Und so hat auch das Zürcher Gericht im Falle des Gymi-Lehrers entschieden, welcher kürzlich wegen Lesens von Sex thematisierender Literatur im Untterricht freigesprochen wurde. (Siehe auch TA vom 7.7.12). Dies ist also allenfalls ein sittliches Problem, aber kein strafrechtliches.

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  • nunja am 05.07.2012 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pervers

    pervers "weiterhin viel spass beim phantasieren!" wünscht ihr. dass es um perverse vorstellungen geht, und er sich evt handlungen mit kindern vorstellt habt ihr nicht bedacht? ausserdem, wer fragt so einen köhl?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 07.07.2012 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Literatur ist ungleich Pornografie!

    Eigentlich müsste diese Frage nicht ein Sexualberater, sondern ein Jurist beantworten. Literatur kann bspw. gegen ein Antirassismusgesetz verstossen, aber nicht (!) gegen den Pornografie-Artikel im Strafgesetz. Der Wortteil "grafie" definiert eindeutig die bildliche (!) Darstellung. Und so hat auch das Zürcher Gericht im Falle des Gymi-Lehrers entschieden, welcher kürzlich wegen Lesens von Sex thematisierender Literatur im Untterricht freigesprochen wurde. (Siehe auch TA vom 7.7.12). Dies ist also allenfalls ein sittliches Problem, aber kein strafrechtliches.

    • Jurist am 08.07.2012 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht ganz

      Art. 197 StGB erfasst ausdrücklich auch pornographische Schriften. Damit kann Literatur durchaus pornographisch sein. Aber nicht jede Literatur, die Sex thematisiert, ist auch gleich pornographisch.

    • von Aquin am 08.07.2012 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Eindeutig?

      Was wäre, wenn er die besagten Phantasien in seiner Biografie niederschreiben würde? Und übrigens, ''Grafie'' kommt vom griechischen ''graphé'' und heisst ''die Schrift''.

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  • Butterfly am 05.07.2012 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Motivation / Gründe?

    @Fluvio: Warum musst du es Dir aufschreiben? Reicht es nicht, wenn es in Deinem Kopf bzw. in Deiner Fantasie ist. Ueberall im Leben gilt die Devise: Schaffe nie Beweise, die gegen dich verwendet werden könnten!! Wo nichts steht, kann auch nie etwas gegen einen gebraucht werden. Zudem kann es nie in falsche oder auch nur neugierige Hände gelangen wie von Eltern, Freundin, Kollegen, Arbeitgeber usw. Oder liegt genau darin der Kick, dass Du damit auffliegen könntest?! Du siehst, bin halt neugierig geworden :-))

  • nunja am 05.07.2012 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pervers

    pervers "weiterhin viel spass beim phantasieren!" wünscht ihr. dass es um perverse vorstellungen geht, und er sich evt handlungen mit kindern vorstellt habt ihr nicht bedacht? ausserdem, wer fragt so einen köhl?

    • Jaja am 05.07.2012 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hahahaha

      "wer fragt so einen KÖHL" xDD made my day :D

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Bruno Wermuth ist Einzel-, Paar- und Sexualberater mit eigener Praxis in Bern und Zürich. Als «Doktor Sex» beantwortet er einmal wöchentlich eine Frage zu den Themen Beziehung, Liebe und Sex. www.brunowermuth.ch


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