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Doktor Sex

30. Januar 2013 14:25; Akt: 30.01.2013 15:56 Print

«Mein Partner vermeidet Sex mit mir!»

Bisher lief es in Sachen Sex in Ginas neuer Beziehung immer wunschgemäss. Aber in letzter Zeit machen ihrem Partner Erektionsprobleme zu schaffen. Wie kann sie ihm helfen?

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Leidet ein Mann im fortgeschrittenen Alter an Erektionsstörungen, leidet seine Partnerin oft mit. (Symbolbild: Colourbox.com) (Bild: ron)

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Frage von Gina (53) an Doktor Sex: Ich habe mich letztes Jahr von meinem Ehemann getrennt und lebe nun mit einem neuen Partner (56) zusammen. Im Bett lief es bisher immer wunschgemäss, aber in letzter Zeit hat er Probleme mit der Erektion. Mir scheint, er fühlt sich dadurch verunsichert und beginnt, den gemeinsamen Sex zu vermeiden. Wie kann ich ihm helfen?

Antwort von Doktor Sex

Liebe Gina

Erektionsprobleme sind für die meisten Männer Anlass zu grosser Sorge. Viele reagieren darauf ganz ähnlich wie dein Partner: Sie leiden stumm und versuchen, mit Rückzug und Vermeiden das Problem auszusitzen. So erreichen sie aber genau das Gegenteil. Mit ihrem Verhalten bringen sie nämlich einen Teufelskreis in Gang, in dem sich die Umstände gegenseitig zunehmend so verstärken, dass am Schluss das Problem immer grösser und ihre Not schier unerträglich wird.

Es ist daher sehr wichtig, dass du dich nicht zum Wegschauen verleiten lässt, weil du denkst, deinen Partner damit entlasten oder ihm so helfen zu können. Nimm deine Wahrnehmungen unbedingt ernst und sprich offen aus, was du beobachtest. Damit nimmst du der Sache ihren Schrecken und öffnest Räume für Lösungen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass Erektionsprobleme und Impotenz behandelbar sind - egal in welchem Alter sie auftreten und welche Ursachen ihnen zugrunde liegen. Und zwar längst nicht nur mit Medikamenten, auch Psychotherapie hat sich bestens bewährt.

Bei Männern im fortgeschrittenen Alter können Erektionsprobleme Symptom einer ernsthaften körperlichen oder psychischen Erkrankung sein. Es ist daher ratsam, wenn sich dein Partner bald einem Check-Up bei einem Urologen unterzieht, um Klarheit über seinen Gesundheitszustand zu erhalten. Falls sich bei der Untersuchung gesundheitliche Probleme herausstellen sollten, wird der Arzt sich um die notwendigen Schritte kümmern und deinen Lebensgefährten dabei begleiten. Andernfalls ist es an euch, in einem offenen Gespräch zu versuchen, gemeinsam mögliche Gründe für die Erektionsstörungen und den von dir wahrgenommenen Rückzug herauszufinden. Falls ihr es allein nicht schafft, könnt ihr dafür auch fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Diagnostisch gesehen liegt eine erektile Dysfunktion dann vor, wenn ein Mann über mindestens sechs Monate dauerhaft in mehr als zwei Drittel der Fälle nicht in der Lage ist, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Mit anderen Worten: Der Penis wird nicht hart genug, um in den Körper des Partners beziehungsweise der Partnerin einzudringen oder er erschlafft vorzeitig. Wenn es also ab und zu einfach mal nicht klappt, liegt keine behandlungsbedürftige Störung vor.

Die Ursachen für Erektionsstörungen sind vielfältig. Studien zeigen, dass etwa die Hälfte davon einen organischen Ursprung hat. Rauchen, chronischer Alkoholkonsum, Arteriosklerose und Diabetes haben nachweislich einen sehr grossen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit. Aber auch Lebenskrisen, anhaltender Stress am Arbeitsplatz, Beziehungsprobleme, sexuelle Unerfahrenheit und Versagensängste können zu einer erektilen Dysfunktion führen. Bei unter 35-jährigen Männern liegt in fast drei Viertel der Fälle eine psychische Ursache vor, bei den über 50-jährigen sind bei 85 Prozent körperliche Probleme der Grund dafür.

(wer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Posaune am 30.01.2013 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teste ihn

    Blas ihm das Horn! Wenn dann nichts passiert, ab zum Urologen.

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  • Blickwinkel am 06.02.2013 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    so einfach

    Dann bist Du nicht seine Partnerin

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  • Sonusfaber am 01.02.2013 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind keine Maschinen!!!!!!!!

    Ich denke, dass der Mann seine Ruhe will und braucht und vor allem (zu Recht) keine Lust hat, als nicht mehr zufriedenstellend funktionierende Maschine betrachtet zu werden. Er ist wohl nicht da, um seine Partnerin sexuell zu befriedigen - genauso wenig, wie sie ihm sexuelle Leistungen "schuldet". Ich für meinen Teil wünsche ihm viel Verständnis für sich selbst ... :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Minder am 22.03.2013 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Aufpassen, andere Krankheiten!

    In solchen Fällen gibt es nur eins: Die Frau muss das Gespräch mit dem Mann suchen und ihm aufzeigen, dass das Problem heuzutage gelöst werden kann. Vorallem nie vergessen, dass auch eine andere KRankheit dahinterstecken könnte (Herz, Blutdruck etc.)

  • Vreni Berger am 06.02.2013 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anal wirkt wunder!

    Frau: In einem gewissen Alter konnte mein Mann mich einfach nicht mehr zum Höhepunkt bringen. Als er kuren war probierte ich mit meinem Nachbarn (mitte 30) mal anal aus. Siehe da ich kam wieder. Seither mache ich mit meinen Mann immer auch Anal. Versuch es doch mal!

    • Experte am 10.02.2013 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Aha

      Hahahaha einfach mal betrügen....

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  • Blickwinkel am 06.02.2013 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    so einfach

    Dann bist Du nicht seine Partnerin

    • Naturstein am 06.02.2013 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Blickwinkel

      Aber sie liebt ihn doch ! Warum nicht seine Partnerin? Blickwinkel überlege mal, das wäre umgekehrt bei Dir! Was würdest Du machen? Hätte sehr gerne eine Antwort. Dein Eintrag klingt kalt . Ich hoffe dass Du das bis jetzt nie erlebt hast.

    • Tomi am 07.02.2013 09:24 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht die Partn./ Blickwinkel//

      Ich weiss nicht aber warum geht er doch noch mit Ihr ins Bett? Das ist für mich eine Frage. Wenn man doch nicht seine Partnerin ist, warum dann sowas? Blickwinkel was meinst Du dazu?

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  • Sonusfaber am 01.02.2013 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind keine Maschinen!!!!!!!!

    Ich denke, dass der Mann seine Ruhe will und braucht und vor allem (zu Recht) keine Lust hat, als nicht mehr zufriedenstellend funktionierende Maschine betrachtet zu werden. Er ist wohl nicht da, um seine Partnerin sexuell zu befriedigen - genauso wenig, wie sie ihm sexuelle Leistungen "schuldet". Ich für meinen Teil wünsche ihm viel Verständnis für sich selbst ... :-)

    • Solis am 03.02.2013 17:56 Report Diesen Beitrag melden

      Ihr seit, was ihr seit...

      ..und das ist je nach Fall etwas anderes. Komisch, wenn Frauen Probleme mit Lustlosigkeit haben, schreit der männliche Chor nach Fremdgehen und "es geht gar nicht ohne Sex". Mann könnte doch auch mal ein uneigennütziges Zungenspiel einsetzten, um der Frau Freude zu bereiten. Wer weiss, vielleicht entwickelt sich ja etwas ganz Unerwartetes daraus.......

    • Brusttee am 04.02.2013 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      Sonusfaber antw.

      Er geht fremd und hat einfach keinen Bock mehr auf seine Frau. Fremd gehen 1 bis 2 mal pro Woche genügt, um nicht mehr mit der eigenen Frau im Bett Sex zu haben. Arme Männer.

    • Baslerin am 06.02.2013 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Sonusfaber, du bist ein Traummann!

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  • Orchidee am 31.01.2013 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Sprich mit ihm

    Erektionsprobleme können auch dann vorkommen, wenn etwas Unausgesprochenes, Unerledigtes oder sonst ein unangenehmes Geheimnis den Mann plagt. Frag deinen Partner doch mal, ob ihn irgendetwas beschäftigt. Fordere ihn zum reden mit dir auf und zeig dich verständnisvoll. Eine andere Möglichkeit können gewisse Medikamente sein? Zum Beispiel Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen können Erektionsprobleme auslösen.

    • Dingo am 01.02.2013 06:26 Report Diesen Beitrag melden

      Paradoxon

      " Fordere ihn zum reden mit dir auf und zeig dich verständnisvoll." Wenn er gezwungen wird mit ihr zu reden, hat sich das mit dem Verständnisvoll recht schnell erledigt. Reden schön und gut, aber mehr als nen Schubbs würd ich nicht empfehlen, sonst igelt er sich wohlmöglich noch ein oder geht noch mehr auf Distanz. Das Verständnisvolle kann man aber gut unterstreichen, versuch für ihn da zu sein, und zeig ihm, dass er dir wichtig ist, vielleicht redet er dann von sich aus über etwaige Probleme.

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Bruno Wermuth ist Einzel-, Paar- und Sexualberater mit eigener Praxis in Bern und Zürich. Als «Doktor Sex» beantwortet er einmal wöchentlich eine Frage zu den Themen Beziehung, Liebe und Sex. www.brunowermuth.ch


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