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Doktor Sex

30. Juli 2014 10:54; Akt: 30.07.2014 11:29 Print

«Unerfüllter Babywunsch – soll ich ihn verlassen?»

Sabine will ein Kind. Auch ihr Partner ist Nachwuchs nicht abgeneigt. Aber weil sein Einkommen nicht reicht, um eine Familie zu ernähren, vertröstet er sie auf später.

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Unterschiedliche Ansichten in Bezug auf Nachwuchs und den Zeitpunkt der Familiengründung können zu einer Beziehungskrise führen. (Symbolbild: Colourbox.de)

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Frage von Sabine (27) an Doktor Sex: Ich bin schon seit einiger Zeit mit meinem Lebensgefährten zusammen. Nun möchte ich gerne ein Kind mit ihm. Er ist eigentlich auch einverstanden, jedoch möchte er zuerst noch einen Beruf erlernen, in dem er mehr verdient, um so die Familie ernähren zu können. Im Moment arbeiten wir nämlich beide in einem Beruf im Niedriglohnbereich. Konkrete Schritte macht er aber nicht. Ich fühle mich verarscht, jedoch würde ich ihn nur ungern verlassen, da er mein Seelenpartner ist und ich ihn wahnsinnig liebe. Aber ich hör meine biologische Uhr langsam, aber sicher ticken. Was soll ich tun?

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Antwort von Doktor Sex

Liebe Sabine

Die Entweder-oder-Frage ist selten geeignet, um kreative Lösungen zu finden. Meist spannt sie den Bogen auf zwischen zwei Varianten, die zwar denkbar, letztlich aber oft nicht wirklich befriedigend sind. So auch bei dir. Wenn du deinen Partner verlässt, eröffnet sich dadurch zwar die Möglichkeit, einen anderen zu finden, mit dem du ein Kind haben könntest und der womöglich auch noch mehr verdient, jedoch verlierst du dadurch deinen «Seelenpartner». Ob du einen anderen, geeigneteren Partner finden wirst und auch wie lange dies dauern wird, steht zudem in den Sternen. Bleibst du hingegen mit deinem Freund zusammen, musst du die Komfortzone verlassen und – statt nur darauf zu warten, dass dein Freund sich bewegt – selber auch aktiv werden.

Ihr scheint beide ein eher konservatives Bild vom familiären Zusammenleben zu haben: Die Frau bleibt zuhause und ist verantwortlich für das Kind, während der Mann das notwendige Geld verdient und als Ernährer fungiert. Klar – dies ist auch heute noch eine lebbare und zudem relativ häufig praktizierte Beziehungsform. Gerade für eure Situation scheint sie aber möglicherweise nicht wirklich die geeignetste zu sein. Denn rein ökonomisch betrachtet ist das Ein-Ernährer-Modell nur dann sinnvoll, wenn der Mann, oder in seltenen Fällen die Frau, genug verdient, um eine Familie auch wirklich durchbringen zu können. Sonst führt dieses nur zu Druck und schafft Abhängigkeiten. Und was die Beziehung anbelangt, generiert es sowieso nur Verlierer: Die Frau verzichtet zu einem grossen Teil auf den Partner und auf ihre berufliche Entwicklung, der Mann umgekehrt auf die Partnerin und das Kind.

Wie wäre es deshalb, wenn ihr euch zusammen auf der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BiZ) in eurer Region anmelden und dort gemeinsam einen Termin wahrnehmen würdet? So könntet ihr euch beide über die Veränderungs- und Aufstiegsmöglichkeiten informieren, die auf der Basis eurer Berufe möglich sind. Wer weiss, vielleicht kannst ja auch du dir plötzlich vorstellen, dich beruflich auch noch neu oder zumindest anders auszurichten, bevor ihr eine Familie gründet? Auch wenn deine biologische Uhr zwar zu ticken beginnt: Für eine kluge Planung bleibt ganz sicher noch genug Zeit. Viel Glück!

(wer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Shaka Maverick am 30.07.2014 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komm schon, Sabine

    Meine Frau und ich gehören auch nicht gerade zu den Grossverdienern. Sie ist Coiffeuse und ich arbeite als Betreuer in einem Heim mit behinderten Menschen. Da wir 3 Kinder haben arbeiten wir beide reduziert (ich 70%, sie 40%= gemeinsam ca 4'500.- im Monat). Wir haben keine grosse Wohnung, das Auto klappert und Ferien sind auch schwierig. Trotzdem haben wir eine gemütliche Wohnung in der Agglo, ein Auto welches uns von A nach B bricht und einmal im Jahr gehen wir 5 Tage fort. Das lustige an der Geschichte? Wir sind verdammt GLÜCKLICH

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  • Anja am 30.07.2014 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Omg mädchen

    Mit 27 tickt deine uhr? du nennst ihn selenverwandter und überlegst ihn zu verlassen? Wie wärs wenn du ihm erst mal sagst wann du ein kind willst nämlich jetzt und er sich dazu äussern kann? Wenn er dir wirklich so wichtig ist wirst du warten, deine uhr tickt frühestens in 8 jahren! Sei doch froh stürzt er sich nicht unüberlegt in die kindersache vor allem wenn ihr kein geld habt, kinder sind schweineteuer!

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  • Marc am 30.07.2014 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder..............

    Genau so läuft es immer u. immer wieder. Frau gegen Ende 20 hat genug vom Joben und wünscht sich ein Baby. Der Mann nimmt Verantwortung u. weiss, dass Kinder aufziehen Geld kostet. Sagt er trotzdem ja, ist sie die Erste, die dann jammert wegen zuwenig Geld und abhaut mit dem Kind. Er kann dann für 25 Jahre zahlen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nudelholz am 30.07.2014 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uhr

    Biologische Uhr??? Mit 27??? Ich bin schon fast 26 und denke noch nicht annähernd an Kinder!!

  • Karin am 30.07.2014 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe dich nicht Sabine

    Sorry, Sabine ich verstehe dich nicht.....27 Jahre jung - du hast noch alle Zeit der Welt für ein Kind, aber ein Beruf erlernen mit einem Kind ist mühsam und schwierig. Lass doch deinen Freund noch die Ausbildung machen, und danach Kinder. Ich und mein Partner haben auch ein Kind. Und ich verdiene mehr als er (CEO-Assistant und er Handwerker) - somit gehe ich mehr arbeiten als er. Klar, arbeitet er auch noch, aber ich wollte unserem Kind was bieten und somit geht das arbeiten, welches mehr verdient!

  • Sie, ähnliche Situation am 30.07.2014 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach, kommt schon Jungs!!!!

    Mir kommt es so vor, als würden sich hier nur frustrierte Männer zu Wort melden. Lest doch die Frage erst mal genau durch, auch zwischen den Zeilen! Die junge Dame hat mit keinem Wort erwähnt, dass für SIE die Finanzen wichtig sind, sondern eher für ihn. Also will Sie alles andere als sein Geld! Sie hat auch nicht gesagt, dass sie nicht mehr arbeiten will! Ich persönlich weiss, dass es verdammt schwer ist, einen Seelenpartner zu haben der nicht die gleichen Ziele vor Augen hat! Verlassen würd ich ihn trotzdem niemals! Versucht eher gemeinsam eine Lösung zu finden! Mit 27 haste noch genug Zeit!

  • Alexandra X. am 30.07.2014 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Neuen Mann holen

    Es ist sicher besser für das Kind, wenn die Eltern mehr Geld haben. Wenn du dein Arbeitspensum reduzieren musst, weil du ein Kind hast, dann müsst ihr mit Kind mit noch weniger Geld auskommen. Wahrscheinlich müsstet ihr staatliche Ergänzungsleitungen in Anspruch nehmen. Dafür würden dann wahrscheinlich auch die Steuern wegfallen. Warum suchst du dir nicht einen netten Mann, der etwas erreicht hat oder erreichen will und mehr Geld verdient. Das macht alles einfacher.

  • Maria Meier am 30.07.2014 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Von nichts kommt nichts

    Wieder mal dies Frauen.... Selber nichts leisten wollen, nur Hausfrau und Mutter spielen und selber keine Leistung erbringen, die eine Verbesserung des Lebensstandards beträgt. Wenn sie ihre Situation verbessern will, sollte sie nicht so dumm sein und sich auf einen Mann verlassen, sondern selber aktiv werden und sich aus-/weiterbilden!

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Bruno Wermuth ist Einzel-, Paar- und Sexualberater mit eigener Praxis in Bern und Zürich. Als «Doktor Sex» beantwortet er einmal wöchentlich eine Frage zu den Themen Beziehung, Liebe und Sex. www.brunowermuth.ch


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