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09. April 2014 19:19; Akt: 17.04.2014 13:33 Print

Die «Adler» von Key West

Auf den Strassen von Key West haben sie immer Vortritt. Die Rede ist von den freilaufenden Hühnern und Hähnen, die frei durch die Gassen und Hinterhöfe stolzieren.

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Wurden im alten Ägypten Katzen als heilige Tiere verehrt, scheinen es die Einwohner von Key West mit Hühnern das Gleiche zu tun. Überall auf den Strassen stolziert und flattert das Federvieh herum. Bunte Hähne und Hennen, gefolgt von winzigen Küken schlängeln sich durch den Verkehr und durch Strassencafés in der ganzen Stadt. Die Bewohner nennen sie «Gypsy Chickens» (Zigeuner-Hühner) und «Eagles of Key West» (Adler von Key West).

Hühner gab es schon immer in Key West, heisst es. Als die Einwohner vor vielen Jahrzehnten aufhörten, die Tiere als Sonntagsessen zu verkochen, gewannen zahlreiche Tiere in den Hinterhöfen ihre Freiheit. Andere Hähne wurden nach dem Verbot der Hahnenkämpfe – an denen auch der Schriftsteller Ernest Hemingway teilgenommen haben soll – freigelassen.

Seither bevölkern sie die Strassen und sind eine Art Metapher für die Stadt. Sie sind Teil der Geschichte, bunt, wild, ein wenig laut und ab und zu auch etwas nervig. Doch an die Gurgel darf man den gefiederten Tieren nicht. Ein strenges Gesetz zum Erhalt der Vogelwelt garantiert ihnen absoluten Schutz. Etwas eingedämmt wurde die Population trotzdem: Im Jahr 2004 waren so viele Tiere auf den Strassen, dass die Stadt einen Hühnerfänger anstellen musste, um die Anzahl zu reduzieren.

(tob)

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