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Samoa

07. Januar 2014 10:03; Akt: 28.04.2014 17:31 Print

«Leg deine Uhr ab, von jetzt an gilt Insel-Zeit»

Touristische Infrastruktur gibt es auf Samoa kaum. Genau das macht den Reiz der Inseln im Südpazifik aus.

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Seit zwei Jahren gehört Samoa zu den Ländern, die als erste das neue Jahr begrüssen. Der kleine Inselstaat im Südpazifik liess den 30. Dezember 2011 ausfallen und hüpfte über die Datumsgrenze, um sich mit seinen wichtigsten Handelspartnern Australien und Neuseeland in der gleichen Zeitzone zu befinden. Rund um den Globus war Samoa für einmal in den Schlagzeilen. Davor und danach hörte man nicht viel vom anderen Ende der Welt, wo die Zeit sowieso anders läuft.

Hier zahlt man direkt beim Häuptling

«Leg deine Uhr ab, ab jetzt gilt Insel-Zeit», sagt Guide Anthony zur Begrüssung. Von Pünktlichkeit halten die Samoaner nicht viel. Ausser es spielt die Polizeiband, die jeden Morgen um 8.45 Uhr ihren grossen Auftritt hat, eines der wenigen Überbleibsel aus der deutschen Kolonialzeit. 1962 wurde Samoa von den Neuseeländern in die Unabhängigkeit entlassen, wobei es sich nur um Westsamoa mit den beiden Inseln Savai'i und Upolu handelte. Die weiter östlich gelegenen Inseln stehen bis heute unter der Hoheit der USA. West-Samoa war das erste politisch selbstständige Land im Pazifik.
Lange behielten die stolzen, traditionsbewussten Samoaner ihre Strände für sich. «Eigentlichen Tourismus gibt es erst seit circa 15 Jahren», sagt Anthony. Auch heute noch gibt es in Samoa kaum touristische Infrastruktur. Und genau das ist es, was den Reiz dieser Inseln ausmacht. Am besten entdeckt man sie mit dem Mietauto. Die Dörfer, die man dabei passiert, sind nach dem Häuptlingssystem organisiert. Ihre Sitzungen halten die Bewohner in grossen offenen Pavillons ab, die gleichzeitig als gut gelüftetes Wohnzimmer dienen.

Wasserfälle und endlose Strände

Bunte Schilder und Wegweiser machen auf die verschiedenen Attraktionen aufmerksam. Wer anhält, wird mit einem herzlichen «Talofa!» begrüsst. Die wenigen Tala Eintritt drückt man direkt einem der Dorfältesten in die Hand, die im schattigen Bungalow auf Besucher warten. So vertreibt man sich den Tag zwischen Wasserfällen, Natur-Rutschbahnen, Wasserfontänen, Lavafeldern und mit Wasserschildkrötenfüttern und erfrischt sich zwischendurch mit einer Kokosnuss, die auf dem Markt oder am Strassenrand angeboten wird.

Im Gegensatz zu anderen Südseeparadiesen schotten sich hier die Honeymooner nicht in Fünfsterne-Komplexen ab. Internationale Hotelketten gibt es keine, das Luxusangebot ist verschwindend klein. Touristen übernachten in so genannten Beach Fales. Die Strandbungalows variieren in der Ausstattung und sind schon ab circa 50 Franken pro Nacht erhältlich. Dafür gibt es ein Bett, ein Moskitonetz, direkten Blick auf das Meer, eine angenehme Brise - und das Gefühl, im Paradies angekommen zu sein.

(sei)

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