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Vanabundos-Blog

13. Oktober 2018 21:33; Akt: 13.10.2018 21:33 Print

«Und wo geht ihr aufs WC?»

von Gabriella Hummel - Unsere bloggenden Camper könnten sich so viel Interessanteres vorstellen. Doch diese eine Frage wird immer gestellt.

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Ich weiss schon: too much information. Aber dass du hier gelandet bist, heisst, es interessiert auch dich. So ein VW-Bus ist ja klein. Und auch wenn er über ein Waschbecken verfügt und allerhand Stauraum, man muss auch mal auf die Toilette – und dann?

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Würdest du gerne mit dem VW-Bus entlang der Panamericana reisen?

Auf unserem Instagram-Account riefen wir kürzlich das grosse Q&A aus, quasi als Wiederbelebung dieses Blogs, der einige Monate pausiert hatte. Viele der eingegangenen Fragen haben wir bereits in verschiedenen Blogartikeln beantwortet:

Wie finanziert ihr das?
Mit 2000 Franken um die Welt reisen
Sich selbstständig machen auf Reisen – geht das?
Galapagos geht auch günstig

Streitet ihr nicht ständig?
24/7 zusammen – wie hält man das als Paar aus?

Ist das nicht gefährlich?
Sind in Zentralamerika wirklich alle kriminell?

Ist es nicht schwierig, auf Reisen vegan zu leben?
Vegan auf Reisen – gar nicht mal so schwer

Die Frage, die wir immer wieder erhalten und aus Pietäts- und Langweiligkeitsgründen nie beantwortet haben, ist: «Wo geht ihr aufs WC?» Da es von solch grossem Interesse zu sein scheint, kommt hier endlich die Antwort: In Lateinamerika gibt es auch Toiletten. Das ist zumindest die kurze Antwort.

Einsame Plätze

Die lange Antwort sieht so aus: Wir haben tatsächlich eine Toilette im Camper! Jedoch sassen wir bis anhin genau nullmal drauf. Das hat damit zu tun, dass die WC-Dichte in den letzten zwei Jahren hoch genug war, ob an Tankstellen, in Cafés oder auf Campingplätzen. Man darf natürlich nicht allzu empfindlich sein und muss oft die eigene Klopapierrolle mit sich führen, aber ansonsten: problemlos. Wir campen auch gern mal wild, was auch den Toilettengang zum wilden Erlebnis macht. Dafür sucht man sich zu Fuss ein einsames Plätzli, vergräbt die Hinterlassenschaften und packt das dreckige Papier schön wieder ein.

Einige unserer Camper-Freunde verfügen über sogenannte pee jars – frei übersetzt: Bisi-Container –, die sie während der Nacht zum Beispiel oder auf der Autobahn im Innern des Campers füllen und sogleich oder am nächsten Morgen im Freien wieder leeren. Wir fanden uns in unseren zwei Jahren unterwegs vielleicht zwei- oder dreimal in solch ausweglosen Situationen wieder, in denen wir uns Bisi-Container herbeisehnten, doch auch sie waren nicht akut genug, um uns dazu zu bringen, welche zu organisieren.

Gewohnheit schlägt Bequemlichkeit

Und was, wenn einer mal krank ist und öfter auf die Toilette muss? Dann mieten wir uns einen Bungalow oder ein Hotelzimmer. Wir sind ja nicht an den Camper gekettet und können frei entscheiden, wo wir übernachten.

Dasselbe gilt für die Dusche. Wir duschen zwar definitiv weniger oft als noch zu Mietwohnungszeiten, aber wir hatten noch nie Probleme, bei Bedarf eine Dusche zu finden. Allermeistens auf Campingplätzen, ab und zu an 24-Stunden-Tankstellen, die in Südamerika oft wahre Luxusgebäude sind, am Strand oder wie vor kurzem in Uyuni (Bolivien) in öffentlichen Duschzentren für einen Franken pro 15 Minuten Warmwasser. Übrigens verfügt unser Camper auch über eine Aussendusche, die wir ebenfalls nur selten nutzen, da Duschen wie Toiletten keine Seltenheit sind.

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