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Great Ocean Road

14. September 2013 14:33; Akt: 11.07.2014 10:28 Print

So viel mehr als nur die Zwölf Apostel

von Marlies Seifert - Die weltberühmte Felsformation ist nur eines der Highlights entlang der australischen Küstenstrasse. Besonders am Cape Otway lohnt sich ein längerer Halt.

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Über 200 Schiffe gingen rund um Cape Otway unter. Der Anker der Eric the Red kann bei Ebbe besichtigt werden. Eine Wanderung führt durch den Busch und Küstenwege bis zu Point Franklin, wo das Schiffswrack-Überbleibsel liegt. Drei Stunden benötigt man für die Strecke vom Cape Otway Leuchtturm bis zum Strand und zurück. Die Route ist Teil des Great Ocean Walk, der von Apollo Bay via Cape Otway bis zu den 12 Aposteln führt. Für die kompletten 104 Kilometer benötigen geübte Wanderer circa acht Tage. Empfehlenswert: ein Stopp im Café, das auf dem Gelände des zweitältesten Leuchtturms Australiens liegt. Die Scones sind ein Traum! Die Manna-Gum-Bäume am Cape Otway sind die Lieblinge der Koalas. Allerdings sterben immer mehr Bäume ab. Zurück bleiben ihre kahlen Skelette. Auf der Strasse zum Leuchtturm sind deshalb zurzeit kaum noch Koalas zu sehen. Sie haben sich etwas weiter ins Inland zurückgezogen. Auf dem Weg zum Bimbi-Park-Campingplatz sieht man sie zum Beispiel noch in grossen Zahlen. Übrigens ein Super-Campingplatz. Vielen Dank für den Leser-Hinweis! Ein wildes Jung-Känguru auf dem Gelände der Great Ocean Eco Lodge in Cape Otway. Shayne Neal und seine Frau Lizzie Corde setzen sich für die vom Aussterben bedrohten ... ... Tiger Quoll - zu Deutsch: Riesenbeutelmarder - ein. Eine lokale Brauerei unterstützt das Engagement mit dem «Spotted Ale», welches dem seltenen Tier gewidmet ist. Mit dem Camper auf der Great Ocean Road. Die Reise führt von Torquay über Apollo Bay und Cape Otway bis zu den Twelve Apostels. Aber der Reihe nach: Am Bells Beach bei Torquay tummeln sich im Sommer die Surfer. Momentan ist es ihnen anscheinend noch etwas zu kalt. Nicht ganz so imposant wie sein grosser Bruder am Cape Otway, aber trotzdem einen Stopp wert: Das Aireys Inlet Lighthouse. Wunderschön: die Erskine Falls in der Nähe von Lorne mitten im Regenwald. Blick auf die Great Ocean Road von Teddy's Lookout nahe Lorne. Mit diesen Problemen schlägt sich der Besitzer des Koala Cove Café in Kennet River rum. Im Shop kann man Vogelfutter kaufen ... ..., um gleich um die Ecke frei lebende Papageien zu füttern. Achtung: Die Viecher kommen in Scharen und machen sich ohne Rücksicht auf Verluste über das Futter her. In Maits Rest kann man einen gemütlichen Spaziergang zwischen Urwaldgiganten machen. Bis jetzt ist zum Glück noch kein Känguru vors Auto gesprungen. Das Highlight jeder Reise auf der Great Ocean Road: Die Twelve Apostels. Doch es gibt noch mehr beeindruckende Felsformationen auf dem Weg nach Warrnambool. Etwa die London Bridge oder ... ... die Bay of Islands. Hier lohnt sich ein Pitstop: Allan Bradford sammelt in seiner kleinen Tankstelle in Port Campbell Nummernschilder aus aller Welt. «Jedes Stück hat seine eigene Geschichte», sagt er - und diese Storys erzählt Allan nur zu gerne. Viel Zeit mitbringen - und ein Nummernschild!

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Klar, jeder will die Zwölf Apostel sehen. Und jeder sollte auch unbedingt ein kitschiges Tourifoto vor der Traumkulisse schiessen. Doch bereits auf dem Weg zur Hauptattraktion bietet sich entlang der 243 Kilometer langen Great Ocean Road manche Gelegenheit für einen Halt. Abgesehen von den zahlreichen Aussichtspunkten - man bekommt von dem Panorama wirklich nicht genug - sorgen Wasserfälle, Wanderungen und wilde Tiere dafür, dass man mindestens zwei Tage benötigt, um der berühmten Küstenstrecke gerecht zu werden. Besonders Cape Otway ist mehr als einen kurzen Zwischenstopp wert: Hier steht der älteste Leuchtturm des australischen Festlands. An den Riffen rund um die Landspitze sind im 19. Jahrhundert über 200 Schiffe zerschellt. Auf einer Wanderung zu den Stränden rund um das Kap sind noch immer Überbleibsel der Wracks zu sehen.

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Die Nationalpark-Wälder am Cape Otway sind insbesondere bekannt für die zahlreichen Koalas, die sich in den Manna-Gum-Trees tummeln. Allerdings sterben die Bäume vermehrt ab. Der Lebensraum der Tiere wird zusehends kleiner und damit auch ihre Nahrungsmöglichkeiten. Gleichzeitig vermehren sich die Koalas sehr schnell. In Australien spricht man schon von einer «Koala-Plage». Shayne Neal und Lizzie Corke wollen der Ursache des Problems auf den Grund gehen. Die beiden Biologen haben vor zehn Jahren das Conservation Ecology Center auf einem 80 Hektar grossen Stück Land erbaut. Die Aufzuchts- und Forschungsstation wird unter anderem querfinanziert durch eine kleine Pension, die Great Ocean Eco Lodge.

Bei einem Rundgang über das Gelände treffen die Gäste neben wilden, aber sehr zutraulichen Kängurus und Baby-Koalas auch auf den vom Aussterben bedrohten Riesenbeutelmarder. «Unternehmen wir nichts, wird es ihn bald nicht mehr geben», sagt Shayne. Das Problem: Keiner kennt das Tier. «Wir müssen das Thema sexyer machen», meint der Tierschützer. Eine lokale Bierbrauerei hat dem Riesenmarder deshalb ein Bier gewidmet. Plüschtiere sind auch schon in Auftrag gegeben. Für die Koalas sind solche Promo-Massnahmen nicht nötig: Auf der Strasse zum Bimbipark-Campingplatz bleiben immer wieder entzückte Touristen stehen, um die süssen Beuteltiere zu fotografieren. Dank dem Engagement von Menschen wie Shayne und Lizzie wird dies hoffentlich noch lange der Fall sein.

Cape Otway ist nur ein Beispiel für ein lohnenswertes Innehalten entlang der Great Ocean Road. Sehen Sie weitere Eindrücke in der Diashow.

Es ist Halbzeit auf unserer Reise von Melbourne nach Adelaide. Sie entscheiden, wie es weitergeht: Soll es weiter entlang der Küste oder auf einen Ausflug ins Gebirge des Grampians-Nationalparks gehen? Stimmen Sie ab!

Die Route dieser Reise-Etappe:


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • groccodillo am 15.09.2013 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    woww

    wow atemberaubend, diese landschaft...

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  • Aussie Girl am 15.09.2013 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    in Erinnerungen

    Schwelge gerade in Erinnerungen an meine Zeit in Australien! Ein wunderschöner Fleck Erde.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aussie Girl am 15.09.2013 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    in Erinnerungen

    Schwelge gerade in Erinnerungen an meine Zeit in Australien! Ein wunderschöner Fleck Erde.

  • groccodillo am 15.09.2013 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    woww

    wow atemberaubend, diese landschaft...

    • Sue am 15.09.2013 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wooww

      Einfach der Hammer!! War selber schon 2mal in Down Under!

    • Märcu Dachser am 16.09.2013 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      In Australien lebt sich einiges besser

      Ich lebe seit 15 Jahren in Australien und würde nie wieder in der Schweiz wohnen wollen. Bessere Politik (nicht links gerichtet), besseres Leben, das nicht hektisch ist ... Machts gut liebe Schweizer, gehe zum Griechen Nachtessen. Bye

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