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Montenegro

09. April 2019 18:39; Akt: 09.04.2019 18:39 Print

Andermatt an der Adria

von Andreas Hauri - Ob am Roten Meer oder am Fuss des Oberalppasses: Der Investor Samih Sawiris lässt bekanntlich bauen, wo es schön ist. Sein neues Projekt führt auf den Balkan.

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Willkommen auf dem Balkan. Die Strasse vom Tivat Airport kündigt das Ferienparadies Montenegro an. Seit der Unabhängigkeit von Serbien 2006 ist der Zwergstaat mit gerade mal 650'000 Einwohnern zum neuen Geheimfavoriten in Sachen Ferien und Vergnügen avanciert. «Die schönste Begegnung von Meer und Land» – so hat Lord Byron die Gegend einmal genannt. Der alte Meister sollte recht behalten. Im Bild: das Tivatbecken, auch Bucht von Kotor genannt. Wie schön Montenegro ist, ist auch ihm nicht entgangen: Samih Sawiris (62), schweizweit bekannt als Grossinvestor von Andermatt, ist ebenfalls geschäftlich auf dem Balkan zugegen. Und das nicht zu knapp. Sawiris Orascom Holding plant hier an der Küste von Montenegro, ein kleines Meeresstädchen namens Marina zu erbauen. Teile davon stehen bereits an der Lustica Bay. Die Bucht befindet sich direkt an der Adriaküste auf der Halbinsel Lustica. Die Ortschaft soll nicht nur eine Feriendestination sein, sondern zu einer voll funktionierenden Stadt namens Marina Village mit permanenter Bevölkerung, Schulen und einem Spital ausgebaut ­werden. Die Aussicht von Lustica Bay auf das Adriatische Meer. Die zu erwerbenden Wohnungen kommen mit Swimmingpool daher. Das Salzwasser hingegen ist lediglich einen Steinwurf entfernt. Im Bild: ein Wohnzimmer in einem der Apartments, die man kaufen kann. Rund ums Wasser gibt es Restaurants, Boutiquen und Cafés. Disclaimer: Wem das hier etwas geisterhaft vorkommt, dem sei das alte Sprichwort ans Herz gelegt, dass auch Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Leben braucht Zeit: zumindest Sawiris' Orascom Holding sieht hier bald schon ein Gewusel aus Feriengästen und Einheimischen aus dem Nachbardorf an der Promenade flanieren. Marina Village ist derzeit noch in seiner Gründungsphase. Und ja, momentan gibt es da noch etwas Beinfreiheit. Man geniesse, solange man kann. Der Jachthafen von Lustica Bay ist der erste, der in Montenegro seit mehreren Jahrzehnten gebaut wurde. Von den Anlegeplätzen führt ein Weg direkt zur Hauptattraktion, ... ... dem Herzstück von Lustica Bay: The Chedi. Es ist nach dem ­Chedi in Andermatt erst das zweite Luxus­hotel der asiatischen Hotelkette GHM in Europa. Das Hotel verfügt über eine freundliche, mediterrane Einrichtung, ... .... eine lichtdurchflutete Lobby, ... ... und einen Pool, direkt am Wasser. Ein Superior-Zimmer mit Doppelbett gibt es ab 190 Fr. pro Nacht. Licht aus: Lustica Bay bei Nacht. Momentan ist das Vorhaben der Orascom Holding an der Adriaküste noch ein «Work in Progress». Einige Gebäude müssen erst noch gebaut werden. Ausserdem sollen sechs weitere Hotels auf das Chedi folgen sowie ... ... ein 18-Loch-Golfplatz mit Blick aufs Meer, Gleich neben Lustica Bay liegt das 700-Seelen-Dorf Radovici. «Ein Glück, dass es hier endlich wieder Jobs gibt», sagt die Kassiererin im örtlichen Supermarkt. Viele und vor allem junge Leute würden aus dem Ausland zurückkehren, um wieder in ihrer Heimat arbeiten zu können. Allerdings, schiebt sie dann nach, sei man zwischendurch schon etwas erstaunt über die Dimensionen, die dieses Bauvorhaben annehme. Mit Golf habe man ausserdem nichts am Hut – noch nicht.

Zum Thema
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«Andermatt ist keine Herausforderung mehr», sagte Samih Sawiris Anfang 2018. Der ägyptische Grossinvestor, der das Alpenidyll und ehemalige Schweizer Reduit im Kanton Uri in den letzten zehn Jahren zum Luxus- und Ferienort umgepflügt hat, braucht in der Regel nicht lange, um sich mit neuen Aufgaben einzudecken.

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Privat will Sawiris in vier Jahren ein Klavierkonzert mit Orchester geben. Dafür übt der 62-Jährige mithilfe von Klavierlehrern vier bis fünf Stunden am Tag. Und auch unternehmerisch spielt die Musik für Sawiris neuerdings ganz woanders als im Urserental an der Reuss. Seine Orascom Holding ist seit geraumer Zeit im Balkan tätig, an der Küste von Montenegro.

In bester Gesellschaft

Auf der Strasse vom Miniflughafen Tivat in Richtung Luštica Bay kündigen augenfällige, an Masten befestigte Werbetafeln das Grossprojekt an. In Ex-Jugoslawien legen derzeit viele Unternehmen und Holdings aus dem Ausland an. Die Investoren kommen aus Dubai, Katar und Kuwait, um Einkaufszentren, Siedlungs- und Hotelprojekte zu realisieren. Und so ist es in Montenegro nicht unüblich, dass zwischendurch ein Scheich in weissem Gewand und mit rotkarierter Ghutra auf dem Kopf von der Tafel lächelt.

Wir brausen im Wagen an der Bucht von Kotor entlang. Es ist nicht zum Aushalten schön. Die Kulisse: majestätische Schwarzberge aus anthrazitfarbenem Fels und Stein, die, kneift man die Augen etwas zusammen, direkt auf das im Sonnenschein funkelnde Wasser treffen. Der Himmel ist schwimmbadblau, die Häuser mit ziegelroten Dächern sind sonnengegerbt und cremefarben. Aus dem Tivatbecken vor uns ragt die grüne Insel Školj hervor, auch Sankt- Markus-Insel genannt.

Sportliche Pionierarbeit

Nach etwa 20 Minuten Fahrt hebt der Chauffeur den Arm und zeigt auf einen grünen Hügel vor uns. «Hier kommt der Golfplatz hin.» 18 Loch mit Blick aufs Meer, der Spatenstich liegt bei unserem Besuch im September in greifbarer Nähe. Das Vorhaben hat Pionierstatus, es soll der erste Golfplatz in dem kleinen Balkanstaat werden.

Wir erreichen Luštica, eine gebirgige und buchtenreiche Halbinsel, New-Andermatt, Sawiris-Land. Noch einmal tuckern wir über einen Hügel, und nichts als das blaue, weite Wunder tut sich vor uns auf. Meer, so weit das Auge reicht.

Eine Stadt soll entstehen

Meer und mehr. Orascom hat hier Grosses vor. Und dafür bestimmt nicht den schlechtesten Platz gewählt. Tausende von Hektaren hat die Holding hier aus dem Felsen schlagen lassen, um nicht nur dieser Bucht, sondern der ganzen Region Leben einzuhauchen.

Ein Jachthafen, sieben Hotels, Cafés, diverse Restaurants, Bars und Boutiquen, öffentliche Plätze, Schulen, ein Spital, Einkaufszentren, Privatwohnungen und Häuser sollen hier realisiert werden. Kurzum: Es soll ein kleines Städtchen entstehen. Noch allerdings ist es ein Feriendorf mit Sicht aufs Meer. Doch die Hauptattraktion steht schon. Das Hotel The Chedi wurde im August eröffnet.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Giowanni Di Soletta am 09.04.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld kauft dort alles

    Na ja so Super ist das nicht, schade das dort mit Geld alles zu haben ist. Die Verlierer sind die Einheimischen, den das Land wird unbezahlbar. Es ist wirklich schade, aber dort wird ein Stück unberührter Natur, im Sinne Olivenhaine und naturnaher Landwirtschaft zerstört.

  • Larissa Weber am 10.04.2019 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    HotSummer

    Montenegro kann ich nur empfehlen, die Stadt Herceg Novi müsst ihr sehen!

  • Typhoeus am 10.04.2019 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Montenegro ein weiteres

    Juwel an der Adria, erreichbar aus der Luft oder per Fähre.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • komet am 11.04.2019 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    ich Reise nicht mehr. Mein Beitrag zum Umweltschutz

    • Marco am 13.04.2019 10:53 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Geniesst all die schönen Orte die die Welt zu bieten hat vom Sofa aus. Naja jeder muss es selber wissen.

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  • Mexx am 10.04.2019 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Montenegro, Crna Gora

    Für das Land ist es sicher ein grosses Kompliment, als so schön anerkannt zu werden. Jedes Jahr gehe ich nach Montenegro und finde es jedes Mal atemberaubend! Eigentlich ist es eine zweite Schweiz mit Meer und viel weniger Bevölkerung. Mal sehen wie sich das Projekt entwickelt. :)

  • Gustav am 10.04.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Warum den Weg auf sich nehmen?

    Warum in die Ferne schweifen, wenn Montenegro direkt vor der Haustüre liegt?

  • Larissa Weber am 10.04.2019 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    HotSummer

    Montenegro kann ich nur empfehlen, die Stadt Herceg Novi müsst ihr sehen!

  • Typhoeus am 10.04.2019 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Montenegro ein weiteres

    Juwel an der Adria, erreichbar aus der Luft oder per Fähre.

    • Gustav am 10.04.2019 15:30 Report Diesen Beitrag melden

      Juwel? Naja.. Backstein vielleicht

      Ein Juwel ist für mich ein Diamant, Rubin, Smaragd, Saphir. Wenn dieser Ort ein Juwel wäre, warum lebt dann halb Montenegro in Westeuropa? Könnt ihr mal mit dieser ewigen Werbung aufhören?

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