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Südsee

07. Januar 2015 11:40; Akt: 07.01.2015 11:40 Print

Barfuss den Sinn des Lebens suchen

von Marlies Seifert - Fidschi ist das Backpacker-Paradies schlechthin. Trotzdem bleiben manche nach dem Besuch der Trauminseln enttäuscht.

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«Und wie lange bist du schon unterwegs?» Das ist wohl die Frage, die einem auf Fidschi am häufigsten gestellt wird – in der Regel von anderen Reisenden. Für die meisten sind die Inseln im Südpazifik ein Stopp auf einer längeren Weltreise, für viele sogar der krönende Abschluss.

Alles, was das Backpacker-Herz begehrt

Dementsprechend gut ist man auf die Bedürfnisse der Backpacker eingestellt: Fallschirmspringen, Abseilen am Fels, Schnorcheln mit Mantas – kaum ein Erlebnis, das nicht grossflächig beworben wird. Mit dem sogenannten Bula-Pass wird auch das Insel­hüpfen kinderleicht: Während ein, zwei oder drei Wochen kann man zum Fixpreis gemütlich mit dem Highspeed-­Katamaran zwischen über 30 Lodges in der Yasawa-Inselgruppe hin und her reisen. Auf den Inseln wird jeder mit einer Kava-Zeremonie begrüsst. Im Hostel im Ausgangsort Nadi setzen sich manche Rucksackreisende einen ganzen Abend lang in den Kreis und schlürfen den leicht berauschenden Wurzeltrank.

Bettwanzen und Mangopflücken

Auch auf Weltreisende, die hinter die Kulissen des Paradieses blicken und ihre Zeit mit etwas Sinnvollem verbringen möchten, sind die Veranstalter vorbereitet: Von Barefoot Island im Norden des Archipels aus werden eine Schule sowie Projekte zur Strom- und Wasserversorgung auf der Nach­bar­insel Naviti unterstützt. Zudem haben Freiwillige die Möglichkeit, den Meeresbiologen vor Ort zu assistieren. Nach getaner Arbeit – Baby-Riesenmuscheln mit der Zahnbürste putzen und Korallen von gefrässigen Dornenkronen-Seesternen befreien – wird beim Abendessen über den Backpacker-Alltag diskutiert: über Bettwanzen und Mangopflücken in Australien – und darüber, dass man den Sinn des Lebens auch nach ­einem Jahr auf Achse noch nicht gefunden hat.

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