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Schreiende Kinder

16. Februar 2018 13:56; Akt: 16.02.2018 14:14 Print

Das können Eltern und genervte Passagiere tun

Kampfzone Flugzeugkabine: Elternbloggerin Deborah Lacourrège plädiert für mehr Toleranz auf beiden Seiten und gibt nützliche Tipps.

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Die Wogen gehen hoch: Über 700 Kommentare zum Artikel über schreiende Kinder im Flugzeug gingen ein. Während viele Leser sich auf die Seite der geplagten Mitpassagiere stellen, zeigen andere auch Verständnis für die Gegenseite. «Wir haben selber zwei Kids. Wir können die beiden recht gut einschätzen. Daher verzichten wir auf Langstreckenflüge, bis sie älter sind. Kurzstrecke hat bisher noch zu keinem Geschrei geführt. Und übrigens: Auch die Eltern sind durch schreiende Kinder genervt. Ich tue mir das selber lieber nicht an», meint etwa Patrick Frey. «Man kann nicht von anderen Reisenden erwarten, dass Sie auf einem Langstreckenflug das Geplänkel von Kindern hinnehmen müssen. Im Gegenzug sollten auch Familien fliegen können», gibt Andreas Peter zu bedenken.

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Miteinander reden hilft

Ähnlich sieht dies auch Deborah Lacourrège vom Schweizer Familienblog Mama Rocks: «Toleranz auf beiden Seiten hilft. Als kinderlose Person ist es wichtig zu verstehen, dass es für die Eltern schrecklich ist, ihr Kind weinen zu sehen. Und als Eltern sollte man sich bei Gelegenheit daran zurückerinnern, wie gestresst man präventiv war, wenn man den Platz neben der Mama mit Säugling zugewiesen bekam.»

Lacourrège hat viel Erfahrung im Reisen mit Kindern: «Die Grosse ist bald zweieinhalb Jahre alt. Sie hat schon zwölf Flüge hinter sich gebracht. Wir sind mit ihr auch schon nach Australien gereist, als sie 18 Monate alt war. Ihr erster Flug war im Alter von sechs Monaten nach Nizza. Der Kleine ist drei Monate alt. Mit vier Monaten wird er zum ersten Mal fliegen – und zwar nach Lanzarote.»

Wenns nicht geht, gibts immer noch Auto und Zug

Eltern mit schreienden Kindern empfiehlt sie, das Gespräch mit den Mitreisenden zu suchen. «So entsteht nicht der Eindruck, dass ihr als Eltern nichts dafür tut, euer Kind zu beruhigen. Aus Erfahrung kann ich sagen: Man trifft auf viel mehr Verständnis als eigentlich gedacht. Denn viele Passagiere hatten auch mal kleine Kinder.» Mitpassagieren rät sie vorzubeugen: «Ohropax und Noise-Cancelling-Kopfhörer helfen nicht nur gegen Babygeschrei, sondern auch gegen schmatzende und schnarchende Mitbewohner.» Auch hier ist Kommunikation zur Deeskalation wichtig: «Drücken Sie ihre Bedürfnisse aus. Nur schon ein verständnisvoller Blick kann die Situation entspannen. Und wenn es hart auf hart kommt: Sprechen Sie mit der Crew. Wenn das Flugzeug nicht ausgebucht ist, bekommen Sie sicher einen anderen Platz.»

Reagiert das Kind trotz aller Tricks nicht gut aufs Fliegen, müssen Eltern laut Lacourrège halt die Konsequenzen ziehen: «Wenn der Flug ein einziges Martyrium für Kind und Eltern ist, würde ich darauf verzichten. Es gibt schliesslich auch schöne Destinationen, die mit dem Auto oder dem Zug erreichbar sind. Die Kinder werden so schnell gross und mit zunehmendem Alter wird auch das Reisen einfacher.»

Sehen Sie in der Bildstrecke fünf nützliche Tipps fürs Fliegen mit Kindern.

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marianne am 16.02.2018 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Egotripp

    .... die Kleine ist 2.5 Jahre alt und hat schon 12 Flüge hinter sich ... sie war schon in Australien. Momoll - ich glaube, jeder weitere Kommentar erübrigt sich hier. Moderne Familien wollen ALLES und zwar JETZT.

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  • Julia am 16.02.2018 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unbegreiflich und X-trem nervend

    Ich kann bis heute nicht verstehen wie manche Eltere ihr Baby auf einen 14 Stunden Flug in der Holzklasse bei trockenstickiger Luft mitnehmen können.

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  • Mr. Right am 16.02.2018 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Auto

    Kann mir mal jemand mal erklären, was kleine Kinder auf einem Langstreckenflug zu suchen haben? Ich würde das meinen Kindern nie antun. Bis zum Mittelmeer hat man mit dem Auto knapp 4 Stunden...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacme am 19.02.2018 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschrei ist das eine...

    Auf dem letzten Flug wechselten die Eltern ihrem Kind die total verschissende Windel direkt auf dem Sitz. Der Gestank war sehr übel und einfach schnell durchlüften liegt ja nicht drin. Dabei sassen die Eltern in der ersten Reihe der Eco, unmittelbar neben den Toiletten inkl. Wickeltisch. Und da wundern sich manche über das schwindende Verständnis.

  • Mark markus am 16.02.2018 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Intolerante Schweiz

    Wenn ich die Kommentare hier lese wird mir halb schlecht. Die Schweiz wird einfach immer intoleranter und kinderfeindlicher. Ich würd selber auch nicht mit meinen kleinen Kids fliegen um die halbe Welt fliegen. Ausser ca. 1-3h Flugzeit. Weil ich genau weiss wies endet. Und jaaa manchmal lässt sich fliegen halt nicht vermeiden vor allem wenn die halbe Familie um den Erdball verstreut wohnt.

    • Petra Wyler am 18.02.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      Toleranz hat 2 Seiten

      Schon mal darüber nachgedacht? Evtl sollte man aus Toleranz gegenüber seiner Mitmenschen nicht mit einem schreienden Kleinkind fliegen, nur weil man als Eltern tolle Strandferien will. Man könnte übrigens auch die Verwandten zu dich einladen.

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  • Stefan am 16.02.2018 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schiff oder Zug unmöglich

    Bin mit einer Philippinerin verheiratet, Tochter ist jetzt 3 Jahre alt. Wir werden diesen September erstmals in die Philippinen fliegen. Ausserdem kommt auch unsere Verwandschaft aus Neuseeland (mit 2 Kleinkindern) dorthin. Um sie ans Fliegen zu gewöhnen haben wir 3 Flüge gemacht. Nach Paris als Säugling, und 2 als Kleinkind über 2 Jahre. 0 Probleme. Aber: Als 2 Sitzreihen hinter uns ein ca. 5-jähriges Mädchen schon vor dem Start geschrien hat, drehte sich unsere im Sitz um, gähnte sie an und sagte "Shut up". Leider gab es Passagiere die schmunzelten...Musste sie ermahnen, dass das falsch ist.

  • Stefanie am 16.02.2018 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schreien tut gut

    Bei diesem Dämonenkind hätte ich ganz einfach lange und laut zurückgeschrieen. Am besten noch zusammen mit möglichst vielen anderen Passagieren und mit einer vorgängigen Warnung an die Mitpassagiere. Den Spiegel vorhalten wirkt oft Wunder. Und wie heisst es so schön: Um ein Kind zu machen braucht es nur zwei, um ein Kind zu erziehen ein ganzes Dorf resp. in diesem Fall halt eine ganze Flugzeugbesatzung...

  • Frequent Traveler am 16.02.2018 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Relax

    Guys, schon mal in Betracht gezogen, dass Familien über Kontinente hinweg umziehen müssen, Verwandte besuchen (e.g. Eltern), die einen Langstreckenflug entfernt wohnen etc.? Transport heißt Bewegung heißt Energie heißt Aktivität. Findet Euch einfach mal damit ab, dass Erholung nicht aufm Flieger stattfindet und ein paar Minuten ein weinendes Kind oder Baby zu hören nicht das Ende der Welt bedeutet. Relax Schweizer Flugreisender, relax!

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