Reisen

Auf der Suche nach Inspirationen für Ihre nächsten Ferien oder Ideen für den geplanten Kurztrip?

 

Klicken Sie auf die interaktive Weltkarte!

Zur interaktiven Karte

Montenegro

10. April 2019 16:33; Akt: 10.04.2019 16:33 Print

Zwei Schönheiten an einer Bucht

von Andreas Hauri - Hier das historisch bedeutsame Kotor, da das kleine Perast mit seinen Klosterinseln. Zwei Orte mit einer Extraportion Charme.

Bildstrecke im Grossformat »
Willkommen an der Adria, willkommen in Montenegro! Auf dem Wasser steuern wir gerade die schnucklige Ortschaft Perast an der Bucht von Kotor an. Und von weitem grüsst ... ... der Kirchturm der Sankt-Nikolai-Kirche. Was in den 1960er-Jahren noch als Ruinenstadt bekannt war, glänzt heute stolz im Sonnenlicht. Gestatten, die Piazza von Perast. Seefahrer-Nerds, aufgepasst: Wer für die Nautik schwärmt, dem sei an dieser Stelle ein Abstecher ins Heimatmuseum Palata Bojovic empfohlen. Ein grosser, barocker Bau mit rotem Dach, den man nicht verfehlen kann. Zum Stolz der knapp 300 Bewohnen von Perast zählt unter anderem die Insel Gospa od Skrplja (auf Deutsch: Maria vom Felsen). Die Insel ist ein künstliches Eiland, das dank eines Unterwasser-Gesteinsmassivs und den Überresten gesunkener Schiffe entstanden ist. Das Gotteshaus wurde bereits 1452 errichtet. Früher brachten hier Seefahrer Andenken und hängten diese ans Brett über einer Tür. Heute sind es Hochzeitsgäste, die ein wenig Plunder ans Holz nageln. Und wo man auch hinschaut: Von allen Seiten grüssen die Schwarzberge Montenegros. Neben der Gospa od Skrplja-Insel liegt die Insel Sankt Georg. Sie beheimatet einen Friedhof, ein Benediktinerkloster und ein Dutzend anmutige Zypressen. Die Insel soll dem bedeutenden Schweizer Maler Arnold Böcklin (1827-1901) als Inspiration gedient haben – das zumindest munkelt man an der Uferpromenade von Perast. Und zwar für Böcklins weltberühmtes Gemälde «Die Toteninsel» aus dem Jahr 1883. Die Faktenlage für dieses Gerücht allerdings ist eher dünn. Offenbar soll der Basler Maler nie in Montenegro gewesen sein. Szenenwechsel ... ... wir machen uns auf nach Kotor, der historischen Hafenstadt in der gleichnamigen Bucht. Die Bucht aus der Vogelperspektive. Die alte Handels- und Hafenstadt Kotor. Seit 1979 zählt die Altstadt zum Unesco-Weltkulturerbe. Ein entscheidender Vorteil: Innerhalb der Gemäuer von Kotor gilt ein Fahrverbot. Das lädt zum Schlendern ein. Die ersten Steine wurden hier bereits im 9. Jahrhundert gelegt. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert wuchs Kotor – neben Venedig und Dubrovnik – zu einer der wichtigsten Handelsstädte im Adriatischen Meer heran. Die orthodoxe Kirche ist in Kotor prominent vertreten. Die mittelalterlich anmutende Stadt hat seinen ganz besonderen Reiz. Auch eine katholische Kappelle ist in der Altstadt vertreten. Und auch wenn dieses Bild trügt: Nein, es ist in Kotor mit den Touristen nicht gar so schlimm wie in Dubvronik. In den vielwinkligen Gassen gibt es allerlei schöne kleine Plätze zum Verweilen. Fischliebhaber kommen in den Restaurants von Kotor auf ihre Kosten. Hier eine Beiz im Seefahrer-Stil. Die vielen Gässchen laden beim Verdauungsspaziergang zum Abkühlen ein. Im 15. Jahrhundert erschlossen die Venezianer diese mediterrane Handels- und Hafenstadt. Ascona auf dem Balkan. Hat doch was, oder? In Kotor gibt es natürlich auch einen Markt mit Blumen und allerlei Spezialitäten der Region, darunter frisches Gemüse, Räucherwürste, Fisch, Schafskäse. Kommen wir zu den Promis von Kotor. Die Vierbeiner sind die bekanntesten Bewohner des Städtchens ... ... und omnipräsent. Am liebsten legen sie sich zum Schlafen in den Schatten.

Fehler gesehen?

Während unser Motorboot langsam über das dunkelblaue montenegrinische Meer tuckert, ragt der stolze Kirchturm der Sankt-Nikolaus-Kirche aus den Umrissen der immer näherkommenden Ortschaft hervor. 55 Meter aufeinandergetürmter Stein, benachbarte rote Dächer, dazu grünt es ringsum nicht unbescheiden. Und wäre das alles nicht schon Postkartenidylle genug, ragen vor Perast an der Bucht von Kotor noch zwei Inseln samt Kloster und Kapelle aus dem Meer heraus.

Umfrage
Waren Sie schon mal in Montenegro?

Die ständige Wohnbevölkerung zählt hier knapp 300 Männer und Frauen. Die Piazza und die Sankt-Nikolaus-Kirche bilden das Zentrum von Perast, direkt am Wasser säumen Restaurants und Cafés die romantische Uferpromenade.

Seeleute und Hochzeiten

Die etwas höher angesiedelten alten Patrizierhäuser im Grünen gehören zu den Top-Immobilien der Gegend – für die das Portemonnaie naturgemäss etwas dicker sein muss. Den grössten Luxus aber gibt es hier umsonst: Die Landspitze, auf der Perast steht, ragt in die Bucht hinein, was der Ortschaft eine deutlich längere Sonnenscheindauer als den umliegenden Orten beschert.

Zum Stolz der Bewohner von Perast zählen die beiden Inseln – Gospa od Skrplja (deutsch Maria vom Felsen) und die Sankt-Georg-Insel. Erstere ist ein künstliches Eiland, das durch ein Gesteinsmassiv und den Überresten gesunkener Schiffe entstanden ist.

Die Legende um Arnold Böcklin

Das Klösterchen und die Kapelle der Insel böten fraglos Hand für einen Piratenfilm. Begibt man sich ins Gotteshaus, glaubt man noch immer, das Silber der Seemänner rasseln zu hören, die hier wohl ein- und ausgegangen sein müssen. Allerdings werden hier heutzutage nur noch die Häfen der Ehe angesteuert. Die Insel gehört zu den beliebtesten Trauorten Montenegros.

Die etwas grössere Sankt-Georg-Insel nebenan beheimatet ein Benediktinerkloster und einen Friedhof. Das mythisch anmutenden Eiland mit Zypressenbestand und einem Schutzwall aus sandigem Stein soll Vorbild für das weltberühmte Gemälde die Toteninsel des Schweizer Malers Arnold Böcklin († 1901) gewesen sein. So zumindest behauptet es unsere Reiseführerin und so ziemlich jeder, den man in Perast danach fragt. Nicht untypisch für Legenden fällt die Faktenlage diesbezüglich allerdings eher dünn aus.

Die Katzen von Kotor

Nächster Halt: Kotor. Das vielwinklige Gassengewirr der berühmten Altstadt von Kotor hat einen entscheidenden Vorteil – Fahrverbot. Das Fussvolk muss den Geschäften folglich im Schlendergang nachgehen. Die mittelalterlich anmutende Altstadt mit ihren vielen Gässchen und Plätzen macht Kotor zur vermutlich schönsten Stadt Montenegros.

Die ersten Steine wurden hier bereits im 9. Jahrhundert gelegt. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert wuchs Kotor – neben Venedig und Dubrovnik – zu einer der wichtigsten Handelsstädten im Adriatischen Meer heran. Der Handel ist heute zwar längst passé, dafür legen heute in der gleichnamigen Bucht Kreuzfahrtschiffe und Speedboats mit Touristen an.

Wer durch Kotor wandert, wird zwangsläufig mit den miauenden Vierbeinern, den Katzen Kotors, Bekanntschaft machen. Sie leben auf der Strasse, in leerstehenden Häusern und Nischen im Altstadtgemäuer. Und längst sind die Strassentiger zum Symbol der Ortschaft geworden. Dank ihres putzigen Aussehens werden sie grosszügig gefüttert und gestreichelt – und daran wird sich in Kotor so schnell nichts ändern.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger am 10.04.2019 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Montenegro ist wunderschön, kann ich jedem empfehlen speziell Budva, Becici.

  • Typhoeus am 10.04.2019 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kotor, romantisch

    und von berauschender Schönheit, so war es jedenfalls vor 50 Jahren unter Titos Regime. Heute ist es das St. Tropez der Adria.

    einklappen einklappen
  • marko 34 am 10.04.2019 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Montenegro Ferien wert!

    Ich wünschte mir Schweizer Würden sich mehr für Montenegro interessieren Es ist wörtlich ein heimische Ferien Ort Ich selbst komme ursprünglich aus Montenegro Ort Podgorica bin doppelt Bürger Ich empfehle Budva Kotor und Tivat

Die neusten Leser-Kommentare

  • Xylofon am 11.04.2019 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Wenn ich die zwei Kreuzfahrtschiffe auf dem Foto sehe, weiss ich schon, dass ich da nicht hin muss.

  • Typhoeus am 10.04.2019 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kotor, romantisch

    und von berauschender Schönheit, so war es jedenfalls vor 50 Jahren unter Titos Regime. Heute ist es das St. Tropez der Adria.

    • Peter Keller am 11.04.2019 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Typhoeus

      Nur nicht wenn gerade ein Kreuzfahtschiff da ist. Heuto schon überlaufen. War vor10 Jahren viel besser!!!

    einklappen einklappen
  • R.Eisender am 10.04.2019 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Must be

    Einfach nur wunderschön und jederzeit einen Besuch wert !!!

  • Boobs am 10.04.2019 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schönes Landschaft

    Wow, echt schöne Bilder.

  • Meck Hofstetter am 10.04.2019 20:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klein aber fein

    Einfach ein super tolles Land, kann ich nur empfehlen :)

Traumreisen
bis zu 70% günstiger
Melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse kostenlos bei Secret Escapes an!
Jetzt entdecken