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Patagonien

13. November 2019 19:34; Akt: 18.11.2019 10:49 Print

Diese Königspinguin-Kolonie hat sich verirrt

von G. Alvarez-Hummel - Königspinguine existierten bisher lediglich in der Antarktis und im Zoo. Nun lebt in Chile eine Kolonie, die man selbstständig besuchen kann.

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Es ist eine aufwendige Reise, die Pinguinliebhaber und Wildlife-Fans bis anhin antreten mussten, wenn sie den zweitgrössten Pinguin der Welt, den Königspinguin, fast hautnah und ausserhalb eines Zoos erleben wollten. Sie mussten in die Antarktis reisen, nach Südgeorgien oder auf die Falklandinseln. Das ist vor allem teuer: Diese abgelegenen Orte lassen sich nämlich nur an Bord eines Expeditionsschiffes besuchen.

Auf dem Patagonien-Roadtrip

Seit einigen Jahren aber existiert eine neue Möglichkeit, um Königspinguine in freier Wildbahn zu beobachten. Und sie ist fast komplett auf dem Landweg zu erreichen (samt einer kurzen Fahrt mit der Autofähre vom Fest- nach Feuerland): die Königspinguin-Kolonie der Bahía Inútil, ganz im Süden von Chile. Die Region heisst Patagonien, die Insel Feuerland.

Natürlich, Feuerland befindet sich auch nicht gerade ums Eck. Aber wer ohnehin auf einem Roadtrip durch Patagonien unterwegs ist, kann sich hiermit eine weitere vorzügliche Destination für die Planung notieren.

Die nutzlose Bucht

Wie aber kamen die Königspinguine nach Chile? Biologen würden sagen: Königspinguine waren eigentlich schon immer da, dies zeigt auch ihr lateinischer Name: Aptenodytes patagonicus. Bloss in letzter Zeit nicht. Knochenfunde deuten darauf hin, dass Kolonien dieser grossen Pinguinart bereits seit Jahrhunderten auf Feuerland lebten.

In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder einzelne verirrte Königspinguine in Patagonien gesichtet. Aber erst 2010 siedelte sich eine Gruppe in der Bahía Inútil an. Warum? Das kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht kamen sie bei einem Sturm vom Kurs ab, vielleicht folgten sie Fischschwärmen.

Ironischerweise bedeutet der Name der Königspinguin-Meeresbucht an der Magellanstrasse «nutzlose Bucht». Dies, weil sie für das Anlegen von Schiffen ungeeignet ist und keinen Schutz bietet. Für die Königspinguine ist sie alles andere als unnütz. Die Kolonie zählt heute etwa 90 Individuen.

Der Parque Pingüino Rey

Ein Jahr, nachdem sich die Pinguine niedergelassen hatten, wurde zum Schutz der Kolonie der Parque Pingüino Rey gegründet. Das Ziel: ihnen ein so natürliches Leben wie nur möglich zu ermöglichen. Für Besucher heisst das: Abstand halten. Die Wege sind klar markiert, beobachtet wird durch Schlitze in grossflächigen Holzwänden.

Nichtsdestotrotz: An diesem abgeschiedenen Ort die einzigen wild lebenden Königspinguine ausserhalb der Antarktis zu beobachten, ist schlicht grandios.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicht Greta am 14.11.2019 21:56 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Königspinguine haben sich nicht...

    ...verirrt. Sie suchen nur nach neuem Territorium, weil sie intuitiv wissen, dass es bald kälter wird auf dieser Erde...

  • Falklandexpert am 14.11.2019 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Super recherchiert!

    Diese abgelegenen Orte lassen sich nämlich nur an Bord eines Expeditionsschiffes besuchen. Gut recherchiert! Auf die Falklandinseln kommt man mit einem Linienflug der LATAM!

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  • hier und jetzt am 14.11.2019 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    klimawandel

    war da nicht erst ein artikel in dem man behauptet das pinguine wegen des "Klimawandels" bedroht seien. hier der beweis dass diese ganz gut auch ohne Permafrost überleben. baer hauptsache den weltuntergang in namen des klimawandels an die wand malen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 17.11.2019 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    starke Kommentare

    1.) Feuerland ungleich Falkland.... 2.) Was haben Pinguine jetzt noch einmal genau mit Permafrost zu tun? Der Permafrost hilft wohl eher den Menschen in den Berggebieten, denen sonst der ganze Berg auf den Kopf fällt. 3.) Pinguine reisen nicht der Temperatur hinterher. Primär richten sie sich nach Nahrungsquellen und ihrer eigenen Brutstelle.

  • Hemp am 17.11.2019 10:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wissen?

    naja... In der Arktis fressen Pinguine Fische/Krill, welche sich von Algen ernähren, welche unter den riesigen Eisplatten wachsen... somit gibt es ohne Eis auch diese Algen nicht, somit keine Futter-Fische/Krill für Pinguine und Seehunde... Aber klar... kein Problem für die Tiere.... -.- (ausserdem sind 90 Tiere eine sehr kleine Kolonie, normal sind tausende) Soviel Gelaber hier bezüglich Klimawandel... Dabei muss man nur mal Naturforschern zuhören, die befassen sich mit der Realität!

    • Dani B. am 18.11.2019 01:53 Report Diesen Beitrag melden

      Hallo Hemp! "Wissen"

      In der Arktis gibt es keine Pinguine.

    • Hemp am 18.11.2019 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dani B.

      meinte auch die Antarktis... Trotzdem stimmt der Rest von dem was ich geschrieben habe...

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  • Fackland am 17.11.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Pinguine in Davos

    Mal schauen ob es Subventionen aus Bern gibt. Und wer die Atlantik-Schlepper sind. Klimakranke Westgemeinde.

  • 675r am 16.11.2019 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Parque Pinguino Rey

    Youtube Itchy Boots S2 Eps 19

  • Rolando am 16.11.2019 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Evolution?

    Die Natur und die Tierwelt passt sich an.