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Luxus-Camping

14. August 2019 14:48; Akt: 16.08.2019 11:35 Print

Zu Gast im Glamping-Dorf in Laax

von Laura Hüttenmoser - Duvet und Dreigänger statt Schlafsack und Gaskocher: 20 Minuten hat das temporäre Glamping-Dorf bei Laax getestet.

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Auf der Alp Plaun oberhalb von Laax betreibt der Campinganbieter TCS ein «Pop-up-Glamping-Dorf» mit 20 Schlaf- und zwei Gemeinschaftszelten. Bis zum 29. September übernachten Gäste auf 1620 Metern über Meer mit deutlich mehr Komfort als beim üblichen Camping. Die 25 Quadratmeter grossen Zelte bieten genug Platz, um zu stehen und sich zu bewegen. Camping-Ausrüstung braucht man nicht mitzunehmen, die Zelte sind ausgestattet wie Hotelzimmer und liebevoll eingerichtet. Weil sie kreisförmig aufgestellt sind, hat man von jedem Zelt freie Sicht auf die Alp Plaun. Nachts herrscht auf der Alp absolute Stille. Die Frühstücksbox enthält verschiedene Brötchen, Konfitüre, Joghurt, Salami, Käse und Getränke. Das Geschirr besteht aus Emaille und die Behälter aus Glas, damit alles wiederverwendet werden kann. Abends bedienen wir uns erst am Salatbuffet, ... ... und stellen uns mit den anderen Gästen in die Raclette-Schlange. Campingleiter Florian Engl schabt den geschmolzenen Käse direkt vom halben Laib auf die Teller. Nach einem aktiven Tag in den Bergen schmeckt das Raclette besonders gut. Allerdings kann die Wartezeit zwischen den Portionen die Geduld hungriger Gäste strapazieren. Und das erwartete Käse-Koma fällt aus: nach fünf Portionen sind sowohl die Kartoffeln als auch der Käse zu Ende. Zwar sind wir gut gesättigt, hätten aber durchaus gerne ein bisschen über den Hunger gegessen. Nach dem Znacht sammeln sich die Gäste um die Feuerstelle und grillieren Marshmallows. Tagsüber sind die meisten unterwegs, gegen 18 Uhr trifft man sich beim Gemeinschaftszelt zum Apéro und anschliessendem Znacht. Am gemeinsamen Tisch oder rund um die Feuerstelle kommt man schnell ins Gespräch. Die meisten Gäste sind aus der Deutschschweiz, dem Tessin und der Romandie – ein munterer Mix aus allen Landessprachen wird gesprochen. Nachtruhe ist um 22 Uhr, wenn sich die meisten aber ohnehin ins Zelt zurückziehen. Wir haben die Wanderschuhe zu Hause gelassen und machen einen Spaziergang zur Alp Nagens, ... ... vorbei an Wäldern, Blumenwiesen und Kuhweiden. In der Bergbeiz Stalla kehren wir für einen Zwischenstopp ein und geniessen das fantastische Panorama der Bündner Bergwelt und Schweizer Spezialitäten. Am zweiten Tag besuchen wir einen der Bilderbuch-Seen der Region, den türkisgrünen Caumasee. Trotz Insta-Hype hält sich der Besucherandrang angenehm in Grenzen, der Sprung ins kalte Wasser braucht Überwindung, ist bei den 26 Grad aber herrlich erfrischend.

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Bett & Bad

Die 25 Quadratmeter grossen Zelte sind heimelig eingerichtet und vergleichbar mit einem kleinen Hotelzimmer. Sie sind unter anderem ausgestattet mit Warmluftheizern, da es nachts sehr kalt wird auf der Alp. 10 Minuten einheizen reicht, dann kuschelt man sich unter die schwere, warme Bettdecke und lauscht der absoluten Stille. Morgens wird man geweckt von der Sonne, Kuhglockengebimmel oder Murmeltieren, die auf der Alp leben und zuweilen Alarm schlagen. Jedes Zelt verfügt über ein «Kompostoi», eine umweltfreundliche Holztoilette, für eine heisse Dusche geht man zum Gemeinschaftsbereich auf dem Gelände.

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Essen und Trinken

Das Frühstück wartet morgens direkt vor dem Zelt in Form einer reich gefüllten Box. Ebenfalls im Preis inbegriffen ist ein «Drei-Gang-Nachtessen mit regionalen Leckerbissen», wobei das Menü je nach Abend variiert. Bei unserem Besuch gibt es zur Vorspeise Salat vom Selbstbedienungsbuffet und anschliessend Raclette – ein tolles Wohlfühlessen an einem kalten Abend, das allerdings nach 5 Portionen ausgegangen ist. Zum Dessert werden Cremeschnitten und Marshmallows aufgetischt, die man gemütlich mit den anderen Gästen um die Feuerstelle grilliert.

Zwar ist das Essen nicht wie versprochen regional, dafür sind die Getränke aus Graubünden. Wir trinken einen erfrischenden Jeninser Riesling-Sylvaner, der gut zum Raclette passt. Die Bierauswahl umfasst Calanda Glatsch und Renzo Bier, von Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal.

Die Gäste

Das Angebot richtet sich an Gäste, die zwar die Naturnähe eines Campingausflugs suchen, dennoch nicht auf Komfort verzichten möchten. Bei unserem Besuch war das Camp zu etwa drei Vierteln belegt, der Grossteil der Gäste sind Paare mittleren Alters mit und ohne Kinder.

Aktivitäten

Flims Laax Falera ist vor allem als Skigebiet im Winter bekannt. Im Sommer ist die Region noch nicht ganz so beliebt, dabei eignet sie sich wunderbar zum Wandern, Biken oder Klettern. Am ersten Tag entscheiden wir uns für einen Spaziergang zur Alp Nagens, die ein fantastisches Panorama der Bündner Bergwelt bietet. Den zweiten nutzen wir für eine Abkühlung im wunderschönen, nahegelegenen Caumasee.

Kosten & Infos

Ein Zelt für 1 bis 2 Personen kostet 298 Fr. für eine Nacht oder 490 Fr. für zwei Nächte, wobei das Wochenende etwas teurer ist. Halbpension ist inbegriffen, sowie Wasser, Kaffee und Tee. Zusätzliches Budget muss man einrechnen für alkoholische Getränke, die lokalen Postautos und allfällige Aktivitäten.

Das Glamping-Dorf besteht noch bis zum 29. September 2019. TCS ist zuversichtlich, das Ferienerlebnis auch nächstes Jahr anbieten zu können. Mehr Infos: tcs.ch

Diese Reise erfolgte auf Einladung von TCS Camping, der Flims Laax Falera Management AG und der Gemeinde Laax.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • groggi78 am 14.08.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommastelle...

    Der Preis ist aus meiner Sicht überirdisch für dieses Package

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  • Wucher am 14.08.2019 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    ein Wochenende -

    -500 Stutz. Viel Spass beim pleite gehen. Zu recht.

  • Erbprinz Alois am 14.08.2019 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Standesgemäss

    Zelten bleibt Zelten. Da residiere ich lieber auf meinem Schloss.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hotel Geher am 15.08.2019 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinnig

    Also wenn ich abends fürs Raclette anstehen muss hat das nichts mehr mit Glamping zu tun. Eher was von AllInclusive-Absteige.

  • simon am 15.08.2019 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    camping vs glamping

    300 franken eine nacht? zu dem preis stelle ich mein wohnmobil eine woche hin und hab garantiert mehr luxus :D

  • The Boss am 15.08.2019 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Glamping ist nichts für JEDERMANN

    So, da ich schon vor Ort war und übernachtet habe, möchte ich mal die positiven Seiten erwähnen: Sehr stylische einzigartige Zelte ! Einrichtung der Zelte ist sehr elegant und selbst eine Kaffe Maschine ist vorhanden. Die Kompotois sind eine sehr umweltfreundliche Sache, danke dafür. Das Essen ist individuell und Schweizer Spezialitäten wie Capuns fehlen nicht. Das Team ist immer sehr freundlich und ist stets für den Gast da. Danke an Euch :-) ja und sorry das man mal in den Bergen 15 Min laufen muss zum Camp fürs nächste Jahr TCS, plant doch ein Shuttle ein Es. War TIP TOP BEI EUCH

  • Fanny Roth am 15.08.2019 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee...

    ... aber der Preis ist schon etwas überrissen, schade...

  • Simone Stutz am 15.08.2019 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    300 Stutz - überrissen!

    Dachte beim Lesen, dass ist ja mal eine coole Idee, könnte ich mir überlegen, da ich bald in dieser Gegend bin. Dann kam der Preis.. gaht's no?!?!

    • Mike am 15.08.2019 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Simone Stutz

      150 fr pro Person!!! Mit Essen!!! Es wird niemand gezwungen

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