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Sommerferien der Leser

20. August 2018 18:09; Akt: 20.08.2018 18:09 Print

Wandern in atemberaubender Höhe

Unsere Leser Armando (31) und Sarah (28) erzählen, wie ihnen die Höhe in den peruanischen Anden zu schaffen gemacht hat. Und was beim Akklimatisieren hilft.

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Ausgangspunkt für unsere Reise in die peruanischen Anden ist die Hauptstadt Lima. Der Stadtteil Miraflores macht einen supermodernen und sicheren Eindruck auf uns. In einem komfortablen Bus verlassen wir die grosse, laute Stadt. Während der Fahrt erscheint uns Miraflores sehr surreal. Die omnipräsente Armut mit den unfertigen, einfachsten Häusern bis hoch an die Berggipfel hinterlässt den wirklichen Eindruck vom 10-Millionen-Moloch.

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Nach über acht Stunden kommen wir an unserem Ziel an: Huaraz. Die Stadt in den peruanischen Anden liegt auf 3000 Metern über Meer. Zum Abendessen teilen wir uns eine leckere peruanische Spezialität namens Pachamanca. In einem grossen Topf bekommen wir Bohnen, Kartoffeln, Poulet, Rindfleisch, Mais und Tamal serviert. Tamal ist ein traditionelles mesoamerikanisches Gericht, dabei wird mit Käse, Gemüse und Fleisch gefüllter Maisteig in einem Bananenblatt eingerollt und gedämpft. Geschmack und Konsistenz erinnern an Polenta.

Die berüchtigten Kokablätter

Die nächsten Tage gehen wir zur Akklimatisierung ganz gemütlich an. Die Höhenkrankheit entsteht aufgrund des dünneren Sauerstoffgehalts in der Höhe, weshalb Anstrengungen je weiter oben, je belastender für den Körper sind. Wir kaufen Vorräte für die Wanderungen: Kekse, Wasser, Früchte und zwei Säckchen mit Kokablättern, ein wirkungsvolles Heilmittel sowohl gegen die Höhenkrankheit als auch gegen Magenbeschwerden. Deren Verwendung ist bei den Bergvölkern seit Jahrhunderten üblich. Ein kleiner Bund Kokablätter wird, vorzugsweise ohne Stiel, an die Wangeninnenseite gepresst, wodurch sich ein Grüntee-ähnlicher Geschmack entfaltet.

Wir geniessen das Heilmittel allerdings lieber in Form von Tee. Die Kokablätter werden häufig in Verbindung mit Kokain gebracht. Allerdings haben Kokablätter so viel mit Kokain zu tun wie ein Mohnbrötchen mit Heroin. Wir haben das Gefühl, dass uns die Blätter in der Höhe wirklich geholfen haben.

Wanderung zur Laguna 69

Die Laguna Parón ist der grösste See im Naturschutzgebiet Huascarán und liegt auf 4200 Metern über Meer. Dieser Ausflug ist zur Akklimatisierung sehr empfehlenswert, da mit dem Bus bis zum See gefahren werden kann. Über einen markierten Wanderweg gelangen wir zu einem Aussichtspunkt.

Das Highlight aller Wanderungen im Huascarán-Nationalpark ist aber die Laguna 69. Dafür ist es wirklich zu empfehlen, dass man sich bereits an die Höhe gewöhnt hat. Der Wanderweg beginnt auf 3800 Metern über Meer und wird immer steiler. Während der dreistündigen Wanderung zur Laguna 69 müssen zwei Gipfel passiert werden.

Der anstrengende Teil kommt erst noch ...

Nach der ersten Etappe erreichen wir einen kleinen See. Manch einer könnte sich schon zu früh gefreut haben, dass dies die ersehnte Laguna 69 ist. Denn der Aufstieg in dieser Höhe hat es wirklich in sich. Aber der wirklich anstrengende Teil folgt erst noch. Denn je näher wir der Laguna 69 kommen, desto langsamer werden unsere Schritte. Mit jedem Höhenmeter wird der Regen stärker, unangenehmer und kälter. Nach den quälenden letzten Metern erreichen wir endlich die Laguna 69 auf 4600 Metern.

Unsere dritte und letzte Wanderung im Huascarán-Nationalpark führt hinauf auf 5000 Meter zum Gletscher Pastoruri. Begleitet von leichtem Nieselregen machen wir uns auf. Im Vergleich zur Laguna 69 ist der etwa 40-minütige Weg ein Spaziergang. Aufgrund unserer guten Akklimatisierung überholen wir beinahe alle anderen Wanderer und geniessen die Aussicht vor dem imposanten Gletscher.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LUZ93 am 20.08.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schlecht aber CH ist schöner

    Sieht speziell aus aber ganz ehrlich und das sage ich nun nicht weil ich Schweizer bin aber man muss schon sagen unsere Bergwelt ist nochmals einen deutlichen Tick schöner.

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  • pater007 am 20.08.2018 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Reisen bildet

    Ich mag solche Reiseberichte. Bitte mehr davon!

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  • flower_kings am 20.08.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ui, ui, ui, 69.800 Höhenmeter...

    ...da braucht es ja schon einige Zeit, um sich anzuklimatisieren, wenn überhaupt...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • 1964 am 20.08.2018 20:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mir bleibt eine unvergessliche Schulreise

    in ewiger Erinnerung; es ging mit der Rätischen Bahn nach Tschamutt im Bündnerland, dann zu Fuss zum Tomasee und somit zur Rheinquelle. Die Farbe des Tomasees erinnert an das Blau der Eisbonbons welche es damals noch gab ( nicht von Nestle), gefrorenes, gezuckertes Tomaseewasser vielleicht, einfach unvergesslich erfrischend und schön war diese Schulreise. Danke dem Lehrer der uns zur Rheinquelle in unserem schönen Land geführt hat.

  • flower_kings am 20.08.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ui, ui, ui, 69.800 Höhenmeter...

    ...da braucht es ja schon einige Zeit, um sich anzuklimatisieren, wenn überhaupt...

    • marko 33 am 20.08.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @flower_kings

      Genau

    • Max Bonito am 20.08.2018 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @flower_kings

      Bitte richtig lesen: Lagune 69. 800 Meter. Abstand ist klar ersichtlich!

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  • pater007 am 20.08.2018 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Reisen bildet

    Ich mag solche Reiseberichte. Bitte mehr davon!

    • marko 33 am 20.08.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pater007

      Genau

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  • LUZ93 am 20.08.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schlecht aber CH ist schöner

    Sieht speziell aus aber ganz ehrlich und das sage ich nun nicht weil ich Schweizer bin aber man muss schon sagen unsere Bergwelt ist nochmals einen deutlichen Tick schöner.

    • Robi51 am 20.08.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @LUZ93

      Sie sprechen mir aus dem Herzen

    • Ww am 20.08.2018 19:12 Report Diesen Beitrag melden

      Tour in den Anden.

      Die Anden und die Alpen kann man nicht vergleichen. Beides hat seinen Reiz. Nur wer schon in Südamerika auf Tour war, weiss was ich meine.

    • marko 33 am 20.08.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @LUZ93

      Genau

    • marko 33 am 20.08.2018 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Robi51

      Genau meine Meinung

    • meier jonny am 20.08.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @LUZ93

      unsere Bergwelt ist anders, aber in Peru ist es spezieller. Es haben beide Länder schöne Landschaften.

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