Viva Gastro!

01. April 2015 21:38; Akt: 01.04.2015 21:38 Print

Kubas Restaurant-Revolution

Die Karibikinsel genoss kulinarisch lange keinen guten Ruf. Dank Privatrestaurants hat sich das geändert. Ein paar Empfehlungen.

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Der Paladar Santy liegt im Aussenbezirk Jaimanitas in Havanna. Serviert werden frische Fisch-Spezialitäten mit einem japanischen Touch. Adresse: Calle 240A No 3023 esq. 3raC, Jaimanitas, Tel. +53 5 286 7039 Tafel auf der Aussenterrasse des Paladar Le Chansonnier. Das Restaurant liegt in der Nähe des altehrwürdigen Hotel Nacional, wo sich einst die Mafiabosse vergnügten. Adresse: Calle J No. 257 e/ Línea y 15, Vedado, Tel. +53 7 832 1576 Spielte im oscarnominierten Film «Erdbeer und Schokolade» eine Nebenrolle: Der Paladar La Guarida. Das Restaurant mit Blick über die Dächer Havannas gilt als eines der besten, wenn nicht das beste Restaurant der Stadt. Unbedingt probieren: Das Schokoküchlein mit flüssigem Kern und Erbeersauce. Auch die Mojitos sind erste Klasse. Adresse: 418 Concordia, La Habana, Kuba, Tel: +53 7 866 9047 Im Herzen des touristischen Zentrums gelegen ist der Paladar Los Mercaderes. In dem gemütlichen kleinen Lokal kommen Spezialitäten wie Tostones, Kochbananen-Küchlein, auf den Teller. Adresse: Calle Los Mercaderes, en frente del Conde de Villanueva, Tel. +53 7 861 2437 Ein Tipp ausserhalb von Havanna: Das La Casona Guevara liegt in der Nähe der Che-Guevara-Gedenkstätte. Hier gibt es unter anderem kubanischen Hummer in allen Variationen. Adresse: Juan Bruno Zayas 160 entre San Cristobal y Candelaria, Santa Clara, Tel. +53 224 279 In Cienfuegos zu empfehlen ist das Aché: Bodenständiges Essen, nettes Personal und kitschige Einrichtung. Adresse: Avenida 38 No 4106 e/ 41 y 43, Cienfuegos, Cuba. Tel. +53 43 526 173

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Reis und Bohnen kommen in Kuba traditionellerweise auf den Tisch. Dazu gibt es ein Stück Fleisch, am liebsten vom Schwein. Dies sind auch die Speisen, die man in staatlichen Restaurants grösstenteils aufgetischt bekommt. Seit die früher sehr strengen Auflagen gelockert wurden – die Steuern sind gesunken und die Tischzahl eines Restaurants ist nicht mehr begrenzt – blüht auf der Karibikinsel jedoch die Gastroszene.

Private Restaurants, sogenannte Paladares, schiessen wie Pilze aus dem Boden und servieren Essen auf hohem Niveau: Gazpacho, Crevetten mit Bananenchips oder Beef Tenderloin. Eine besondere Delikatesse ist der kubanische Hummer, der oftmals angeboten wird – entweder frisch vom Grill oder mit kreolischer Sauce auf Tomatenbasis.

Engpässe und Schwarzmarkt

Da auch die Privatrestaurants von Waren-Engpässen betroffen sind, kommt es oftmals vor, dass nicht immer alles auf der Karte erhältlich ist – oder dass ein Restaurant auch einfach mal kurzerhand geschlossen wird, weil es sich nicht an die Regeln gehalten und auf dem Schwarzmarkt eingekauft hat.

Günstig sind die Speisen in den Paladares nicht. Mit 20 Franken für einen Hauptgang muss man ungefähr rechnen. Ausserdem sollte man unbedingt im Voraus reservieren. Denn auf Kuba boomt der Tourismus.

Sehen Sie unsere Restaurant-Empfehlungen in der Diashow.

(sei)