Golf um die Welt

26. April 2013 15:58; Akt: 26.04.2013 15:58 Print

Lieblingsplätze für jeden Golfgeschmack

von Mathieu Gilliand - Der eine macht es aus Spass am Spiel, der andere mag die langen Drives, ein Dritter wiederum sucht auf dem Golfplatz das Jetset-Leben. Jeder will etwas anderes, aber am Ende wollen doch alle dasselbe: golfen. 20 Minuten hat eine abenteuerliche Golfvariante, einen Platz in der Schweiz und ein tückenreiches Bijou am Mittelmeer unter die Lupe genommen.

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Alpenluft verhilft zu Höhenflügen

In der majestätischen Bergwelt des Engadins lacht das Golferherz: Die Bälle fliegen wegen der dünnen Luft rund zehn Prozent weiter, das Panorama könnte schöner nicht sein und man merkt, dass hier oben jede Menge Tradition entstanden ist. So zum Beispiel der älteste Golfplatz der Schweiz: der Cours von Samedan, ein Platz mit vielen Herausforderungen. Oder das älteste Hotel in St. Moritz: das Hotel Kulm. Es zählt zu den besten Hotels der Schweiz. Eine herrschaftliche, elegante Bleibe, in der man sich trotz des luxuriösen Ambientes auch als Normalsterblicher nicht wie ein Elefant im Porzellanladen fühlt. Es liegt eine warmherzige und nicht aufgesetzte Gastfreundlichkeit in der Luft dieses Hauses. Der Golfer braucht nicht weit zu gehen, bis er zum ersten Abschlag des hauseigenen 9-Loch-Golfplatzes kommt – eines idyllischen Kurzplatzes, der aber auch seine Ansprüche stellt. Im Sommer gibts im Kulm Golfpakete inklusive Greenfees und Halbpension.
www.kulmhotel-stmoritz.ch
www.stmoritz-golfclub.ch/de

(Video: Kulm Hotel)

Golfen wie auf einem anderen Stern

Es ist kein klassisches Golf, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Der kleine weisse Ball muss mit Hilfe der verschiedenen Eisenschläger versenkt werden. Beim Cross-Golf muss er nicht in einem Loch verschwinden, sondern in einer Art Hockeynetz, das auf einem Feld steht. Man schlägt über kleine Täler entlang der «Feenkamine» und den Höhlenstädten, die damals von den Menschen in den weichen, porösen Tuffstein gemeisselt wurden. Das erdige Cross-Golf passt zur einzigartigen Topografie Kappadokiens. Was für manche wie ein Ort aus den «Lustigen Taschenbüchern» klingt, ist eine atemberaubende Region im Herzen der Türkei. Ein Naturwunder in Form einer bizarren Mondlandschaft mit kuriosen Kegelformationen, das über mehrere tausend Jahre hinweg quasi durch Wind und Wetter entstanden ist. Von den Terrassen der in den Fels gebauten Hotels geniesst man einen unvergesslichen Blick über Kappadokien. Genau so, wie wenn man frühmorgens vor dem Golfspiel mit dem Heissluftballon in den Himmel steigt.

Sardinien: Reif für die Insel

Die Golfplätze auf Sardinien gehören zu den schönsten des Mittelmeerraums. Zwei Greens sind besonders erwähnenswert: Der Golfplatz Is Molas bei Santa Margherita di Pula im Süden von Sardinien ist ein 27-Loch-Golfplatz. Man sollte ab und zu kurz innehalten, um den einzigartigen Ausblick auf die römischen Ausgrabungen von Nora und das türkisfarbene Meer zu geniessen. Il Pevero liegt an der Costa Smeralda im Norden Sardiniens zwischen den beiden Buchten Cala di Volpe und Volpero. Hier wähnt man sich eher auf einem pittoresken Panoramaweg als auf dem Golfplatz. Die Lage birgt jedoch auch ihre Tücken: Weht der Mistral, wird der Platz zur Challenge. Vielleicht spielt ja Sardinien- und Golf-Fan George Clooney im selben Flight und hilft beim Bällesuchen.