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Vanabundos-Blog

10. Mai 2019 17:29; Akt: 10.05.2019 17:29 Print

Nach 1000 Tagen auf Reisen wieder zu Hause

von Gabriella Hummel - Unsere Blogger waren fast drei Jahre mit dem Van unterwegs und sind nun wieder in Zürich. Und jetzt?

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«Ist es nicht seltsam, hier zu sein?», fragen unsere Freundinnen mit besorgtem Blick, so, als müssten wir doch traurig sein, unseren Van in Uruguay gelassen zu haben, und damit auch unser vollnomadisches Leben. Aber wir sind nicht traurig. Wenn wir es wären, dann wären wir jetzt nicht hier. Zurück in die Schweiz zu kommen, war eine bewusste Entscheidung und eine, von der wir wussten, dass sie nötig ist. Für uns, unsere Beziehungen und unsere Selbstständigkeit.

Dem Van geht es in Uruguay auch gut: Er überwintert in einer grossen Abstellhalle ausserhalb von Montevideo gemeinsam mit über 100 anderen Wohnmobilen und Vans aus aller Welt. Aufpassen und gelegentlich bewegen tut eine deutsche Familie, die seit einigen Jahren dort lebt.

Langsam nach Hause

Fast drei Jahre lang waren der Van und der amerikanische Kontinent unser Zuhause. Pathetisch wie wir sind, setzten wir uns genau 1000 Tage nach dem Abflug im Juli 2016 in einen Flieger von Buenos Aires nach London. Wieso London? Das hat keinen bestimmten Grund, ausser, dass es ein Direktflug war und wir mit dem Zug nach Hause fahren wollten. Die zehn Tage in England gaben uns so auch eine gute Möglichkeit, den Jetlag zu killen und uns wieder ein wenig in Europa zu akklimatisieren.

Dann, an Tag 1010, sieben Stunden, einen Eurostar und einen TGV später, kamen wir fast um Mitternacht am HB in Zürich an — und das einzig wirklich komische an der ganzen Sache ist, dass hier alle Schweizerdeutsch sprechen. Denn das war jetzt lange Zeit unsere Geheimsprache gewesen. Das – und die Tatsache, dass wir nun schon eine Handvoll Male von Fremden angesprochen und in der Schweiz willkommen geheissen wurden.

Und jetzt?

«Und was tut ihr jetzt hier?» Das ist die nächste Frage, meist gestellt von Bekannten, die wir zufällig auf der Strasse treffen (Zürich ist noch immer ein Dorf, ich liebe das!). Die Antwort ist unspektakulär: dasselbe wie im Van in Südamerika. Arbeiten nämlich, aber nun einfach hier. Da wir uns unterwegs selbstständig gemacht haben, kennen wir die meisten unserer Kundinnen und Partner noch gar nicht persönlich. Nun haben wir die Möglichkeit, sie und potenzielle Neukunden zu besuchen. Und natürlich wollen wir so viel Zeit wie möglich mit Freundinnen und Familie verbringen, denn sie sind das Einzige, was wir auf Reisen wirklich vermisst haben.

«Aber bleibt ihr jetzt richtig?» Die Menschen kneifen bei dieser Frage zu Recht die Augen zusammen. Denn nein, sesshaft werden wir vorerst nicht. Der Van ist in Uruguay untergestellt und wartet darauf, dass wir im November nach Südamerika zurückkehren. Von dort aus geht es 2020 dann weiter. Wohin? Wer weiss. Aber allein ums Reisen geht es bei uns ja schon lange nicht mehr.

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