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Low-Waste-Reisen

07. April 2019 14:28; Akt: 07.04.2019 14:28 Print

So produzierst du auf Reisen weniger Abfall

Warum nicht bei sich selbst anfangen? Einige simple Tipps für Low-Waste-Reisen.

Im November 2018 wurde ein verendeter Wal mit sechs Kilogramm Abfall an der Küste von Indonesien angespült. Es ist ein weiterer Fall, der auf die starke Verschmutzung der Meere hinweist. (Video: Storyful, AFP, Instagram)
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Während der meiste Abfall in der Schweiz in der Kehrichtverbrennung landet, ist dies in anderen Ländern leider oft nicht der Fall. Viele beliebte Feriendestinationen verfügen nur über eine Art von Müll-Management: die Halde, irgendwo in der Natur. Sie befindet sich oft ausserhalb von Städten, abseits von den Touristenpfaden. Von dort aus tragen Wind, Regen und Tiere den Abfall fort. Am Ende landet er via Land- oder Wasserweg im Meer, auch wenn er vom Konsumenten mit guter Intention in den Kübel entsorgt wurde.

Für umweltbewusste Reisende heisst dies vor allem eines: Unterwegs sollte man umso mehr darauf achten, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Diese Tipps für Low-Waste-Reisen können durchaus auch im Alltag ihren Platz finden.

1
Mitbringen

Um vor Ort Einwegabfall zu vermeiden, nimmt man am besten folgende Dinge mit in die Ferien: ein Tupperware, eine Wasserflasche, einen To-go-Becher, eine Stofftasche für Einkäufe – und jene, die nicht auf Röhrli verzichten möchten, besorgen sich vorher einen Mehrwegtrinkhalm aus Glas, Metall oder Bambus.

2
Nein sagen

Nun heisst es: Nein sagen! Zu all jenen Dingen, für die man nun eine Alternative mitgebracht hat. Am Anfang wird man sich immer wieder bewusst daran erinnern müssen, das Röhrli abzubestellen oder den Becher aus der Tasche zu holen. Aber mit der Zeit wird es einfacher. Wer es sich leichter machen will, lernt in der lokalen Sprache, was etwa «kein Plastiksack, bitte!» heisst. Ein Tipp für Fortgeschrittene: Im Flugzeug (dort fällt extrem viel Einwegabfall an) das Essen abbestellen und Selbstgemachtes mitbringen.

3
Material wählen

Der beste Abfall ist kein Abfall. Gerade auf lokalen Märkten lassen sich Lebensmittel gut verpackungsfrei einkaufen. Entweder man bereitet sich vor und recherchiert bereits vor der Anreise, wo sich diese befinden. Wenn die Möglichkeiten aber begrenzt sind, dann lieber Papier- oder Kartonverpackungen wählen statt Plastik, PET oder Alu. In Sachen Hygieneartikel kann man sich bereits vor der Reise mit festem Shampoo und einer Bambuszahnbürste eindecken.

4
Orte besser verlassen

Wer kennt es nicht: Ein wunderschöner Strand, aber überall liegt angespülter oder zurückgelassener Müll herum. Anstatt sich aufzuregen, könnte man auch beim nächsten Spaziergang den mitgebrachten Beutel zum Einsatz bringen und Abfall aufsammeln. Gewisse Restaurants und Hotels geben gar Rabatte, wenn man hilft, die lokalen Strände von Müll zu befreien.

5
Niemand ist perfekt

Ferien sollen natürlich Freude bereiten. Man muss sich nicht verrückt machen. Aber ein bewussterer Umgang mit den lokalen Ressourcen kann bereits viel bewirken. Und wer weiss, vielleicht denkt die Marktverkäuferin beim nächsten Kunden daran, ihn nach einer eigenen Tasche zu fragen?

Und wer jetzt findet, «ja, aber Reisen ist per se nicht nachhaltig!», dann stimmt das, jedoch kommt es darauf an, wie und wohin man reist. Wie wäre es etwa, dieses Jahr mit dem Zug zu reisen statt mit dem Flugzeug? Hier findest du Inspiration für Frühlingsausflüge in der Schweiz!

(hum)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Buscalavida am 07.04.2019 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trinkflasche

    kann mir mal Jemand die Sache mit der Trinkflasche erklären? Wenn ich eine mitnehme, wo fülle ivh die dann auf? Das Hahnenwasser sollte in vielen Regionen nicht gekauft werden, also bin ich gezwungen das Wasser aus der Flasche zu kaufen, wo kommt da jetzt meine mitgebrachte Trinkflasche zum Zug?

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  • Reisefüdli am 07.04.2019 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    ich produziere auf Reisen

    genauso wenig Müll wie zu Hause, weil ich nie Essen in Fastfood kaufe und Getränke in Thermokanne mitneheme... und geflogen bin ich auch noch nie. Hört auf alles zu pauschalisieren, das ist echt zum k.... Es gibt genug, die sehr Umweltbewusst und Klimafreundlich leben! Ohne schreiend zu demonstrieren. Bin weder grün noch öko, einfach ein bewusst lebender Mensch, der es nicht öffentlich präsentiert... Setzt bei der Industrie an, die Alles in Plastik verpackt, aber hört auf uns zu bevormunden! Es gibt tatsächlich noch Menschen, die selbst denken und handeln!

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  • Herr Max Bünzli am 07.04.2019 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    henau

    esse auf Reisen im Restaurant und im Hotel, deshalb habe ich nie den Abfall

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicole am 14.04.2019 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Malediven vor 15 Jahren

    Es ist schon merkwürdig. Wir haben im November 2003 unsere Flitterwochen auf den Malediven verbracht. Flug mit Edelweiss. Beim Abflug in ZH wurde auf das Müllproblem hingewiesen und es wurden Müllsäcke verteilt, mit der Bitte - leere Duschgels etc. - in diesem Sack mit zurück zu nehmen! Wir haben dies gemacht, waren die einzigen von ca. 250 Passagieren. Am Zoll in ZH wurden wir prompt rausgenommen und letztendlich belächelt! Sind im Dezember 2018 wieder auf die Malediven! Keine Müllsäcke, keine Info = Business Flug Swiss air.., also hört mir auf mit der Heuchlerei.,,,,

  • Guellenrohr am 12.04.2019 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hans

    Sie wiedersprechen sich laufend! Reisen: das ist laengst verboten!

  • an der eigenen Nase nehmen am 10.04.2019 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage der Ehre

    Noch besser wäre es auf Reisen zu verzichten die in Länder führen die eine offene Müllhalde haben und keine Kehrichtsverbrennung. Mir ist sowieso schleierhaft wie unsere Plastiksäckil aus einem Binnenland in ein Meer gelangt. Wir haben hier in den meisten Teilen Europas eine hervorragende Abfallverarbeitung. Es sollte doch möglich sein uns so zu erziehen das man den Abfall auch richtig entsorgt. Schon wäre zumindest in Europa dafür gesorgt das es besser wird. Mit dem Finger auf alle anderen Zeigen hat noch nie geholfen, gehen wir mit gutem Beispiel voran und heben auch mal etwas vom Fussboden auf das nicht von uns selbst ist. Auch das Plastikgeschirr vom Mittahslunch kann man zu Hause entwerder abwaschen und nochmals benutzen oder wegschmeissen.

    • M Ruoss am 10.04.2019 23:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @an der eigenen Nase nehmen

      Ja Ganz Ihrer Meinung Wir Weden abgezockt Die Umwelt Aktivisten sollen in denen Länder n aufräumen dort ansetzen und nicht auf die Strassen gehen Da werde geholfen

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  • Hinterwäldlerischerkraufresser am 10.04.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    An die Daumen runter drücker " Wäre "

    Das Beste wäre" nicht zu Reisen..

  • Cavi33 am 08.04.2019 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösung gefunden

    Du produzierst noch weniger Abfall wenn du nicht auf Reisen gehst.

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