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St. Moritz

11. April 2019 16:32; Akt: 11.04.2019 16:32 Print

Stemmbogen lernen mit dem Skilehrer der VIPs

von Zora Schaad - St. Moritz ist für viele Familien nicht die erste Wahl für Skischule und Schneespass. Dabei ist der Luxus-Skiort auch mit kleinem Budget eine Reise wert.

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Links der Prada-Shop, rechts ein Bentley, dazwischen die wohl weltweit höchste Pelzmanteldichte Europas und dann das: kreischende Kinder, die aufgeregt auf eine Kutsche zeigen, die den Hang Richtung Skigebiet hochfährt. Die Fahrt im Zweigespann mit den schön geschmückten Pferden Richtung Piste ist eine echte Erleichterung. Die Sonne knallt vom blauen Himmel, es ist heiss unter all den Winterkleidern, und die Skischuhe ziehen schwer an den Füssen der Kinder, die noch kaum Erfahrung haben mit dem Schweizer Nationalsport.

Was sich gleich ändern wird: Im Skigebiet Corviglia wartet Skilehrer Alberto Veralli schon auf seine Schüler. «Ich unterrichte hier seit 30 Jahren», erzählt er. Schon Tausende Erwachsene und Kinder sind mit ihm ihre ersten Stemmbogen gefahren – und natürlich auch viele Stars und Sternchen aus dem In- und Ausland. Veralli gibt sich unbeeindruckt: «Schnee und Natur sind für alle da», meint er schulterzuckend und macht sich mit seinen Schützlingen auf den Weg zum Tellerlift.

Skifahren macht hungrig

Je weiter der Tag voranschreitet, umso weniger braucht es Schals und Jacken. Dafür eine wirklich gute Sonnencreme und Sonnenbrille. Im Restaurant sind die Schattenplätze begehrt, und alle stürzen sich auf das Essen. In den Lokalen im Skigebiet gibt es zu durchaus vernünftigen Preisen die Pistenklassiker Schnipo und Spaghetti Bolo, ausserdem Bündner Spezialitäten wie Engadiner Wurst oder Käseplättchen. Und natürlich fehlen mit der getrüffelten Hummersuppe oder dem Rindsfilet auch die Lieblingsspeisen der Gutbetuchten nicht.

Nach ein paar weiteren Abfahren sind alle müde. Schnell geht es mit der Bergbahn zurück nach St. Moritz und danach mit dem Bus vorbei am gefrorenen See in die Jugendherberge. Die gleich am Waldrand gelegene Jugi entspricht dem Klischee schon von aussen überhaupt nicht: Das aus den 70er-Jahren stammende Gebäude wurde vor einigen Jahren komplett umbgebaut und energietechnisch saniert.

Promis in der Jugi

Auch im Innern kein Hauch einer muffigen Abstiege, sondern im Gegenteil lichte Aufenthaltsräume mit modernen Möbeln, eine elegante Lounge mit Cheminée, einem Lese- und einem Aufenthaltsraum, einem grosszügigen Restaurant sowie einem urchigen Fonduestübli. «Das Fonduestübli ist so beliebt, dass sich auch schon der eine oder andere Promi hierher verirrt hat», sagt Jugi-Leiter Roland Fischer. Namen nennt er keine – Diskretion pflegt er genauso wie die Hoteldirektoren aus den 5-Stern-Häusern am Platz.

Auch sonst braucht sich die Jugendherberge nicht zu verstecken. Das Wolldecken-Image hat sie spätestens mit dem Umbau abgestreift. «In vielen Zimmern bieten wir Hotelstandard mit eigenem Bad/WC, Bettwäsche und Badetüchern», so Fischer. Auch Massenschläge gehören der Vergangenheit an: Die heutigen Schlafsäle umfassen maximal vier Betten.

Stockbetten entern

Sehr zur Freude der Kinder sind die Stockbetten mit der Modernisierung nicht verschwunden. Das grosszügige Familienzimmer nehmen sie im Handumdrehen in Beschlag, genauso wie das Kinderzimmer im Erdgeschoss. Während sie toben, holen sich die Erwachsenen im Restaurant einen kleinen Nachschlag.

Das 4-Gang-Menü kostet für Erwachsene konkurrenzlose 18.50 Franken, abräumen und den Tisch wischen müssen die Gäste allerdings selbst. «Bei uns kann eine vierköpfige Familie für rund 200 Franken essen und übernachten», resümiert Roland Fischer. «Und auch der Skipass ist inklusive.»

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