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Peru für Abenteurer

20. Dezember 2016 23:02; Akt: 21.12.2016 10:17 Print

Wo das Meer die Wüste küsst

von J. Panknin - Morgens mit Karacho durch die Wüste, abends das Rauschen der Brandung beim Einschlafen. Paracas ist schroff und doch zum Verlieben.

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Mit dem Auto vier Stunden südlich der peruanischen Hauptstadt liegt das Nationalreservat Paracas - ein 335'000 Hektar grosses Naturschutzgebiet an der Küste des Pazifik. Hier kann man sich auf völlig einsame Streifzüge durch das Gemisch aus rotem, schwarzem und gelbem Sand der Wüste Paracas machen - lediglich begleitet von grossen Raubvögeln und Geiern, die über dem Nationalpark ihre Runden drehen. Der viele Sand trifft hier auf eine starke Brandung, die sich an wunderschön geformten Sandstein-Felsen bricht. Für Abenteurer bietet die Wüste von Paracas auch rasantere Aktivitäten: Lokale Guides, von denen einige Erfahrung an den halsbrecherischen Wüstenrallyes in Dakar gesammelt haben, nehmen mutige Touristen mit auf Tagestouren mit dem 4x4 oder Sandbuggy. Die Fahrer brettern mit grosser Freude und in einem Affenzahn die steilen Dünen rauf und runter, der Sonne entgegen und stets auf der Suche nach dem möglichst höchsten Sandberg. Ist dieser gefunden ... ... wird der Wagen abrupt gehalten, die Schuhe im hohen Bogen in den Sand geworfen und barfuss auf einfachen Holzboards durch die Wüste gebrettert. Erst kurz vor Beginn der Dämmerung geht es weiter, um den richtigen Ort für den Sonnenuntergang zu finden und diesen in stiller Andacht zu geniessen. Wer in einer Gruppe reist oder seiner bzw. seinem Liebsten noch einen besonderen Ausklang des Tages bieten möchte, kann anschliessend auch das Abendessen in einem Beduinenzelt unter dem sternenklaren Himmel geniessen. Um auch noch die andere, nicht ganz so sandige Seite von Paracas kennen zu lernen, bietet sich am nächsten Tag eine Bootsfahrt zu den Islas Ballestas an. Die Inselgruppe in der Paracas-Bucht wird von zigtausend Mähnenrobben, Blaufusstölpeln, Pelikanen, Humboldt-Pinguinen und anderen Seevögeln bevölkert. Auf schroffen Klippen und an kleinen einsamen Stränden lassen sich hier sowohl die Vögel als auch die Meeressäuger ungestört von den Touristenbooten die Sonne auf den Bauch scheinen. Tipp: Die Boote sind nicht überdacht, deshalb unbedingt einen Hut aufsetzen und starke Sonnencreme auftragen. Mit Sonnenstich schmecken Ceviche und der allabendliche Pisco-Drink beim Sonnenuntergang nämlich nur halb so gut.

Zum Thema
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Knapp vier Stunden mit dem Auto gen Süden von Lima aus – vorbei an schier endlosen Sanddünen zur Linken und dem Pazifik zur Rechten – liegt das Nationalreservat Paracas. Ein Geheimtipp für Abenteurer, die mehr vom Land der Inkas sehen wollen, als nur die weltbekannte Ruinenstadt Machu Picchu.

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Auf über 335'000 Hektar kann man sich hier auf völlig einsame Streifzüge durch das Gemisch aus rotem, schwarzem und gelbem Sand der Paracas-Wüste machen – lediglich begleitet von grossen Raubvögeln und Geiern, die über dem Nationalpark ihre Runden drehen und nach dem Rechten zu sehen scheinen.

4x4-Wüstenralley und Sandboarding

Wer mehr Action braucht, kann den obligatorischen Wüsten-Tag aber auch auf rasantere Art verbringen. In Paracas nehmen lokale Guides, von denen einige ihre Erfahrung an den halsbrecherischen Wüstenrallyes in Dakar gesammelt haben, mutige Touristen mit auf Tagestouren mit dem 4x4 oder Sandbuggy.

Dabei kann man sich sicher sein, dass «bitte anschnallen» nicht nur eine Floskel, sondern absolute Pflicht ist. Und noch ein Tipp: Am Abend vorher ja nicht zu tief ins Pisco-Sour-Glas schauen. Kopf und Magen werden es Ihnen danken. Denn die Fahrer brettern mit grosser Freude und in einem Affenzahn die steilen Dünen rauf und runter, der Sonne entgegen und stets auf der Suche nach dem möglichst höchsten Sandberg.

Ist dieser gefunden, wird der Wagen abrupt gehalten, die Schuhe in hohem Bogen in den Sand geworfen und barfuss auf einfachen Holzboards durch die Wüste gebrettert. Erst kurz vor Beginn der Dämmerung geht es weiter, um den richtigen Ort für den Sonnenuntergang zu finden – und diesen dann in stiller Andacht zu geniessen.

Redaktorin Julia Panknin hat den holprigen Ritt mit dem 4x4 sowie den Sonnenuntergang in der Wüste von Paracas im Video festgehalten.

Sternenklare Nächte in Paracas

Wer in einer Gruppe reist oder seiner beziehungsweise seinem Liebsten noch einen besonderen Ausklang des Tages bieten möchte, kann anschliessend auch das Abendessen unter dem sternenklaren Himmel geniessen. Wurde das im Voraus gebucht, bringen die Guides einen statt aus der Wüste heraus noch ein Stückchen weiter hinein.

Versteckt hinter den Dünen warten dann ein grosses Beduinenzelt und ein kleines Team, bestehend aus Köchen und Kellnern, auf die Neuankömmlinge. Der Eingang ist mit Fackeln geschmückt und im Zelt klingt südamerikanische Chillout-Musik aus kleinen Lautsprechern: ein unglaubliches Ambiente, das einen in eine völlig andere Welt katapultiert – und wie gemacht ist für einen romantischen Heiratsantrag.

Islas Ballestas

Um auch noch die andere, nicht ganz so sandige Seite von Paracas kennen zu lernen, bietet sich am nächsten Tag eine Bootsfahrt zu den Islas Ballestas an. Die Inselgruppe in der Paracas-Bucht ist von zigtausend Mähnenrobben, Blaufusstölpeln, Pelikanen, Humboldt-Pinguinen und anderen Seevögeln bevölkert.

Auf schroffen Klippen und an kleinen einsamen Stränden lassen sich hier sowohl die Vögel als auch die Meeressäuger ungestört von den Touristenbooten die Sonne auf den Bauch scheinen. Die Boote sind nicht überdacht, deshalb unbedingt einen Hut aufsetzen und starke Sonnencreme auftragen. Mit Sonnenstich schmeckt die Ceviche und der allabendliche Drink nämlich nur halb so gut.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • I. Jones am 20.12.2016 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abenteuer?

    Mit Abenteuer hat das aber kaum etwas zu tun! Motorenlärm, Karacho, Musik aus Lautsprechern, "Beduinen"-Zelte, Servierpersonal... das passt alles in die südamerikanische Wüste wie die Faust aufs Auge! Warum wird für solche naturfeindliche Unternehmungen im Naturschutzgebiet hier auch noch Reklame gemacht? Billiger Konsum statt echtes Abenteuer!

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  • Christoph Meyer am 21.12.2016 01:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peru,

    Wer nach Peru reist sollte unbedingt auch nach Iquitos kommen. Peru hat ganz viele schöne Orte einer davon ist Iquitos, da erlebt man noch echte Abenteuer. Ich wohne seit drei Jahren in der Stadt am Amazonas.

  • Chr.B. am 20.12.2016 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coole Sache!!!

    Beides schon gemacht, ist sehr zu empfehlen und macht riesen Spass so schnell über die Dünen zu brettern!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • S.A.N.d-B am 21.12.2016 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Mega

    Wir kennen Paracas sehr gut, meine Familie ist in Besitzt von verschiedene Hauser und auch Hotels sowie einen Bar und einen Restaurant... es ist sehr empfehlenswert zu gehen... super Platz ...

  • StefanWillibald am 21.12.2016 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Nebst all dem hat das Land noch so viel mehr zu bieten. Absolute Top Destiantion

  • Christoph Meyer am 21.12.2016 01:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peru,

    Wer nach Peru reist sollte unbedingt auch nach Iquitos kommen. Peru hat ganz viele schöne Orte einer davon ist Iquitos, da erlebt man noch echte Abenteuer. Ich wohne seit drei Jahren in der Stadt am Amazonas.

  • I. Jones am 20.12.2016 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abenteuer?

    Mit Abenteuer hat das aber kaum etwas zu tun! Motorenlärm, Karacho, Musik aus Lautsprechern, "Beduinen"-Zelte, Servierpersonal... das passt alles in die südamerikanische Wüste wie die Faust aufs Auge! Warum wird für solche naturfeindliche Unternehmungen im Naturschutzgebiet hier auch noch Reklame gemacht? Billiger Konsum statt echtes Abenteuer!

    • Dini Mueter am 21.12.2016 00:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @I. Jones

      Weil es für weniger abenteuererprobte Touristen so einfacher ist und weil ebenjene für ebendas viel Geld zu bezahlen bereit sind.

    • Toni L. am 21.12.2016 07:57 Report Diesen Beitrag melden

      @I. Jones

      Ohne die Touristen wäre das Naturschutzgebiet in argen Geldnöten. Das gleiche gilt übrigens für Safaris in Afrika auch. Ohne das Geld der Touristen würden viel mehr Afrikaner zu Wilderern.

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  • Chr.B. am 20.12.2016 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coole Sache!!!

    Beides schon gemacht, ist sehr zu empfehlen und macht riesen Spass so schnell über die Dünen zu brettern!!!!

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