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27. Februar 2020 14:59; Akt: 27.02.2020 14:59 Print

Hier bezahlen Gäste die Renovierung

Eine Familie hat ein Schloss gekauft. Um die Renovation zu bezahlen, werden seit dem Start des Umbaus Zimmer vermietet.

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Dieses Tor führt zum Garten des Château de Freschines, einem Schloss in Villefrancoeur in Frankreich. 2019 hat es eine österreichische Architektin mit ihrer Tochter gekauft. Davor stand das Château sechs Jahre leer. Im Bild: Tochter Valerie vor dem Schloss. Das Gebäude war beim Kauf in einem schlechten Zustand und dringend renovationsbedürftig. Das Mutter-Tochter-Duo hat sofort angefangen, Zimmer zu vermieten. Gäste im Château de Freschines tragen mit den Übernachtungskosten aktiv zur Renovierung bei. Frewillige Helfer sind natürlich auch sehr erwünscht. «Wir haben uns in das Schloss verliebt, ohne etwas über vorherige Besitzer, die Geschichte oder die Gegend zu wissen, in der es steht», sagte Tochter Valerie gegenüber dem Blog MessyNessy. Dabei waren die Vorbesitzer durchaus bekannt: Das Schloss gehörte einst dem berühmten französischen Chemiker Antoine-Laurent de Lavoisier und seiner Frau Marie-Anne. In den Siebzigern zog eine psychiatrische Klinik in das Gebäude ein. Sie blieb bis 2013. Das Schloss hat 26 Hektar Umschwung, eine eigene kleine Kapelle und ... ... diverse Gebäude auf dem Grundstück, darunter ein Gewächshaus und einen Pferdestall. «Ein 30-Zimmer-Schloss zu renovieren und neu einzurichten, ist ein endloses Unterfangen», sagt Elisabeth. Diverse Möbel stammen aus Antiquitätenläden oder Brockenhäusern in der Umgebung. Zurzeit gibt es im Schloss Platz für 16 Gäste. Glaubt man den Kommentaren auf Airbnb, dann ist das Schloss seinen Preis wert: «Aussergewöhnliches Erlebnis», «wunderschöne Zimmer» und «so ein fantastisches Projekt!» Einziger Nachteil: Es gibt keine Toiletten in den Zimmern und zurzeit auch kein warmes Wasser.

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Die österreichische Architektin Elisabeth Herring und ihre Tochter Valerie haben ein verlassenes und heruntergekommenes Schloss aus dem 16. Jahrhundert gekauft. Um die Renovation des maroden Gebäudes in Frankreich zu finanzieren, hat das Mutter-Tochter-Duo von Anfang an Zimmer vermietet.

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So können die Gäste nicht nur finanziell zur Renovation beitragen, sondern gewissermassen auch live dabei sein, wenn das Schloss wieder in seinen prachtvollen Zustand zurückversetzt wird.

Mit der Hilfe eines Sponsors gekauft

«Wir haben uns in das Schloss verliebt, ohne etwas über vorherige Besitzer, die Geschichte oder die Gegend zu wissen, in der es steht», sagte Tochter Valerie gegenüber dem Blog MessyNessy. Die beiden entdeckten das Schloss 2017, sahen aber eigentlich keine Chance: «Es war ein Kampf wie David gegen Goliath. Der Kaufpreis war wahnsinnig hoch, unsere Mitbieter vermögende Amerikaner. Niemand in der Gegend wusste, wer wir waren», so Valerie.

Nur dank der Hilfe eines Freundes konnten sich die beiden den Kaufpreis des Château de Freschines leisten. Das Schloss befindet sich rund zwei Stunden von Paris entfernt, in Villefrancœur.

Berühmte Vorbesitzer

Das Schloss gehörte einst dem berühmten französischen Chemiker Antoine-Laurent de Lavoisier. Er und seine Frau Marie-Anne, die ebenfalls Chemikerin war, führten im Château diverse Experimente durch und forschten dort, bis Antoine-Laurent 1794 festgenommen wurde. Er wurde gegen Ende der Französischen Revolution geköpft.

Das Schloss hat 26 Hektar Umschwung, eine eigene kleine Kapelle und diverse Gebäude auf dem Grundstück, darunter ein Gewächshaus und einen Pferdestall. Nach de Lavoisier zog ein französischer Soldat ein und das Schloss blieb mehrere Jahrzehnte im Besitz dieser Familie.

Freiwillige Helfer und Profis

Schliesslich, in den Siebzigern, befand sich im Château eine psychiatrische Klinik. Sie blieb bis 2013, seither ist das Schloss verlassen. Nach sechs Jahren wurde das Schloss verkauft, Elisabeth Herring und Valerie zogen ein.

Mit der Hilfe von lokalen Handwerkern und diversen Freiwilligen begann die Renovation. «Ein 30-Zimmer-Schloss zu renovieren und neu einzurichten ist ein endloses Unterfangen», sagt Elisabeth. Diverse Möbel stammen aus Antiquitätenläden oder Brockenhäusern in der Umgebung.

Gäste unterstützen Renovierung

Bereits nach kürzester Zeit konnte das Duo einzelne Zimmer im Château de Freschines vermieten. Gäste können einzelne Zimmer für rund 150 Franken mieten – oder gleich das ganze Schloss für ungefähr 1000 Franken pro Nacht.

Derzeit gibt es im Schloss Platz für 16 Gäste. Glaubt man den Kommentaren auf Airbnb, dann ist das Schloss seinen Preis wert: «Aussergewöhnliches Erlebnis», «wunderschöne Zimmer» und «ein fantastisches Projekt!»

Einziger Nachteil: Es gibt keine Toiletten in den Zimmern und zurzeit auch kein warmes Wasser. Das versuchen Valerie und Elisabeth aber mit einem liebevollen Frühstück und intensiver Gästebetreuung wettzumachen.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Imker am 27.02.2020 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Odee

    Finde ich klasse!!! Altes und neues verbinden. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden.

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  • Maler50 am 27.02.2020 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tolle Idee

    Warum auch nicht. Ausgewöhnliche Idee sind gefragt, um solche Objekte zu erhalten. Als Gast weiss man ja ungefähr auf was man sich einlässt, es beruht ja auf freiwilligkeit.

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  • Ozzy am 27.02.2020 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bark at the Moon

    Juhui ....für mal nix über Corneliavirus zu lesen .....juhuiiiiiiiii....i love you all !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Isch am 01.03.2020 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Boah

    Unglaublich schön da bin ich schon ein bisschen neidisch.

  • Max Brillo am 01.03.2020 00:49 Report Diesen Beitrag melden

    Flucht zum Schloss

    Wer an diesem Thema interessiert ist, dem empfehle ich die Sendungen "Escape to the Château" und "Escape to the Château DIY" auf Channel 4. Es gibt im Moment ziemlich viele französische Schlösser, die von Enthusiasten mit viel Einsatz renoviert und als B&B, Ferienwohnungen, Hotel, Kurszentrum, oder Eventlokal hauptsächlich zum Heiraten genutzt werden. Die Hauptrolle in diesen Sendungen spielt ein ziemlich kurioses und symphatisches Englisches Ehepaar in ihrem Château de la Motte-Housson.

  • Iwy vom Berg am 29.02.2020 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Garten Eden

    Auch Schlösser sind erhaltenswert und ich finde, dass die beiden Ladies es auf ihre Art ganz gut angehen. Ich würde den Garten/Schlosspark naturnah gestalten. Da gibt es für Gäste viel mehr zu bestaunen als sauber geputzte Kieswege, Rasen und Buchsbaumrabatten; ist pflegeleichter und wäre für mich als Vogel- und Tierbeoachterin ein Paradies und würde mich mehr wohlfühlen als in gestylten Gärten.

  • Nina am 29.02.2020 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich nicht ein Fass ohne Boden

    Super, was die 2 Frauen machen. Wünsche ihnen viel Glück.

  • Freddy am 28.02.2020 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir gratulieren aus der Schweiz

    Gratulation zum Mut, dies anzupacken.