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Beresniki

11. Januar 2020 16:49; Akt: 11.01.2020 16:49 Print

Riesenlöcher verschlingen russische Stadt

Die russische Stadt Beresniki wurde auf einer Mine erbaut. Durch die unterirdischen Grabungen versinkt die Stadt jetzt immer mehr.

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Beresniki, eine Stadt in der Region Perm westlich des Uralgebirges, versinkt. Die Stadt, die 2010 rund 150'000 Einwohner zählte, wurde direkt auf einem Kalibergwerk erbaut, in dem Kalisalz abgebaut wurde.

Nach rund einem Jahrhundert Kaliabbau gab es unter der Stadt riesige Höhlen und Tunnelsysteme – gehalten wurden diese nur von Salzwänden. Genauer gesagt: wasserlöslichen Salzwänden, was 2006 zum Problem wurde. Eine Quelle spülte Wasser in die Mine, löste Wände und Stützen auf und die Stadt brach ein.

Grosse Teile der Stadt versunken

Ein grosser Teil der Wohnviertel und Geschäfte der Stadt sind von den Löchern im Boden betroffen. Das grösste Loch wird «der Grossvater» genannt und ist fast 400 Meter lang und 200 Meter tief. Dieses ist ein echtes Problem: Es befindet so nah an den Bahngleisen, dass der Zugbetrieb zur nächsten Stadt eingestellt werden musste.

Die Minen sind der grösste Arbeitgeber der Stadt, zehn Prozent des Kalisalzes weltweit stammt aus Beresniki. Eine Schliessung der Minen ist deshalb keine Option. Stattdessen wird mit Seismografen und einem Überwachungssystem versucht, künftige Löcher vorherzusehen.

In Beresniki wird diskutiert, ob die ganze Stadt verlagert werden soll – an das gegenüberliegende Ufer des Flusses Kama, bei dem der Boden stabil wäre. Experten und Ingenieure sind sich aber angeblich sicher, dass es keine neuen Löcher in der russischen Stadt geben wird.

(mst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nick am 11.01.2020 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur in Russland

    Das passiert überall, wo es Untertage-Bergbau gibt. Irgendwann gibt der Boden nach. Vielleicht nicht ganz so krass, aber immer noch problematisch für die Betroffenen. Fragt mal im Ruhrgebiet und im Saarland nach.

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  • Danilo am 11.01.2020 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verständnis

    Wenn dauernd in die Tiefe gebohrt wird aus Geldgier geht die Welt halt unter. Die leidtragenden sind immer Andere. Den Bohrfirmen ist das egal.

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  • Sändi am 11.01.2020 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Besten Dank

    Erstaunlich, dass mal ein Bericht ehrlich ist, und das Ganze nicht dem Klimawandel - wie immer und alles - in die Schuhe geschoben wird. (Beispiel Venedig oder gewisse Inseln auf tektonischen Platten etc.)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jic Dibre am 20.01.2020 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Auch bei uns

    Und in der Rütihard bei Muttenz will die Rheinsalinen Salz mittels Wassereinpressen abbauen. Die Verantwortlichen sollte man alle zu Schulungszwecken nach Beresniki schicken.

  • Prost Möstli am 14.01.2020 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Russische Bauqualität halt

    hat man den Tiefbau nicht im Griff, sackt halt alles ab.

  • Lokus am 14.01.2020 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ocna Mures

    Da war doch mal was... Googelt nach "Surpare de teren la Ocna Mures" war 2011 oder so...

  • Manu J. am 13.01.2020 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Huch.. Da hat beim Bau ein Zauberer gefehlt!

    Lasst vor dem Bau mal Merlin antraben! Der regelt sowas vor dem Bau!

  • KickerOnFire am 12.01.2020 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Clever, moll !