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Unheimlich

07. April 2018 16:11; Akt: 07.04.2018 16:11 Print

Hier spukte der Pontefract-Poltergeist

Ein als «Black Monk of Pontefract» bekannter Poltergeist spukte angeblich im Haus der Familie Pritchard.

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(Bild: Mark Stevenson / CC BY-SA 2.0)

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Die Familie Pritchard, bestehend aus Joe, seiner Frau Jean, deren Mutter Sarah und zwei gemeinsamen Kindern, zog 1966 in das Haus am 30 East Drive in Pontefract, einer Stadt in England. Es sollte der Beginn eines Albtraums sein.

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Harmlose Vorkommnisse

Familienvater Joe war der Erste, dem seltsame Vorkommnisse im Haus auffielen: Er beobachtete Wasserpfützen, die sich aus dem nichts in der Küche bildeten, und weisses Pulver, das sich mitten im Raum materialisierte und zu Boden fiel. Auch Jean, seine Ehefrau, und die beiden Kinder Diane (12) und Phillip (15) konnten kurz darauf unerklärliche, aber harmlose Phänomene beobachten.

Aus den Wasserhähnen im Badezimmer kam grüner Schaum, Topfpflanzen stürzten scheinbar durch fremde Kräfte zu Boden, und ein paar Frauenhandschuhe sollen durch den Raum geschwebt und Leute berührt haben – als wären sie von einer unsichtbaren Person getragen. Die Familie nannte den – noch harmlosen – Geist Fred.

Dämonische Präsenz

So ging es einige Jahre weiter, bis die Präsenz im Haus der Pritchards immer dämonischer wurde. Nun fielen die Gegenstände nicht mehr einfach von den Regalen, sie trafen immer öfter Familienmitglieder oder Besucher. Der bekannteste Vorfall, als plötzlich mehrere umgedrehte Kreuze an den Wänden erschienen, wurde von diversen Geisterjägern untersucht.

Nach den Kreuzen wurde es den Pritchards zu bunt: Sie engagierten einen Priester, der einen Exorzismus am Haus durchführen sollte. Allerdings scheiterten mehrere dieser Versuche und der Geist schien nur noch wütender zu werden.

Der schwarze Mönch von Pontefract

Kurze Zeit später sahen Jean und Joe in ihrem Schlafzimmer einen Schatten, der aussah, als würde er eine Mönchskutte tragen, über ihrem Bett schweben. Im Laufe der kommenden Wochen sollte jedes Familienmitglied diesen Schatten sehen. Die Beschreibung blieb hängen: Der Poltergeist ist heute als Black Monk of Pontefract, also schwarzer Mönch, bekannt.

Kurz darauf liessen die unheimlichen Vorfälle nach und verschwanden schliesslich ganz. Über die Jahre besuchten viele Geisterjäger und Experten für Paranormales das Haus der Pritchards und suchten nach Gründen für die Vorfälle oder der Existenz dieses Mönchs.

Am erfolgreichsten war vermutlich Tom Cuniff. Er fand heraus, dass zwischen 1090 und 1539 ein Kloster auf dem Nachbarsgrundstück war, genau wie der Galgen des Ortes. Hier wurde angeblich ein Mönch gehängt, nachdem er ein Mädchen vergewaltigt und getötet haben soll – ein Mädchen im gleichen Alter wie Diane Pritchard.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 07.04.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die andere Welt existiert

    Heutzutage wissen die Menschen etwas mehr über die materielle Welt als sie vor 100 200 Jahren wussten. Das ist auch gut so. Warum sind denn aber die Menschen heute so sicher, dass sie ALLES wissen? Die heutige Wissenschaft ist im Stande, weder zu widerlegen, dass es die andere Welt (Jenseits) und Gott gibt, noch dies zu belegen. Solche Phänomene gab es immer und gibt es immer noch überall. Statt sich damit wissenschaftlich auseinanderzusetzen, sagt man lieber, dass es so was nicht gibt.

  • Michelle am 07.04.2018 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An sowas

    Kann man nur glauben, wenn man selber einiges an übernatürlichem erlebt hat. Manchmal gibt es gewisse dinge, für die es keine logische erklärung gibt. Was hier nun wahr ist und was nicht, wissen nur diejenigen welche dies erlebt haben. Man kann daran glauben oder nicht.

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  • M.G. am 07.04.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Spuk-Kandidaten

    Pontefract und die dazu gehörende Burg haben eine blutige Geschichte. Dort wurde Thomas of Lancaster 1322 geköpft nachdem er sich gegen die Günstlingsherrschaft König Eduards II. und seinen Kumpanen, den Despensers, erhoben hatte. Und König Richard II. liess man im Donjon der Burg 1399 verhungern und verdursten nachdem er durch Parlamentsbeschluss abgesetzt und durch Henry Bollingbroke (König Heinrich IV.) ersetzt wurde. Wer weiss, vielleicht spukt hier auch Catherine Howard, 5. Ehefrau König Heinrichs VIII. Die hatte hier ihre Affäre mit Thomas Culpepper was sie ihren Kopf kostete.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Arthur Ketch am 07.04.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Paranormal Activity

    Eindeutig ein Fall für die Winchester Brothers, oder die Men of Letters. Ale erstes mal die Gebeine dieses Mönchs ausfindig/ausgrabend machen, dann Salz darum, damit er nicht abhauen kann. Benzin drüber und anzünden und die Sache ist erledigt.

  • Bartli am 07.04.2018 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ich dachte das Januarloch sei vorüber?

    Stefan, so sagen Sie sagen Die andere Welt existiert. Dies behaupten Sie; Die Wissenschaft sei aber weder im Stande diese zu belegen, dass es die andere Welt (Jenseits) und Gott gibt, noch dies zu widerlegen. Sie müssen ja ganz besondere Fähigkeiten haben, weil Sie alleine wissen offenbar, dass es gibt sie, die andere Welt. Wissen Sie, ich lasse das offen, mir würde aber nie einfallen eine solche Widersprüchlichkeit in die Welt zu setzen. Habe mich lange in einer Phase befunden, wo ich nach Antworten suchte und auch Erlebnisse hatte. Dank dieser Erfahrungen, weiss ich, dass ich nicht weiss.

  • M.G. am 07.04.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Spuk-Kandidaten

    Pontefract und die dazu gehörende Burg haben eine blutige Geschichte. Dort wurde Thomas of Lancaster 1322 geköpft nachdem er sich gegen die Günstlingsherrschaft König Eduards II. und seinen Kumpanen, den Despensers, erhoben hatte. Und König Richard II. liess man im Donjon der Burg 1399 verhungern und verdursten nachdem er durch Parlamentsbeschluss abgesetzt und durch Henry Bollingbroke (König Heinrich IV.) ersetzt wurde. Wer weiss, vielleicht spukt hier auch Catherine Howard, 5. Ehefrau König Heinrichs VIII. Die hatte hier ihre Affäre mit Thomas Culpepper was sie ihren Kopf kostete.

    • Marge am 07.04.2018 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M.G.

      Das ist mal ein informativer Beitrag - I like.

    • M.G. am 08.04.2018 05:30 Report Diesen Beitrag melden

      Verkehrsknotenpunkt

      @Marge: Pontefract (zerbrochene Brücke) war seit der Steinzeit ein wichtiger Flussübergang und Verkehrsknotenpunkt sowie Grenzort zwischen Northumbria und Mercia. Daher zog der Ort Konflikte geradezu an. Vor allem während der Rosenkriege (Schlacht von Wakefield ganz in der Nähe) lag die Stadt genau zwischen den Lancaster- und York-Territorien. Und es gab die Belagerung der Burg durch Cromwells Parlamentsarmee. Deshalb baten die Einwohner von Pontefract Cromwell um die Zerstörung der Burg damit sie kein mlitärischer Hot Spot mehr sei.

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  • Michelle am 07.04.2018 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An sowas

    Kann man nur glauben, wenn man selber einiges an übernatürlichem erlebt hat. Manchmal gibt es gewisse dinge, für die es keine logische erklärung gibt. Was hier nun wahr ist und was nicht, wissen nur diejenigen welche dies erlebt haben. Man kann daran glauben oder nicht.

    • Spaniel am 07.04.2018 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michelle

      Ja - das ist so! Guter Kommentar.

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  • Stefan am 07.04.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die andere Welt existiert

    Heutzutage wissen die Menschen etwas mehr über die materielle Welt als sie vor 100 200 Jahren wussten. Das ist auch gut so. Warum sind denn aber die Menschen heute so sicher, dass sie ALLES wissen? Die heutige Wissenschaft ist im Stande, weder zu widerlegen, dass es die andere Welt (Jenseits) und Gott gibt, noch dies zu belegen. Solche Phänomene gab es immer und gibt es immer noch überall. Statt sich damit wissenschaftlich auseinanderzusetzen, sagt man lieber, dass es so was nicht gibt.