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Typologie

08. Juli 2018 21:40; Akt: 08.07.2018 21:40 Print

Mit diesen Typen teilen Sie sich den WG-Kühlschrank

Kampfzone Kühlschrank: Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von Sauberkeit bei Lebensmitteln. Wir zeigen Ihnen sieben Kühlschrank-Typen.

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Geteilte Kühlschränke sind eine heikle Zone: Nicht jeder hält Lebensmittelhygiene für gleich wichtig. Am liebsten hätten wir frische Lebensmittel und kalte Getränke. Aber gerade mit Mitbewohnern hat man oft eher verschimmeltes Joghurt und mehrere Monate alten Orangensaft – und eine praktisch leere Milch. Wir zeigen Ihnen sieben Kühlschrank-Typen, denen Sie begegnen könnten. Kaum packt er seine Einkäufe in den Kühlschrank, hat er sie auch schon wieder vergessen. Darum gammelt der Früchtequark aus dem Sonderangebot vom Mai still und leise vor sich hin. Macht man den WG-Bewohner auf seinen verschimmelten Quark aufmerksam, gibt er sich ahnungslos. Da gibt es nur eins: wegschmeissen! Wo immer er kann, hinterlässt er seine Spuren mit Post-its. Natürlich auch im Kühlschrank: «Welcher A... hat meinen Eistee genommen?» Oder: «Butter nicht mit Konfitüre beschmieren.» Oder: «Hände weg von meinem Bündner Rohschinken.» Wenn die Zettelflut allzu penetrant wird, muss er allerdings damit rechnen, dass sich seine Mitbewohner erst recht am Rohschinken vergreifen. Sie hat es gerne ordentlich und kümmert sich um die halb ausgelöffelte Stalden-Creme, den abgelaufenen Salami und überhaupt alles, was nicht wie vereinbart angeschrieben und sauber verpackt ist. Wobei «kümmern» es nicht wirklich trifft – sie wirft einfach alles weg. Er ist entweder zu faul oder zu geizig, um selber einzukaufen. Also bedient er sich am Essen und den Getränken seiner WG-Gspänli. Und diese stehen dann sozusagen mit kurzen Hosen da, wenn aus dem Grillabend nichts wird, weil der Mitesser die Cervelat-Vorräte schon weggeputzt hat. Ihr kommt nichts in den Kühlschrank, was nicht nachhaltig, saisonal, regional, tierfreundlich und biologisch produziert wurde. Und das verlangt sie auch von ihren Mitbewohnern. Wer sich nicht daran hält und Avocados aus Peru in der Plastikverpackung in den Kühlschrank packt, bekommt auch richtig was zu hören. Sie kauft nicht nur für sich selber ein, sondern bringt immer mal wieder was für den WG-Tisch mit. Aber sie ist sparsam. Sie greift nur bei Aktionen zu. Und blockiert dann beispielsweise mit schlappem Broccoli in der 5-Kilo-Kiste den Kühlschrank. Oder mit geschmacklosem Halbhart-Käse im XXL-Format. Das bleibt dann alles liegen, bis es nicht mehr geniessbar ist. Oder der Platz für anderes gebraucht wird. Diesen Typen gibt es in jeder WG: Er hat viele trinkfreudige Kollegen, die ihn auch gerne besuchen. Kein Wunder, denn das Freibier ist bei ihm garantiert. Allerdings nicht aus seinen eigenen Vorräten, sondern gerne aus dem Kühlschrankfach des WG-Kollegen. Und welcher Kühlschrank-Typ sind Sie?

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Bei sommerlicher Hitze mausert sich der Kühlschrank zum wichtigsten Haushaltsgerät. Und am liebsten hätten wir ihn ordentlich gefüllt mit feinen, frischen Lebensmitteln und kühlen Getränken.

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Gerade in WGs bleibt dies aber leider meist Wunschdenken. Im Mikrokosmos Kühlschrank lebt jeder seine eigenen Vorstellungen von Nahrungsmittelaufbewahrung aus. Eine kleine Kühlschranknutzer-Typologie in Wohngemeinschaften finden Sie in der Bildstrecke.


(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr. Jister am 08.07.2018 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WG, nein Danke

    Eine eigene Wohnung ist immer noch am besten. Vorallem wenn man vorher in einer WG gewohnt hat.

  • Omi am 08.07.2018 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Studis & Co.

    Die antiautoritäre Erziehung. Die heutige WG Generation kennt keine Ordnung und Disziplin mehr.

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  • Marianne Lüchinger am 08.07.2018 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klare Regeln ohne Ausnahmen

    Während meiner Scheidung habe ich eine WG gegründet. Ich teile Bad und Küche, Esszimmer und Garten. Habe schon einige Erfahrungen mit den verschiedensten Personen verschiedenster Nationen. Klare Regeln und eine Hausordnung helfen, Ordnung zu halten. Ich bin großzügig, dennoch toleriere ich keine Ausnahmen, sonst gibt's Selbstläufer. Meine Mitbewohner, die sich auch an die Regeln halten, sind sehr gerne bei mir und kommen auch mit ihren Familien zu mir in die Ferien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A~ am 09.07.2018 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WG

    Ich habe zum Glück nur 6 Monate in einer "WG" gewohnt. Bei meinem Partner und mir kümmere ich mich um das Essen und habe so auch die Macht über den Kühlschrank. :)

  • Daisy am 09.07.2018 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nachtrag

    In einer WG ist es oft wie bei Gruppenarbeiten in der Schule damals: Einer macht die Arbeit und die anderen profitieren davon.

  • Zeitlos am 09.07.2018 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Never again

    Habe auch mal in einer WG angefangen. Man versuchte halt mit dem wenigen Geld was da war selbstständig zu sein. War anfangs lustig aber mit der Zeit nur noch stressig. Das ganze hat nicht mal 1 Jahr gehalten. Es sind wohl nur noch Studenten und solche, die nicht auf eigenen Füßen stehen können, die so was durchziehen. Allen anderen empfehle ich von Anfang an eine eigene Wohnung. Die Freiheit dort ist unbezahlbar.

  • Häxli68 am 09.07.2018 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skunnt mir vor sig erst gestern gsi....

    Ja, kenn ich war schon vor 32 Jahren so. Ha grad müsse schmunzeln, aber brüchti echt nümme! Hets gschadet, def nop und hei mänge witzige Obig oder Weekend verbracht.

  • Daisy am 09.07.2018 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Alleine lebt es sich am besten

    Ich habe nie das Leben in einer WG getestet, doch lebte ich einige Male mit einem Partner zusammen. Da ich sehr ordnungsliebend bin und gerne schön wohne, lief es darauf hinaus, dass ich dauernd am hinterherräumen und -putzen war. Einkaufen, kochen und waschen überliess man mir ebenfalls. Mein Fazit: Ist die Liebe noch so gross - ich verzichte nie mehr auf meine eigenen vier Wände. Macht eine Beziehung auch spannender und Respekt und Wertschätzung sind allgemein um einiges höher, z. B. wenn ich zum Essen einlade, zuvor war alles selbstverständlich.