Ford Puma

28. Juni 2019 05:00; Akt: 27.06.2019 14:21 Print

Comeback des Puma – ein kleiner Berglöwe für die City

von Thomas Geiger - Der Ford Puma feiert Anfang nächsten Jahres sein Comeback als Fiesta-Crossover. Der Neuling läuft in Rumänien vom Band.

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2001 wurde der letzte Puma gebaut. Nun graben die Kölner den Namen wieder aus und pappen ihn auf das Heck eines neuen Kleinwagens, der – wie könnte es auch anders sein – – als SUV (oder für Ford als Crossover) den Markt aufrollen will. Ab Anfang 2020 soll der wiedergeborene Ford Puma gegen Renault Capture, Peugeot 2008 oder VW T-Cross antreten. Der neue Puma basiert nicht nur wie damals auf dem Fiesta, sondern er sieht auch ähnlich sportlich aus wie das Westentaschen-Coupé von einst. Ford schafft trotz des entfernt an Porsche Cayenne und Macan erinnernden Coupé-Designs und gerade mal 4,15 Metern Länge überraschend viel Platz im Innenraum. Als einer der ersten seiner Art startet Ford den kleinen Grossstadtlöwen als Mild-Hybrid und kombiniert den famosen Ecoboost-Dreizylinder mit einem 48-Volt-Generator. Mit einer eleganten, für Ford fast liebevollen Materialauswahl und unterschiedlichen Themenwelten kann heute keiner mehr zum Kauf überzeugt werden. Und so stolz die Kölner auf den Autobahn-Assistenten oder die Rückfahrkamera mit Split-View-Technologie sind, gibt es auch solche Extras andernorts schon länger. Die einen haben ihn geliebt, die andern verspottet – aber kalt gelassen hat der Ford Puma keinen. Nun startet er sein Comeback – allerdings als SUV. Mit 456 Litern ist der Kofferraum einer der grössten in dieser Klasse. Ausserdem ist die Durchladebreite ungewöhnlich gross und das Fach unter dem Kofferraumboden nennt Ford zurecht die Mega-Box: Mit noch einmal 80 Litern Volumen und reichlich Tiefgang hilft es beim Verstauen hoher Gegenstände und eignet sich besonders für den Transport schmutziger Gegenstände.

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Die einen haben ihn geliebt, die andern verspottet – aber kalt gelassen hat der Ford Puma keinen. Denn als Ford den Fiesta zum Puma gemacht hat, sorgte die Marke mal wieder für Aufsehen. Das ist jetzt zwar 22 Jahre her und 2001 wurde der letzte Puma gebaut. Doch zumindest im Unternehmen ist das kleine Coupé nicht vergessen.

Deshalb graben die Kölner den Namen jetzt wieder aus und pappen ihn auf das Heck eines neuen Kleinwagens, der – wie könnte es auch anders sein – als SUV (oder für Ford als Crossover) den Markt aufrollen will. Und der neue Puma basiert nicht nur wie damals auf dem Fiesta, sondern er sieht auch ähnlich sportlich aus wie das Westentaschen-Coupé von einst.

Halb frech, halb vernünftig – aber ganz praktisch

Beim Comeback setzt Ford auf eine Kombination, die selten ist in dieser Klasse. Denn entweder sind die Autos betont expressiv gezeichnet, modisch und frech, oder sie sind sehr vernünftig, funktional und praktisch. Doch die Kölner wollen beides bieten und schaffen trotz des entfernt an Porsche Cayenne und Macan erinnernden Coupé-Designs und gerade mal 4,15 Metern Länge überraschend viel Platz im Innenraum.

Das spürt man schon hinter dem Lenkrad und auf der Rückbank, doch besonders merkt man das, wenn – zum ersten Mal in diesem Segment – nach einem angedeuteten Fusstritt die Heckklappe aufschwingt: Denn mit 456 Litern ist der Kofferraum einer der grössten in dieser Klasse. Ausserdem ist die Durchladebreite ungewöhnlich gross und das Fach unter dem Kofferraumboden nennt Ford zurecht die Mega-Box: Mit noch einmal 80 Litern Volumen und reichlich Tiefgang hilft es beim Verstauen hoher Gegenstände und eignet sich besonders für den Transport schmutziger Gegenstände.

Im Interieur gibt nichts Überraschendes

Während der Kofferraum damit in jeder Hinsicht konkurrenzlos ist, wirkt der Rest des Innenlebens auf gehobenem Niveau konventionell – denn mit einem grossen Touchscreen samt Online-Infotainment, digitalen Instrumenten und einer kabellosen Ladeschale kann man in dieser Klasse heute niemanden mehr zum Wechsel der Kaufentscheidung bewegen.

Mit einer eleganten, für Ford fast liebevollen Materialauswahl und unterschiedlichen Themenwelten auch nicht. Und so stolz die Kölner auf den Autobahn-Assistenten oder die Rückfahrkamera mit Split-View-Technologie sind, gibt es auch solche Extras andernorts schon länger.

Allrad und Doppelkupplungsgetriebe kommen später

Unter der Haube dagegen geht Ford noch einmal in Führung. Zwar gibt es den Puma anders als seinen kleinen Bruder EcoSport und den grossen Onkel Kuga nicht mit Allrad und die siebenstufige Doppelkupplung kommt erst später. Doch als einer der ersten seiner Art startet Ford den kleinen Grossstadtlöwen als Mild-Hybrid und kombiniert den famosen Ecoboost-Dreizylinder mit einem 48-Volt-Generator.

Der steuert 16 PS und 50 Nm bei und treibt das vorläufige Top-Modell auf 155 PS. Den gleichen Motor gibts auch als konventionellen Turbo ohne Riemenstarter mit 125 PS, und auch einen Diesel mit 1,5 Litern Hubraum und ebenfalls 125 PS hat Ford noch in Petto. Ab Anfang 2020 soll der wiedergeborene Ford Puma gegen Renault Capture, Peugeot 2008 oder VW T-Cross antreten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bobbele am 28.06.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Namens-Recycling?!

    Wird bestimmt ein gutes Auto. Mit diesem Namens-Recycling habe ich aber so meine Mühe. Ganz schlimm ist es beim Mitsubishi Eclipse... Nicht, dass der Neue ein schlechtes Auto wäre (im Gegenteil!), aber der Eclipse war und ist ein Sportcoupé und kein SUV! Und das gilt auch für den Puma.

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  • Herr Max Bünzli am 28.06.2019 06:06 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    gibt es das blaue Tuch noch dazu ?

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  • Jörg am 28.06.2019 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    nichts schönes...

    Und darum habe ich meinen noch in der Garage stehen, Jahrgang 1998, 275`000km, alles noch top., kein Rost, einfach ein Auto, dass mich an die gute alte Zeit erinnert :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Köln am 01.07.2019 00:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fahrverbote

    Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt, Bonn, Berlin, Gelsenkirchen, Essen und bald auch Darmstadt und Wiesbaden. In immer mehr deutschen Städten drohen Fahrverbote für ältere Dieselautos.

  • Scarab84 am 30.06.2019 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    V6

    jetzt müsste Ford nur noch den Cougar mit V6 wieder bringen...

  • Tom am 29.06.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    von gestern

    diesel in einem stadtauto? mildhybrid ohne automatik? absolut uninteressant!

  • Urs der3. am 29.06.2019 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Langweile

    DieFord Designer mal in dieFerien schiken(unbezahlt).

  • Xherdan Isufi am 28.06.2019 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BMW M©3

    Ford Puma ein Berglöwe? Mit knapp 100PS Stinkdiesel höchstens eine Miezekatze mit Mundgeruch. Basierend auf dem Fiesta, aber mit dermaßen wenig Power eher ein Ford Siesta. Wenn ich im Quartier mit meinem M3 an diesem Streuner mit 80kmh vorbeidrücke stehen die Chance nahe 100%, dass die Beifahrerin bald meine Mieze sein wird.

    • Nikk C. am 29.06.2019 08:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Xherdan Isufi

      Wer mit 80km/h durch ein Quartier fährt, gehört nie mehr auf die Strasse!

    • Reto am 29.06.2019 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Xherdan Isufi

      Auf wenn es Ironie sein soll (...), selten einfältiger Kommentar.

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