Skoda Octavia

15. November 2019 07:00; Akt: 15.11.2019 07:04 Print

Der Bestseller rüstet sich für die nächste Amtszeit

von Thomas Geiger - Die vierte Generation des Skoda Octavia steht am Start. Dabei soll die unbestrittene Nummer 1 der Schweiz den Vorsprung nicht nur halten, sondern ausbauen.

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Der ungekrönte König der Kompaktklasse rüstet sich für die nächste Amtszeit. Denn Skoda hat diese Woche das Tuch vom neuen Octavia gezogen. Und wenn der tschechische Vetter des VW Golf im Frühjahr zunächst als Kombi und ein paar Wochen später als Limousine (in der Schweiz nur als Kombi) an den Start geht, dürfte es die Konkurrenz aus Korea, aus Frankreich und auch aus den eigenen Reihen noch ein bisschen schwerer haben.

Von allem ein bisschen mehr

Denn mit nachgeschärften Proportionen und noch klareren Kanten wird der Octavia nicht nur deutlich eleganter, sondern er bietet auch sonst von allem ein bisschen mehr: Noch einmal mehr Platz für Kind und Kegel, mehr Technik, mehr Finesse und mehr Details aus der Abteilung Simply Clever. Nur bei den Motoren marschiert Skoda in die Gegenrichtung und gibt sich zufrieden mit bis zu 14 Prozent weniger Verbrauch.

In jeder Dimension noch einmal ein paar Millimeter gewachsen und mittlerweile 4,69 Meter lang, klopft der Octavia künftig lautstark an die Tür zur Mittelklasse – zumindest was das Platzangebot angeht. Denn selbst Erwachsene können im Fond jetzt besonders bequem sitzen und der Kofferraum war schon bislang der grösste der Klasse und legt nun sogar noch einmal zu: Beim Kombi steigt das Ladevolumen um 30 auf 640 Liter an.

Beim Generationswechsel für ihr wichtigstes Model machen sich die Tschechen einmal mehr die Segnungen des Modularen Querbaukastens zunutze und rüsten den Octavia gewaltig auf. Vor allem bei Assistenz und Intelligenz macht der Bestseller einen grossen Sprung, bekommt Sicherheitssysteme wie einen Ausweichassistenten oder einen Ausstiegswarner und Infotainment-Lösungen wie ein grösseres Digitalcockpit mit optimiertem Online-Zugang und verbesserten Update-Optionen, sowie erstmals ein Head-up-Display.

Mildhybride und Twindosing-Diesel

Besonders deutlich wird die Verwandtschaft zum Golf aber beim Blick unter die Haube, wo Skoda bei einer Spanne von zunächst 110 bis 245 PS einen Effizienzgewinn von bis zu 14 Prozent in Aussicht stellt. Genau wie VW startet dafür nun auch Skoda auf breiter Flur mit Mildhybriden mit 48 Volt-Technik, die Diesel bekommen die neue Twindosing-Technik und stossen bis zu 80 Prozent weniger Stickoxide aus.

Und zum ersten Mal wird es den Octavia auch als Plug-In-Hybriden mit einer Reichweite von rund 60 Kilometern geben. Ausserdem haben die Tschechen wieder eine Gas-Version in der Pipeline, weil die schneller auf den niedrigeren CO2-Ausstoss einzahlt als jede andere Technologie.

Aber der Octavia ist nicht einfach nur ein Golf mit anderem Gesicht. Denn die Tschechen drücken der Kompaktklasse im Konzern ihren eigenen Stempel auf. Das gilt für das Design, das ähnlich zeitlos und unvergänglich ist wie beim Golf und trotzdem überraschend frisch, das gilt im Interieur zum Beispiel für das neue Lenkrad mit nur noch zwei Speichen und neuen, sehr unkonventionellen Bedienwalzen.

Solide Technik und Skoda-typische Raffinessen

Und das gilt natürlich vor allem für die Ideen aus der Abteilung Simply Clever: So gibt es künftig zum Beispiel für Dashcams auch eine USB-Buchse am Dachhimmel, die Taschen auf der Rückseite der Vordersitze bieten nun ein Fach fürs Handy und neben dem Regenschirm steckt in der Tür auf Wunsch auch ein Schneebesen.

Viel solide Technik aus der Familie und dazu einen ganz eigenen Stil – diese Rechnung könnte für Skoda aufgehen: Als Auto für Praktiker und Pragmatiker, die auch ohne den Premium-Anspruch von VW leben können, rollen die Tschechen im Windschatten des VW Golf immer näher heran an die Pole Position. Und bald könnte der Octavia auch in vielen andern Ländern von Platz Nummer 1 grüssen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • NEX am 15.11.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    langsam wirds absurd...

    "Als Auto für Praktiker und Pragmatiker, die auch ohne den Premium-Anspruch von VW leben können" Wo ist VOLKSwagen bitteschön PREMIUM ausser im PREIS?

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  • ehrlich am 15.11.2019 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weit entfernt von kompakt

    4.69 gilt als Kompaktklasse ? Da sind 80 % der SUVs wesentlich kleiner.

  • typisch am 15.11.2019 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergleich

    was haben 4.69 m mit einem VW Golf zu tun ? Das ist ein sehr grosses Auto. Aber als ok, da ja kein SUV.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruno der Kamermann am 18.11.2019 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nein Danke

    So ein Pannenfahrzeug will ich nicht. Die Konkurrenz hat zuverlässigere, besser austattbare und vor allem günstigere Angebote. Amag Fahrzeuge werden nach dem Kauf erst richtig teuer.

  • Urs K. am 16.11.2019 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Skoda - Nein Danke

    Gerade heute Nachmittag auf der Autobahn mit meinem Octavia stehengeblieben (zweites Mal innert 4 Jahren). Nie mehr werde ich von dieser Billig-Firma ein Auto kaufen. Die Amag-Rechnung geht dann auch direkt zu meinem Anwalt. Billig!

    • Petra am 16.11.2019 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs K.

      So wie ich Dich einschätze hast Du vergessen zu tanken, da kann Dir Dein Anwalt auch nicht weiter helfen ... aber er könnte Dir ja erklären was eine Verleumdungsklage bedeutet.

    • Marco am 16.11.2019 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs K.

      Tja hast wohl Pech gehabt. Schliesse mich der Meinung von Petra an, musst halt die Reichweite/Tankanzeige im Auge behalten. Wie kann das sein in 4 Jahre 2 mal, stehen geblieben?? Ein Kollege von mir hatte auch einen, Octavia 2.0l Benziner jg. 2011 und eine Laufleistung von 325'000 Km und nirgends eine Panne. Werkstatt Besuch Service und ein paar Verschleiss teile normal bei 325'000Km. Ich hab Auch einen Octavia RS Benziner jg 11.2018 Km mitlerweile schon, 28'400Km nie Probleme bis jetzt.

    • Autobesitzer am 16.11.2019 22:25 Report Diesen Beitrag melden

      Urs K.

      Wo bist Du denn stehen geblieben und warum? Habe heute einen Wagen auf dem Standstreifen gesehen, aber das war kein Skoda. Es war keine europäische Marke.

    • Realist am 19.11.2019 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marco

      Hmm, mein Octavia 1.8 TSI brauchte auf 2000km einen ganzen Liter Öl. Grund: falsche und zu kleine Ölabstreifer am Kolben. Bekannt auch für 1.4l. Keine Kulanz oder sonst was. Nö danke.

    • Vielfahrer am 20.11.2019 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      Realist

      Mein 1.4 TSI braucht 1/2 l Öl auf 15000 km.

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  • Bürger am 16.11.2019 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Neuwagen von heute = Wertlos

    Kauft alle beste keine Neuwagen mehr, lasst die Autoindustrie mal so richtig zappeln, bis sie wieder richtige Autos herstellen die man nicht wegwirft und min. 20 Jahre halten kann was auch die Tierwelt danken wird. Und zu richtigen preisen mit geringem Wertverlust, viel Auto fürs Geld, auch sollen um Himmelswillen auch 80 % auf Plastik reduzieren und wieder Naturstoffe einsetzen die früher die Oldtimer hatten. Es läuft qualitativ und preislich gewaltig was Schief in der Autoindustrie, kann nicht sein das ein Auto nach 2 Jahren 60 % weniger Wert hat wer das weiter zahlen möchte, bitte aber jamm

    • und vor allem weg von der batterie, am 16.11.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      kiloweise hochgiftige batterien

      spazieren fahren ist keine gute lösung für eine saubere umwelt, aber die grünen können leider nur bis zur nasenspitze denken.

    • Petra Wyler am 16.11.2019 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber nicht

      Wie Oldtimer? Maximal 100 kmh schnell, schlechtes Fahrwerk, Rostlöcher nach 5 Jahren, 2 Tonnen Gewicht und ein Verbrauch jenseits 18 Liter das mit 70 PS. Ne Plastik bzw. Gewichtseinsparungen hat eben seinen Sinn. Bezüglich Haltbarkeit müsste man eher was tun. Und der Wertverlust? Ihr genanntes Beispiel ist wohl ein Phaeton oder Jaguar XJ. Dort stimmt das. Bei allen anderen Autos nach rund 4 Jahren noch 50 Prozent des Wertes. Und noch was: denk mal nach was Inflationsbereinigt damals ein Auto kostete, nur die Oberschicht konnte sich das leisten.

    • Endlich eine saubere Lösung! am 16.11.2019 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      H2-Zapfsäulen auf Februar 2020 in SG

      Immer mehr Wasserstoff-Tankstellen gibt es in der Schweiz, auf Februar 2020 ist eine in St.Gallen an der Oberstrasse bereit zum tanken, und es werden immer mehr. Geht auf Google und schaut nach: In SG wird der Wasserstoff sogar selbst produziert, nicht nur verkauft. Das Wasserstoffauto ist in ca. 3 Min. vollgetankt und startbereit, hat immer 100% Leistung, kein altersbedingter Batterieabfall. Pech, wenn man falsch investiert hat und sich ein E-Auto mit stark-umweltbelastendem, und komplizierten Batteriebetrieb hat aufschwatzen lassen, laut lach!!

    • Bürger am 16.11.2019 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      Kann doch nicht sein

      @ Petra Wyler Dann erklären Sie mir bitte warum ein Vauxhall Velox aus dem jahr 1949 einen 5 Türer mit einem 6 Zyl. Reihenmotor 1029 kg wiegen kann wären ein Aktueller Limousine auf über 1500 kg kommt ? Wissen Sie wie ein Oldtimer damals ausgestattet war nur mit dem nötigsten und die heutigen Autos haben fast 300 kg Plastik in hülle und Fülle. Klar das auch die Verstärkung der Karosserie eine Rolle spielt aber nicht mehr als 100 kg Unterschied der Rest nur Elektronik und massiv Plastik. Die Neuwagen sind leichter HA HA HA !

    • Petra Wyler am 16.11.2019 17:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Bürger

      Vergleiche lieber einen Lotus. Damals: kein Xenonlampe oder LED, keine Airbags, Gurtstraffer. Sicherheitsglas, Navi, Klimaanlage, Sitzheizung, Sitzverstellung, Reserverad, Seitenaufprallschutz, Frontoverlappingschutz, etc. Das ist der Grund.

    • Peter M am 16.11.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Bürger

      Fahr mal mit deinem Velox mit 60 kmh gegen die Wand und mit einem Skoda. kleiner Tipp: Versuchs erst mit dem Skoda.

    • U. Schulz am 17.11.2019 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Endlich eine saubere Lösung!

      Benzin und Diesel werden ohne Umweltbelastung hergestellt, gell?

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  • Liesel (Baden/AG) am 16.11.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wir freuen uns

    Wir hatten bisher immer Fahrzeuge von VW, schon meine Eltern fuhren VW-Käfer. Wir waren immer stets sehr zufrieden. Mein Mann und ich haben uns nun entschlossen endlich mal einen Skoda zu kaufen und dieser Octavia wird wohl unser nächster treue Begleiter.

    • Thomas Lanz am 16.11.2019 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Liesel (Baden/AG)

      Informiert euch zuerst wer VW gegründet hat, wer genau den Auftrag gegeben hat. Dann überlegt euch gut , ob ihr sowas unterstützen wollt. Ich kann es nicht aus moralischen und ethischen Gründen

    • Mf39gi am 18.11.2019 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas Lanz

      Was hat das jetzt mit dem zu tun?

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  • @Texi am 16.11.2019 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für die Arbeiter

    Habe 4 Stück für meine kleinen Arbeiter bestellt. Das Fahrzeug für meine Aussendienstler.