«Pagani Huayra»

02. März 2011 19:57; Akt: 03.03.2011 07:52 Print

Ein Exote aus Italien sorgt für Furore

Der Name ist fast unausssprechlich: Pagani Huayra heisst der unter Wohlbetuchten begehrte Bolide für den Sommer.

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Der Name, den der Zweisitzer vom Gott des Windes aus dem Sagenreich der Inka übernimmt, geht einem zwar kaum über die Zunge. Doch das Sprachtraining dürfte sich lohnen. Denn so schnell, so selten und so schön wie der Flügel­türer aus dem italienischen Norden ist kaum ein anderer Sportwagen.

Schon bei der Karosserieform geht Pagani mit dem Nachfolger des Zonda ganz eigene Wege: Wo die Konkurrenz auf mächtige Spoiler setzt, sind beim 4,61 Meter langen und 1,17 Meter flachen Huayra die beiden grossen Flügeltüren das Einzige, was sich in den Wind reckt. Ansonsten reicht das ausgefeilte Profil der Flunder völlig aus, um genügend Abtrieb für Spitzengeschwindigkeiten weit jenseits von 350 km/h zu erzeugen.

Wie bei einem Düsenjäger gibt es dafür beim Huayra auf ­jeder Ecke so genannte Flaps: Gross wie ein DIN-A-4-Blatt und elektronisch gesteuert, können sie den Luftstrom im Ernstfall so leiten, dass der Wagen besser bremst und nicht doch abhebt.

Zwar haben die Italiener das komplette Auto selbst entwickelt und einen ihrer Proto­typen mit dem Projektcode C9 sogar auf einer deutschen Autobahn einem unfreiwilligen Crashtest unterzogen. Doch das wichtigste Bauteil kaufen sie zu: den Motor. Der kommt von der schnellen Mercedes-Marke AMG, hat zwölf Zylinder und sechs Liter Hubraum. Beatmet von zwei Turboladern reicht das für 700 PS und 1000 Nm, mit denen die luftige Gottheit 370 km/h erreichen soll.

Dabei hat der Motor buchstäblich leichtes Spiel. Denn obwohl das Cockpit des Huayra innen mit Lack und Leder und viel blankem Metall glänzt und funkelt wie ein Bentley fürs Rotlichtviertel, muss jede PS nur 1,9 Kilo schleppen.

Was genau der Huayra kosten soll, haben die Italiener noch nicht verraten. Doch wenn der Zonda schon für 1,4 Millionen Euro verkauft wurde, dürften fürs neue Modell mindestens 1,5 Millionen Euro drin sein.