Der neue VW Golf

29. November 2019 08:00; Akt: 29.11.2019 12:14 Print

Evergreen reloaded

von Dave Schneider - Der achte VW Golf soll die lange Erfolgsgeschichte weiterführen. Digitalisierung und Elektrifizierung sind dabei die Kernthemen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In den letzten 45 Jahren wurde alle 40 Sekunden ein VW Golf verkauft. 35 Millionen Stück in sieben Modellgenerationen, dazu ein ikonisches Design, das jeder kennt und zumindest in Europa lange Zeit das meistverkaufte Auto überhaupt: Der Golf gehört unbestritten zu den ganz Grossen der Automobilgeschichte. Er ist seit jeher die Benchmark in der Kompaktklasse, der Gradmesser für alle anderen. Nun folgt die achte Generation – und wie viele Auto-Legenden muss sich auch der Golf dem aktuellen Zeitgeist unterwerfen. Zumindest ein Stück weit.

Umfrage
Was hältst du vom neuen Golf 8?

Am Design hat sich nicht viel geändert, lediglich ein paar schärfere Falten im Blechkleid, neue Scheinwerfer und eine etwas tiefer nach unten gezogene Haube heben den achten Golf vom Vorgänger ab. Und hinter dem Lenkrad fühlt er sich genauso vertraut an wie immer schon: Die Sitzposition, die Ergonomie, das Lenkrad – jeder, der schon mal ein Golf gefahren ist, wird sich sofort daheim fühlen. Auf der Strasse sind dann doch Unterschiede zu spüren: Der Neue liegt etwas satter in der Kurve, untersteuert kaum, das neue Fahrwerk sorgt für mehr Komfort und weniger Fahrgeräusche. Auch die Aussenmasse und die Proportionen haben sich nicht verändert – wieso sollte man an dieser Erfolgsformel auch etwas ändern?


«Hallo Volkswagen»

Ganz vertraut ist dann aber doch nicht alles, zumal der Innenraum komplett neu daherkommt. Ein digitales Cockpit und ein grosser Touchscreen sind im neuen Golf Standard – sie verschmelzen optisch zu einer grossen, dem Fahrer zugeneigten Kommandozentrale. Nicht nur der Bildschirm, sondern auch andere Bedieneinheiten sind berührungsempfindlich. So wird mit einem Fingerwisch auf einem Sensorbalken die Lautstärke geregelt oder das Dachfenster geöffnet – cool!

Eine neue Spracherkennung («Hallo Volkswagen») versteht normale Sätze und reagiert auf Eingaben wie «Ich habe Lust auf eine Pizza» - vergleichbar mit den Systemen, die Mercedes, BMW und Audi bereits eingeführt haben. Via App kann Amazon Alexa integriert und somit entsprechende Online-Dienste genutzt werden. Dass das Auto permanent online ist und mit dem Smartphone voll vernetzt werden kann, versteht sich von selbst.

Auch betreffend Fahrassistenzsystemen wurde aufgerüstet. Der achte Golf ist so ziemlich mit allem vollgepackt, was die Autotechnik diesbezüglich zu bieten hat, inklusive Notbremssystem beim Linksabbiegen im Gegenverkehr, vorausschauendem Adaptiv-Tempomat und dem so genannten Travel Assist, der bis 210 km/h teilautonomes Fahren auf der Autobahn ermöglicht. LED-Scheinwerfer sind in allen Varianten serienmässig, auf Wunsch ist Matrix-LED-Licht erhältlich.


GTI und R kommen erst nächsten Sommer

Neue Motoren senken den Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 17 Prozent. Zum Marktstart im Frühling werden ein 2-Liter-Diesel mit 115 oder 150 PS sowie ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 130 oder 150 PS angeboten – Letzterer ist auch als Mildhybrid mit 48-Volt-Riemenstarter-Generator erhältlich. Im Sommer 2020 kommt der GTI und der Golf R, gefolgt von gleich zwei Plug-in-Hybridversionen (204 und 245 PS) und einer Erdgasversion im Herbst. Der Kombi (Variant) wird dann für Winter 2020 erwartet.

Neue Motoren senken den Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 17 Prozent. Zum Marktstart im Frühling werden ein 2-Liter-Diesel mit 115 oder 150 PS sowie ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 130 oder 150 PS angeboten – Letzterer ist auch als Mildhybrid mit 48-Volt-Riemenstarter-Generator erhältlich.

Im Sommer 2020 kommt der GTI und der Golf R, gefolgt von gleich zwei Plug-in-Hybridversionen (204 und 245 PS) und einer Erdgasversion im Herbst. Der Kombi (Variant) wird dann für Winter 2020 erwartet. Einen rein elektrisch angetriebenen Golf gibt es übrigens nicht mehr – dafür hat VW ja bald den neuen ID.3 –, und auch der Golf Sportsvan und die dreitürige Variante wurden gestrichen. Definitive Preise sind noch nicht bekannt, der Einstieg wird aber bei rund 29'000 Franken liegen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • scorpione am 29.11.2019 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    facelift

    das ist jetzt schon etwa der 3. oder 4. bericht über dieses auto. ich denke wir habens verstanden. was andere autobauer als facelift/restyling bezeichnen, heisst bei vw neu. korrigiert mich falls ich falsch liege.

  • Nein Danke am 29.11.2019 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Mit VauWeh habe ich jahrelang immer nur

    Geld verloren, seitdem ich einen Japaner fahre habe ich jeden Monat Geld übrig. Mich zieht kein VauWeh-Verkäufer mehr über den Tisch!

    einklappen einklappen
  • Ronny C. am 29.11.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Der letzte Golf

    Und wieder ein Aufguss uralter Technik, sogar die billige, alte Verbundlenkerhinterachse (bekannt aus Dacia und Co.) ist wieder mit dabei. Ein paar made-in-China-Displays tragen den Wagen nicht in die Moderne. Wie dem auch sei, der Sargnagel des Golf, der ID.3 wird produziert und er wird wohl in Kürze den Lead in der Zulassungsstatistik übernehmen. Ist es schade um den Golf ? Nun, das muss jeder selber entscheiden. Ein Massenauto wie früher ist er eh nicht mehr, der Skoda Octavia hat das übernommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jan am 04.12.2019 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zufrieden

    Mein Golf 7 als Handschalter (1.4tsi, 122ps) läuft bis jetzt wunderbahr. Da er jetzt die 200'000km grenze ereicht hat habe ich mir die frage nach dem Golf 8 gestellt, jedoch fahre ich den G7 weiter bis er die 10 Jahre (2024) ereicht hat. Danach werde ich warscheindlich auf ein Stromer umstellen.

  • Martin am 01.12.2019 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Travelassist nein Danke

    wenn der Travel Assistent so gut ist wie im neuen Passat, dann aber HALLO Unfallgefahr... Ich habe einige Fahrzeuge gefahren, aber so was schlechtes wie beim neuen Passat noch nie erlebt... da war der VFL um Welten besser....

  • hurrlibutz am 30.11.2019 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    schrott

    Teurer deutscher Schrott forever. Ich kann mich an meinen Peugeot 104 erinnern. Als ich erstmals in einen VW Golf einstig, dachte ich, mich trifft der Schlag. Hässliches Interieur, extrem unbequem, lauter, unzivilisierter Motor - ein Ostblockauto. Niemals hätte ich den kleinsten Peugeot gegen diesen Schrott ausgetauscht. Wie haben es die Deutschen nur geschafft, ihren Schrott wetlweit zu Höchstpreisen zu verkaufen?

    • Räuber Hotzenplotz am 30.11.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

      @hurrlibutz

      Warum es die Deutschen schaffen ihren Schrott zu Höchstpreisen zu verkaufen? Ganz einfach: Im Blut eines Deutschen ist immer noch ein weltweit exklusives Gen vorhanden, dass sie antreibt, einer Gesinnung oder Produktes aus ihren Reihen ,bis zum Untergang hörig zu sein, koste es was es wolle.

    • Major Tom am 03.12.2019 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      Ernsthaft?

      Sie fabulieren hier von einem Peugeot 104? Ein Auto, welches mindestens 30 Jahre alt ist und Sie wollen ernsthaft bei einem aktuellen Auto mitreden?

    einklappen einklappen
  • Smiler am 29.11.2019 22:28 Report Diesen Beitrag melden

    Smile

    Fahren mit einem umweltfreundlichen, leisen E-Mobil schont das Klima und gibt gute Laune. Es zaubert einem ein Lächeln aufs Gesicht. Dieses Lächeln hat in Fachkreisen sogar schon einen Namen: «Electric-Vehicle-Smile».

    • lachender Leser am 30.11.2019 00:46 Report Diesen Beitrag melden

      Wieder so einer den man über den Tisch

      ziehn konnte. Der E-Schrottverkäufer lacht vermutlich heute noch.

    einklappen einklappen
  • Stromuald am 29.11.2019 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Einige haben Einiges zu verlieren...

    Lasst Euch nicht beeinflussen von "Petrolheads" die Unwahrheiten verbreiten und Oel-Lobbyisten. Klar wettern sie gegen die "ach so schädlichen" E-Autos... Sie und einige Garagisten haben auch so Einiges zu verlieren...(Ersatzteile, Servicearbeiten...).

    • Schofseckel am 30.11.2019 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stromuald

      Guten Tag Ich bin ein Petrolhead. Mir ists wurst was Sie und andere fahren, da es mich ja nicht betrifft. Solange Sie und andere akzeptieren, dass ich halt einfach nen Verbrenner fahren möchte, werde ich meine Meinung diesbezüglich auch nicht ändern. Danke für die Kenntnisnahme

    einklappen einklappen