«FF»

02. März 2011 19:55; Akt: 02.03.2011 20:10 Print

Ferrari für die Familie

Man liebt ihn, oder man hasst ihn: Der neue FF entfacht einen «Glaubenskrieg» unter den Ferraristi.

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Wenn Ferrari ein neues Modell präsentiert, so ist das für die Italiener ebenso wichtig wie für die Briten die Geburt eines Thronfolgers. Darum staunte die Gemeinde des «cavallino rampante» (das galoppierende Pferd) nicht schlecht, als die Mannen aus Maranello die ersten Bilder des FF veröffentlichten. Denn statt eines flotten Flitzers für vermögende Singles hat Designer Pinin­farina einen echten Viersitzer gezeichnet, der auf den ersten Blick sogar als sportlicher Kombi durchgehen würde und so unkonventionell wirkt, dass Ferrari selbst vom «konsequenten Bruch mit der Vergangenheit» spricht.

Zwar bleibt es (noch) bei zwei Türen, doch die breiten Flanken des 4,91 Meter langen Luxusliners sind ungewöhnlich hoch, die Dachsäule überdurchschnittlich dick und die Heckscheibe steht so aufrecht wie noch nie bei Ferrari. Das hat man so schon beim Z3-Coupé von BMW gesehen – und das hat sich schlecht ­verkauft.

Doch die Zeiten ändern sich. Und auch mit 450 Litern Kofferraum, einer umklapp­baren Rückbank und dann 800 Litern Platz für Kleider­säcke oder Golfbags ist der FF mehr Sportler als Schlepper – obwohl man in diesen Ferrari mehr einladen kann als etwa in einen VW Golf.

Und der Motor hat es wie immer in sich. 12 Zylinder, 6,3 Liter und 660 PS heissen die Eckdaten des Ferrari-Herzens. Und weil jede PS nur 2,7 Kilogramm zu bewegen hat, reicht das für eine atemberaubende Beschleunigung in 3,7 Sekunden auf Tempo 100. Weil der Ferrari ein Start-Stopp-System spazieren fährt, sinkt der Verbrauch auf 15,4 Liter.

Und was Ski fahrende Ferrari-Fans freut: Erstmals in der Geschichte wird ein Renner aus Maranello mit Allrad­antrieb ausgestattet.