«Capture»

20. Februar 2011 19:15; Akt: 20.02.2011 19:21 Print

Genügsamer Abenteurer aus Frankreich

Jetzt lockt ausgerechnet Renault mit einem neuen Boliden auf die Buckelpiste.

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Der Capture: 22-Zoll-Räder, eine sportlich lange Motorhaube und eine aggressive Front. Futuristisch: Das Innere des Capture. (Renault)

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Ausgerechnet Renault! Wenn eine Marke den Trend zum Geländewagen verschlafen hat, waren es die Franzosen. Trotzdem wagen sie nun mit einer Studie für den Genfer Salon den nächsten Versuch: Capture heisst der Allradler, mit dem Renault sportlich über Stock und Stein pflügen möchte.

Gezeichnet im Geist der Pariser Studie Dezir spielt der 4,22 Meter kurze Capture Grenzgänger zwischen den Segmenten, der ähnlich wie der Juke bei Konzernschwester Nissan halb Sport- und halb Geländewagen sein möchte. Deshalb hat er auf der einen Seite üppige 22-Zoll-Räder und viel ­Bodenfreiheit, auf der anderen Seite eine sportlich lange Motorhaube, eine aggressive Frontpartie, ein knackiges Heck und muskulöse Kot­flügel.

Doch damit lässt es Renault nicht bewenden: Zu Coupé und SUV mischen die Franzosen auch noch ein wenig Open­air-Gefühl. Wer das Hardtop herunternimmt und in der Garage lässt, sitzt so luftig wie in einem Roadster. Zur unkonventionellen Form gibts einen nicht minder ungewöhnlichen Innenraum: Die beiden vorderen Sitze sind am Mitteltunnel befestigt und scheinen deshalb zu schweben, und alle Konsolen sind mit einer transparenten Folie bezogen, unter denen Lichtleiter schimmern.

Bemerkenswert ist aber nicht allein das Design der Studie, sondern vor allem ihr Antrieb. Denn unter der Haube steckt ein neuer 1,6-Liter-Diesel mit Doppelturbo, der schon bald in Serie gehen und den bisherigen 1,9-Liter ersetzen wird. Er kommt auf ­380  Nm, schafft den Sprint in 8,8 Sekunden, erreicht 210 km/h und ist dank einer sparsamen Doppelkupplung mit weniger als vier Litern zufrieden.