Gewusst wie

27. Februar 2011 19:11; Akt: 27.02.2011 19:17 Print

Reparieren statt ersetzen

Einen noch guten Pneu wegschmeissen, nur weil ein Nagel eingefahren wurde? Das muss nicht sein.

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Wer wegen eines Nagels einen Platten hat, muss seinen Pneu nicht zwangsläufig durch einen neuen ersetzen.

Fehler gesehen?

Gewusst? Viele Reifenschäden können repariert werden. Bei Verletzungen in der Lauffläche sei sehr vieles machbar, sagt Reifenspezialist Marcel Hunkeler. Je weiter der Defekt sich ­jedoch in Richtung der Reifenschulter befinde, desto geringer sei die Aussicht auf eine mögliche Reparatur. Was Hunkeler auffällt: «Viele kommen nach einer Reifenpanne zu spät. Den ursprünglichen Schaden hätte man reparieren können, aber durch das Weiterfahren mit zu geringem Luftdruck zerstören manche ihren Reifen so stark weiter, dass der Schaden irreparabel wird.»

Je nach Aufwand lässt sich ein Einfahrschaden in der Lauffläche eines PW-Reifens übrigens bereits mit Kosten von 30 bis 50 Franken reparieren. Und: Eine nach allen Regeln der Kunst durchgeführte Reparatur hinterlässt im Reifen keine Schwachstelle.

«Bei der Reparatur wird nach einer internationalen Schadenstabelle vorgegangen», erklärt Erich Heimgartner, Präsident der Prüfungskommission für Reifenfachleute beim Reifenverband der Schweiz RVS: «Diese Tabelle definiert genau, welche Schäden wo am Reifen und nach welcher Methode repariert werden müssen, damit die Sicherheit gewährt bleibt.» Wichtig: Reifenreparaturen sollten nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang verweist Heimgartner auf die neuen Berufe, die das Gewerbe geschaffen hat: den Reifenpraktiker und den Reifenfachmann mit eidg. Fachausweis.

www.swisspneu.ch