«Connected Drive»

13. Februar 2011 19:23; Akt: 13.02.2011 19:29 Print

So sexy könnte die Zukunft sein

Am Genfer Auto-Salon will BMW mit einem Einzelstück glänzen.

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Dieser Roadster ist die schmucke Verpackung für das Technologiekonzept Connected Drive.

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Schade: Der Roadster, den BMW am Genfer Salon zeigt, ist nur die schmucke Verpackung für ein Technologiekonzept, das die Bayern Connected ­Drive nennen und dem sie zum ersten Mal ein Gesicht geben wollen. Connected Drive steht für die Vernetzung von Fahrzeug, Fahrer und Umwelt und ist den Ingenieuren genauso wichtig wie ihre Efficient-Dynamics-Strategie. Denn wenn der Fahrspass auf immer volleren Strassen in Bedrängnis gerät, müssen die Autos neben der Freude am Fahren noch ein paar andere Qualitäten bieten.

Dabei setzten die Bayern auf die Vernetzung verschiedener Fahrzeuge, auf den permanenten Datenaustausch mit der Infrastruktur sowie einen dauerhaften Informationsfluss zwischen dem Auto und der ominösen «Cloud» – einer Wolke, in der wie in einem virtuellen Internet permanent alles für den Fahrer Wissenswerte aufbereitet wird.

So weiss das Auto, wann welche Ampeln Rot oder Grün zeigen, und kann vorhersagen, ob sich ein anderes Fahrzeug auf Kollisionskurs befindet. Die komplette Integration des Mobiltelefons erübrigt die Zieleingabe, weil sich die Elektronik alle Informationen aus dem elektronischen Terminkalender holt und nebenbei noch E-Mails vorliest und sich Kurznachrichten diktieren lässt. Selbst der Beifahrer fährt durch eine neue Welt, wenn er mit einem Fingerzeig den unsichtbaren Monitor in der Mittelkonsole aktiviert und seinen Browser startet.

Zwar hat selbst bei BMW keiner die Hoffnung, dass es den Roadster einmal in Serie geben wird. Doch das Elektronik- und Infotainment-Konzept ist für die Bayern mehr als eine Spielerei, sagt ein Insider: «Vieles davon wird kommen. Und zwar schneller, als manche glauben.»