387 oder 421 PS

05. Juli 2019 12:00; Akt: 05.07.2019 18:47 Print

AMG macht die A-Klasse zum Spitzensportler

von Thomas Geiger - Wenn Mercedes-Ableger AMG jetzt den neuen A 45 an den Start bringt, wird das Baby von Benz mit bis zu 421 PS zum König der Kompaktklasse.

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Dagegen ist ein Golf GTI zum Einschlafen und ein Focus RS nicht viel besser. Denn unter der Haube des neuen A 45 ist nichts anderes verbaut als der stärkste Vierzylinder, der aktuell in Grossserie gefertigt wird. Wie der 305 PS starke Motor aus den 35er-Modellen hat auch er 2,0-Liter-Hubraum, ist aber komplett neu entwickelt worden. Intern als «M139» geführt, wird es ihn, wie bislang nur die V8-Modelle, künftig sogar in zwei Leistungsstufen geben: Als Basismodell mit 387 oder als S-Version mit 421 PS. Das sind gute zehn Prozent mehr als beim Vorgänger und genug für einen neuen Superlativ. Denn der M139 hat nicht nur eine Literleistung wie ein Supersportwagen, sondern er ist obendrein der aktuell stärkste Vierzylinder, der weltweit in einem Serienmodell angeboten wird.

Neben der Leistung hat AMG auch das Drehmoment angehoben und die Drehzahlkurve nach oben verschoben. So gipfelt die Anzugskraft des Vierzylinders jetzt bei 480 oder 5000 Newtonmeter und der Motor wird erst bei 7200 Touren eingebremst. Das ermöglicht Fahrleistungen, die man bislang eher bei Porsche und nicht in der Kompaktklasse erwartet hätte: So beschleunigt der A 45 S mit rasend schneller Achtgang-Doppelkupplung und sportlich ausgelegtem Allradantrieb als Standard in 4,0 Sekunden auf Tempo 100 und wer das AMG-Drivers-Package bestellt, der schiesst mit 270 Sachen an der kompakten Konkurrenz vorbei.

One Man, one Engine – und aus Affalterbach

Dazu gibt es wie immer ein Design, das die Kraft auf Anhieb erkennen lässt. Deshalb hat AMG nicht nur die Schürzen und Schweller ausgetauscht und einen schmucken Spoiler montiert, sondern auch einen neuen Grill und weiter ausgestellte Kotflügel designt, die Platz für eine Vorderachse mit grösserer Spurweite machen. Dazu noch ein Interieur mit tiefer ausgeschnittenen Sitzen, griffigerem Lenkrad und reichlich Karbon auf den Konsolen und schon ist die A-Klasse fit für das aktuelle Sportstudio.

Mit dem neuen Motor geht auch eine Umstellung in der Produktion einher. Wurde der bisherige Vierzylinder noch aus einem Mercedes-Werk in Kölleda zugeliefert, baut AMG den neuen Treibsatz künftig in Affalterbach selbst und wendet dafür ein Prinzip an, das man sonst nur von sehr viel exklusiveren Modellen kenn: One Man, one Engine. Jeder Motor wird von einem einzigen Mitarbeiter weitgehend in Handarbeit montiert, und als letzten Handgriff bestätigt der Monteur die Eigenleistung mit einer Plakette, auf der sein Name steht. Dieses Ehrenabzeichen könnte die Kunden allerdings teuer zu stehen kommen: Unter 50'000, eher 60'000 Euro dürfte etwa der neue A 45 als Erstling beim Powerplay kaum zu haben sein.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ronny C. am 05.07.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Langzeitbetrachtung

    421 PS aus einem 2.0l-Fourbanger ist beeindruckend. Die Frage ist nur für wie lange. Sind die Motörchen nach 40'000km reif für einen Austausch ? Ich würde mir jedenfalls sehr sehr gut überlegen, ob ich so eine "Lausbubenkiste" gebraucht kaufen würde, das scheint ein Geldgrab ohne Ende zu werden. Als Neuwagen mit Garantie ist der A45 sicher ein Spass. Voll ausgestattet wird der Wagen wohl bei 90kCHF liegen. Ist ein Kleinwagen soviel wert ?

    einklappen einklappen
  • socom am 05.07.2019 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich bin am warten

    cooles auto! aber wo bleiben bloss die sektenhaften kommentare von sunpower (aka e guru, und etliche andere)? da er ja nichts anderes zu tun hat, sollte die spamerei doch langsam losgehen...

  • Acht-Ender Dragan am 05.07.2019 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Langzeitbetrachtung II

    Ein überzüchteter Rasenmäher, nichts mehr.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kassensturz am 11.07.2019 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wartungsarbeiten

    +++ Ein Elektroantrieb verfügt über viel weniger Bauteile als ein Verbrenner. Daher gilt, je weniger Teile, desto weniger kann kaputt gehen. Ein Elektroauto verfügt weder über eine Kupplung, noch Motoröl und Getriebeöl. Es werden auch keine anderen Verschleissteile wie Zahn- und Keilriemen, Zündkerzen oder Frostschutzmittel benötigt. Somit sinken die Unterhaltskosten. Dieser Mangel an Verschleissteilen sorgt dafür, dass Wartungs- und Inspektionsarbeiten nicht nur seltener, sondern auch schneller und somit billiger durchgeführt werden können. +++

  • O.Wotter am 09.07.2019 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Bild 2 hat

    bei mir einen Schreikrampf ausgelöst. Proportionen des Grauens!

  • Sagidugi am 08.07.2019 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Mercedes war mal wer

    Design à la Mercedes, Technik à la Mercedes, Preise à la Mercedes. Warum so etwas kaufen, wenn es für die Hälfte Autos mit Design, neuester Technik gibt. Sorry Mercedes, ihr habt dermassen viel verschlafen... Bye

  • Foofoo am 08.07.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Begrenzung

    "AMG Drivers package" ... ist das wieder so ein Ding, wo man für das setzen eines elektronischen Bits zu Begrenzungsaufhebung 3000+ CHF zahlen soll oder so? :P

  • Pofpof am 08.07.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Naja....

    Da fahr ich lieber Kia und hab 370 PS aus angemessenen 3.3 Litern V6. Das hier ist eine Nähmaschine mit zu grossem Fön dran.