Auto-Ratgeber

02. Oktober 2019 05:00; Akt: 01.10.2019 18:01 Print

Benziner, Hybrid, Elektro – auf was soll ich setzen?

von Markus Peter, AGVS - Elektro, Hybrid oder doch lieber ein konventioneller Antrieb? Sepp ist unsicher, welche Motorisierung er beim nächsten Autokauf wählen soll.

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Bei der Wahl eines Neuwagens sollte in erster Linie nicht die Antriebstechnologie im Vordergrund stehen, sondern der Einsatzzweck. (Bild: Webstock)

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Frage von Sepp ans AGVS-Expertenteam:
Ich frage mich, für welche Art von Motor ich mich beim Neukauf eines Autos entscheiden soll. Von den Klimaaktivisten wird ja diesbezüglich viel verlangt und auch die Politiker fangen an, in naher Zukunft nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zulassen zu wollen. Was passiert mit den Abertausenden von Occasionen, die es in den nächsten Jahren geben wird und für die kein Händler mehr beim Neukauf etwas zahlen wird?

Antwort:

Lieber Sepp

In der Tat war die Palette an Antriebstechnologien noch nie so gross wie heute. Auf der einen Seite haben wir den Hype um das Elektrofahrzeug, auf der anderen Seite bewährte Technologien wie Benzin- und Diesel-Motoren, verschiedene Hybrid-Varianten sowie CNG (Erdgas und Biogas). Und auch einige Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind bereits auf Schweizer Strassen unterwegs.

Bei der Wahl eines Neuwagens sollte unseres Erachtens aber nicht die Antriebstechnologie im Vordergrund stehen, sondern der Einsatzzweck. Das heisst: Wie viele Plätze werden benötigt? Welche Distanzen sollen damit täglich zurückgelegt werden? Soll damit auch ein Anhänger gezogen werden können? Und so weiter.

Falls du den Wagen vorwiegend für kurze Strecken brauchst, kann ein batterieelektrisch angetriebenes Auto (mit einer verhältnismässig kleinen und leichten Batterie) durchaus eine prüfenswerte Alternative sein. Auf langen Strecken haben Verbrennungsmotoren – Diesel, Benzin oder auch CNG – nach wie vor ihre Vorteile.

Für den Occasionsmarkt lässt sich sagen, dass sich die CO2-Ziele und die immer strengeren Emissionsvorschriften jeweils nur auf Neuwagen beziehen. Man hat als Autobesitzer also einen gewissen Bestandesschutz. Zumindest sieht es in der Schweiz danach aus, dass pauschale Verbote für gewisse Technologien (noch) keine Mehrheit finden. Mit den nun vor der Türe stehenden Verschärfungen bei den CO2-Zielen von 130 auf 95 Gramm pro Kilometer könnte es sogar ein Szenario geben, bei welchem gut erhaltene Occasionen im Wert steigen, da die Neuwagen - besonders diejenigen mit hohen CO2-Werten - aufgrund der hohen CO2-Sanktionen verteuert werden. Dies ist aber wirklich nur eines von mehreren möglichen Szenarien.

Gute Fahrt!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bürger am 02.10.2019 05:44 Report Diesen Beitrag melden

    Man weis es nicht

    Tja ganz ehrlich niemand weiss was man in Zukunft fahren wird und das wird sich zeigen, welche Technologie die bessere Wahl ist jedoch wird es für die Autokonzerne Dunkle Wolken geben am himmel es werden in Moment wird auf Elektro umgebaut ob es langfristig gut kommt ? Mein Auto für die Zukunft ist ein Oldtimer mit Verbrenner, ich brauche keine Kameras oder Spione im Auto

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  • Fred am 02.10.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    E-Auto's decken noch nicht alles ab

    Die meisten Leute brauchen ihr Auto zu 80-90% für Kurzstrecken die problemlos mit einem günstigen E-Auto abgedeckt werden können. Nur ist es halt so, dass wenn man für die restlichen 10-20% (Ferien, Besuche von Freunden und Verwandten, Ausflüge, irgendwo was abholen, .....) immer ein anderes Auto mieten oder den ÖV nehmen muss, wird's teuer und umständlich. Daher sind e-Autos für alle die nur ein Auto haben oder haben wollen, noch keine wirtschaftliche Alternative.

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  • Fabio am 02.10.2019 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Familienauto

    Naja, habe noch kein schlaues E-Auto für Familien gefunden. Und wenn es das gibt, dann vermutlich nicht bezahlbar. Da braucht man schon eine Art Van mit Platz. Falls jemand etwas kennt, bin offen für E-Autos, auch wenn der Strom auch nicht so Öko und viel besser ist. Ansonsten denke ich, dass es noch etwas warten muss.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Coal Roller am 23.10.2019 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rollin' Coal

    Das beste ist Diesel ohne Katalysator

  • TSLA-Driver am 06.10.2019 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Langstrecken E-Auto

    Für Menschen, die viele Langstrecken fahre, gibts derzeit nur eine Wahl, die finanziell Sinnmacht: ein Langstrecken taugliches Elektroauto. Das wären derzeit diese Elektroautos: alle Teslas, ein Audi E-Tron oder ein Hyundai Ioniq/Kona Elektro. Bei zweifeln kann ein Plugin Hybrid Sinn machen. Begründung: spätestens ab 2022 verlieren alle Verbrennerfahrzeuge massiv an Wert. Jetzt einen reinen Verbrenner zu kaufen ist finanziell verrückt.

    • Franz Engel am 06.10.2019 23:58 Report Diesen Beitrag melden

      Kalkulation.

      Und eAutos werden in den nächsten zehn Jahren die Reichweiten mehr als verdoppeln und preiswerter. Weshalb jetzt ein eAuto kaufen? Und auch, wenn ein Verbrenner an Wert verliert - er fährt doch noch 5, 10, 15 Jahre. Spielt nur beim Verkauf eine Rolle. Und wenn ich einen Verbrenner für 20.000 fahre, verliere ich max. 20.000. Beim eAuto 40.000. Und wer kauft mir das veraltete eAuto ab?

    • Bürger am 10.10.2019 05:39 Report Diesen Beitrag melden

      Tschüss Auto mobil

      @ Franz Engel In den Nächsten 10 Jahren gibt es keine Neuwagen mehr zu kaufen, da alle Autokonzerne Konkurs gegangen sind . Es werden die Fzge die noch vorhanden sind weiter gefahren und repariert werden. E-Autos sind der Todesstoss der Autokonzerne, was danach denn kommt weiss man nicht

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  • Dani am 06.10.2019 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur eine Antwort

    Super finde isch, dass die Garagistenvereinigung gefragt wird, welches auto man nehmen soll!?! Ist wie man den Metzger fragt ob man lieber Fleisch oder doch lieber Brot und Gemüse kauffen soll!! Es ist Zeit endlich auf elektrisch umzusteigen, auch wenn es manchmal etwas mehr Zeit braucht für längere Reisen. So etwa 10h pro jahr, ist der Unterhalt so viel günstiger dass man gleich nur noch 90% arbeiten braucht und damit 10h pro monat mehr zeit hat... Ziisschh...

    • fritschi am 19.10.2019 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      kommt auf die Betrachtungszeit an...

      Wenn Sie auf 300'000km zu bisher exakt 0.39 Rp./km (VOLLKOSTEN mit ALLEM eingerechnet, also auch Parkplatz etc.). Und das ist kein Kleinwagen sondern ein ziemlich luxuriöser Mittelklassewagen (Lancia). Das kann das e-Auto erst, wenn die Batterie auch >10j hält (bei 30'000 km/J). Da bin ich (noch) skeptisch, bzw. liegt das Risiko VOLL beim Käufer.

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  • nikotin am 05.10.2019 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den Mist kann man für div. gebrauchen

    ich kaufe mir einen Pferd, somit ist alles erklärt ...

    • TSLA-Driver am 06.10.2019 21:16 Report Diesen Beitrag melden

      Pferd vs. Verbrenner

      Das erste Rennen eines Verbrennerfahrzeugs gegen ein Pferd, wurde von letzterem gewonnen

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  • Sion am 04.10.2019 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Solarcar

    Die Startup Firma - SONO MOTORS - entwickelte ein Solarcar. Alles dazu im Internet. _________+++

    • Franz Engel am 07.10.2019 00:01 Report Diesen Beitrag melden

      0,5 Watt/Zelle gegen 40.000W-Batterie

      Haben Sie sich schon einmal mit Solarenergie befasst? Beschattung, Einstrahlwinkel, Leistung pro Zelle in Watt? Mit wie viel Watt wollen Sie denn laden? Was haben Sie an Mehrkosten und Mehrgewicht? Wollen Sie die Häuser abreissen? Und wie hoch ist die Solarwirkung bei Bewegung?

    • Sion am 08.10.2019 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Engel

      Power is where you park and drive it! Das deutsche Startup Unternehmen Sono Motors, hat 248 Solarzellen nahtlos in die gesamte Autokarosserie eingearbeitet. Dadurch kann das Model Sion seine Batterie ganz einfach durch die Sonne selbst laden. So können pro Tag zusätzlich zu den normalen 255 Kilometer noch bis zu 34 Kilometer Reichweite durch reine Sonnenenergie gewonnen werden. Volle Autarkie für Pendler auf kurzen Strecken.

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