Stress am Steuer

09. Juni 2019 10:52; Akt: 09.06.2019 10:52 Print

Kinder steigern die Unfallgefahr im Auto

62 Prozent der Eltern sind am Steuer unkonzentriert, wenn sich die Hinterbänkler zoffen. Intelligente Fahrerassistenz-Systeme sollen Abhilfe schaffen.

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Wer in diesen Tagen im Pfingstverkehr unterwegs ist, kennt das nur zu gut: Der sonst so liebe Nachwuchs kann die Nerven der Eltern auf langen Autofahrten auf eine harte Probe stellen: Bei sechs von zehn Eltern leidet die Konzentration, wenn die Kinder auf der Rückbank spielen, streiten oder sich daneben benehmen, zeigt das Resultat einer Umfrage von Nissan in Deutschland. Ein Fünftel, also 20 Prozent, gab in einer Umfrage sogar zu, dass sie in der Folge die Verkehrsregeln vernachlässigen. 

Das heisst: «Die Eltern wenden die Augen von der Strasse ab oder nehmen die Hände vom Lenkrad» so Nissan. «Der Blinker wird nicht gesetzt, die Fahrspur versehentlich verlassen oder sogar eine rote Ampel überfahren.»

Wutanfälle, Weinen und Geschrei

Doch was sind eigentlich die grössten Stress- und Störfaktoren auf der Rückbank? Angeführt wird die Liste von Wutanfällen mit Weinen und Geschrei (67 Prozent). Es folgen Streitigkeiten zwischen Geschwistern oder Freunden im Fond (60 Prozent) und Tritte gegen die Rückenlehne des Fahrersitzes (45 Prozent). 

In ihrer Verzweiflung greifen Eltern zu verschiedensten Massnahmen: 18 Prozent delegieren das Fahren an eine andere Person, elf Prozent nutzen öffentliche Verkehrsmittel und neun Prozent meiden generell Autobahnen oder viel befahrene Strassen, wenn sie mit Kindern unterwegs sind. Die meisten Eltern setzen aber darauf, die Sprösslinge zu beschäftigen: mit Smartphones und Tablets (34 Prozent), Musik (52 Prozent) sowie Spielzeug oder Büchern (55 Prozent). 

Aber auch moderne Fahrzeugtechnik kann Eltern dabei helfen, entspannter ans Ziel zu kommen. Knapp die Hälfte der Eltern (48 Prozent) ist dank Fahrerassistenzsystemen wie autonomer Notbremsassistent, Spurhalteassistent oder Tempomat gelassener unterwegs. Bei 25 Prozent beeinflussen Fahrhilfen die Wahl eines neuen Autos. 

Sicheres Fahren hat oberste Priorität

«Eltern wissen, dass Familienausflüge nicht immer einfach sind und für den Fahrer eine stressige Zeit bedeuten können», erklärt Jean-Philippe Roux, General Manager Crossovers bei Nissan Europe. «Sicheres Fahren und Konzentration sollten für den Fahrer immer oberste Priorität haben. Wenn er in einem Auto unterwegs ist, dessen Technologie potenziell gefährliche Situationen vorhersagen und verhindern kann, sorgt das für mehr Ruhe am Steuer und hilft ihm, sich voll und ganz auf die Strasse zu konzentrieren.» 

Ein Beispiel dafür ist der Nissan ProPILOT. Das intelligente Fahrerassistenzsystem unterstützt beim Lenken, Beschleunigen und Bremsen auf der Autobahn – ob nun im Stau oder bei schnelleren Fahrten. Dadurch wirkt der ProPILOT Müdigkeit und Stress im Alltag entgegen und trägt zur Verkehrssicherheit bei. Das System ist bereits seit Anfang 2018 für den vollelektrischen Nissan Leaf verfügbar und hält jetzt auch Einzug in den Crossover Qashqai. Im Laufe des Jahres soll der X-Trail noch folgen. 

Weitere nützliche Assistenzsysteme sind unter anderem ein intelligenter Notbremsassistent, der Unfälle vollständig vermeiden oder zumindest deren Folgen minimieren kann, der Around View Monitor mit der beim Einparken nützlichen 360-Grad-Rundumsicht sowie ein Querverkehrswarner, der beim Parken und Rückwärtsfahren auf querenden Verkehr hinweist.

(lab/pd)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MonaLisa am 06.06.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kinder auf dem Rücksitz

    Ich bring das Gefühl nicht los, dass gew. Eltern einfach überfordert sind. Sieht man ebenso in ÖV's und sonst wo. Wir haben uns auch "äffig" benommen unsere Eltern aber ein Machtwort sprachen und Ruhe war. Evtl. haben viele Eltern keinen "richtigen" Bezug mehr zu den Kindern ausser am Abend. Traurig aber leider wahr. Selbstverständlich nicht ALLE Eltern aber immer mehr.

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  • Strenger Vater am 05.06.2019 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Knallbirnen

    Schalldichte Trennwand einbauen, Kinder anbinden und Türen verriegeln. Und schon ist Ruhe im Karton.

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  • Greg am 05.06.2019 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    neues Verbot als Lösung

    Wie wärs mit der schweizer Art? Kinder im fahrenden Auto verbieten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • kurt am 12.06.2019 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Manche Probleme lösen sich von selbst

    Es mag zynisch klingen, aber wenn es zu einem Unfall kommt dann ist halt dann Ruhe. Manche lernen es halt nur noch auf die harte Tour. Und die Früchte der antiautoritären Erziehung sieht man ja nun allerorten.

  • M.F. am 12.06.2019 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Autorität ist das Zauberwort

    Klare Regeln für Verhalten im Auto von Beginn weg. Konsequent durchziehen. Im Auto gibt's keine Demokratie, der Fahrer ist Boss und Kapitän und hat die Macht. Und Ruhe ist. Funktioniert bei uns problemlos. Und bei all unseren Bekannten, die das auch machen, genauso.

  • CHer am 12.06.2019 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist damit?

    Ich sehe im Smartphone oder Handy ein viel grösseres Gefahrenpotential.

  • Single Ca Driver am 12.06.2019 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Unfallprävention

    Unfälle auf der Rückbank verursachen Probleme - Probleme auf der Rückbank verursachen Unfälle - Keine Rückbank - Keine Unfälle - Kauft Single Cabs!

  • chris am 11.06.2019 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schlafen im Auto

    Das kommt sicher auch auf die Erziehung drauf an... Meine Eltern hatten mit meinem Bruder und mir die tollsten Auto fahrten ohne stress und streit. Wir hatten eh viel geschlafen im Auto das war immer en schöner schlaf. Klar hatten wir auch mal reklamiert wenn wir nicht mehr ruhig sitzen konnten aber alles mit Respekt.