Ford EcoSport

23. Juni 2019 10:35; Akt: 23.06.2019 10:53 Print

470 Plastikflaschen für einen Bodenteppich

Ford tut was: Der Automobilhersteller verwendet im kleinen SUV EcoSport Teppiche aus recyceltem Kunststoff aus über einer Milliarde Plastikflaschen.

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Seit Ford das kompakte SUV EcoBoost im Jahre 2012 weltweit eingeführt hat, wurden mehr als 650 Millionen Halbliter-Plastikflaschen in dieser Modellreihe wiederverwertet. (Bild: Webstock)

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Ford hat durch die Nutzung von recyceltem Kunststoff eine clevere Möglichkeit gefunden, Millionen von Plastikflaschen in den Produktkreislauf zurückzuführen. So bestehen die Teppiche eines jeden Ford EcoSport aus insgesamt 470 Plastikflaschen. Seit Ford das kompakte SUV im 2012 eingeführt hat, wurden mehr als 650 Millionen Halbliter-Plastikflaschen mit einem geschätzten Gesamtgewicht von 8262 Tonnen in dieser Modellreihe wiederverwertet. Aneinander gereiht würden die seither verwendeten Flaschen mehr als zweimal um den Globus reichen.

Kein Zufall: Bereits vor mehr als 20 Jahren setzte der Automobilhersteller recycelten Kunststoff im Ford Mondeo ein. Heute nutzt er so weltweit jährlich rund 1,2 Milliarden Plastikflaschen für die Produktion von kunststoffbasierten Fahrzeugkomponenten.

Europaweit nur 30 Prozent des Plastikmülls recycelt

«Ford ist seit langem auf der Suche nach Möglichkeiten zur stetigen Erhöhung des Anteils recycelter und erneuerbarer Materialien, die mittlerweile in jedem neuen Fahrzeug, das wir herstellen, verwendet werden», betont Tony Weatherhead, Materials Engineer, Ford Motor Company.

Um Teppiche aus Plastik herzustellen, werden sowohl die Flaschen als auch deren Verschlüsse in winzige Flocken zerkleinert. Diese werden auf 260 Grad Celsius erhitzt und geschmolzen, bevor sie zu Fasern mit der Breite eines menschlichen Haares geformt werden. Die Fasern werden zu einem Garn versponnen, aus dem anschliessend die Teppiche gewebt werden.

Eine gute Idee, denn laut der neusten Zahlen der «European Commission plastic waste strategy» werden in ganz Europa aktuell nur 30 Prozent des Plastikmülls recycelt.

(lab/pd)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Toni am 23.06.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    super Lösung!

    Die Idee ist super. Bis dann einer merkt (was andere schon wissen), dass bei Teppichen (oder auch Strassenbelag aus Plastik) immer ein Abrieb entsteht und dieser dann als "Mikroplastik" wieder in der Natur landet. Aber wen interessiert das schon? Jubeln wir lieber mal eine kurzfristige "Lösung" hoch, wie das Medien und die, die nicht gerade weit denken können, immer tun. Und am Ende ist das Problem dann grösser als vorher.

  • Ingenieur am 23.06.2019 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was für ein schwachsinn

    Der Kunststoff von Plastikflaschen ist sortenrein und sollte genau wieder für die Flaschen verwendet werden. Nur so funktioniert der immer wiederkehrende Recyclingkreislauf. Oder wer bitte trennt dann das auto nach den verscheidenen Kunststoffarten auf und dann noch der teppich im seine einzelteile? Dieser Kunststoff ist für immer aus dem Kreislauf verloren und kann nur noch verbrannt werden. Besser wäre ein sich bilogisch zersetzender Teppich zu entwickeln, aber das geht ja von der Anwendung nicht.

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  • Mäsi motz am 23.06.2019 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Plastioten.

    Tönnt ja ach so toll, fact ist das wir ein riesiges Plastik Problem haben, und nimand nimmt es wahr. Kleider, Teppiche, Stoffe aus kunststoffen verlieren fasern in der Luft beim Waschen, im end effect landet alles übers wasser in unseren Mägen. Der Kunstsoff muss für einweg gerümpel und kleider verschwinden, wir brauchen es nicht es geht auch anders, nur die Industrie sieht es anders vor allem nur Profit. Sie sagen das Glas flaschen waschen umweltschädlicher sei als Pet Flaschen herzustellen, sie lügen.. wie sie es schon immer tun fr den Porsche in der eigenen Garage.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil Krill am 24.06.2019 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... noch dazu ...

    ... ein Bild des Ford Eco Sport hätte noch dazu gehört ...

  • Sven B am 24.06.2019 00:32 Report Diesen Beitrag melden

    Schön und gut....

    Ach, ist nur was was fürs Marketing. Die einzige Lösung diesem Plastik Wahn Einhaltung zu gebieten sind politisch Massnahmen, ansonsten wird sich nie wirklich was ändern, da Firmen immer zuerst auf das Geld und erst danach auf die Umwelt schauen.

  • Mäsi motz am 23.06.2019 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Plastioten.

    Tönnt ja ach so toll, fact ist das wir ein riesiges Plastik Problem haben, und nimand nimmt es wahr. Kleider, Teppiche, Stoffe aus kunststoffen verlieren fasern in der Luft beim Waschen, im end effect landet alles übers wasser in unseren Mägen. Der Kunstsoff muss für einweg gerümpel und kleider verschwinden, wir brauchen es nicht es geht auch anders, nur die Industrie sieht es anders vor allem nur Profit. Sie sagen das Glas flaschen waschen umweltschädlicher sei als Pet Flaschen herzustellen, sie lügen.. wie sie es schon immer tun fr den Porsche in der eigenen Garage.

    • kurt am 23.06.2019 23:12 Report Diesen Beitrag melden

      schon mal etwas weiter gedacht

      als nur bis zum ideologischen brett vorm kopf? glasflaschen verursachen durch ihr hunderfach höheres gewicht viel mehr abgase beim transport und sind zudem zerbrechlich. der wahre skandal ist das downcycling von sortenreinem PET kunstoff das so aus der wertstoffkette genommen wird.

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  • Ingenieur am 23.06.2019 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was für ein schwachsinn

    Der Kunststoff von Plastikflaschen ist sortenrein und sollte genau wieder für die Flaschen verwendet werden. Nur so funktioniert der immer wiederkehrende Recyclingkreislauf. Oder wer bitte trennt dann das auto nach den verscheidenen Kunststoffarten auf und dann noch der teppich im seine einzelteile? Dieser Kunststoff ist für immer aus dem Kreislauf verloren und kann nur noch verbrannt werden. Besser wäre ein sich bilogisch zersetzender Teppich zu entwickeln, aber das geht ja von der Anwendung nicht.

    • Dr. Gendra am 23.06.2019 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ingenieur

      PET ist kein Metall, welches beliebig oft wieder eingeschmolzen werden kann. Gerade Polyethylenterephthalat kann, derzeit zumindest, nicht ohne einen gewissen frischen Grundmaterialanteil rezykliert werden. PE und PP sind da schon dankbarer. Anmerkung am Rande; jährlich entstehen hunderte von Tonnen Reifenabrieb...... da sind die Teppichabriebe, welche größtenteils über die SB Staubsauger entsorgt werden vernachlässigbar!

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  • Toni am 23.06.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    super Lösung!

    Die Idee ist super. Bis dann einer merkt (was andere schon wissen), dass bei Teppichen (oder auch Strassenbelag aus Plastik) immer ein Abrieb entsteht und dieser dann als "Mikroplastik" wieder in der Natur landet. Aber wen interessiert das schon? Jubeln wir lieber mal eine kurzfristige "Lösung" hoch, wie das Medien und die, die nicht gerade weit denken können, immer tun. Und am Ende ist das Problem dann grösser als vorher.