09. August 2018 05:10; Akt: 08.08.2018 19:53 Print

69’000 Euro Gewinn pro Ferrari

Laut einer aktuellen Studie verdient die italienische Sportwagenschmiede pro Fahrzeug am meisten. Tesla und Bentley legen drauf.

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«Big cars, big profits» – so lautete vor 40 Jahren der Slogan der Autoindustrie. Denn grosse Autos versprachen auch immer grosse Profite. «Doch das gilt heute nicht mehr unbedingt», wie Wirtschaftsprofessor Ferdinand Dudenhöffer mit der neuen Studie des CAR Center Automotive Research an der Universität Duisburg bestätigt.

Auch dank des Sponsoring-Geschäfts rund um die Formel 1 nimmt Ferrari demzufolge mit jedem verkauften Fahrzeug 280’000 Euro ein und machte im ersten Halbjahr 2018 pro Fahrzeug 69’000 Euro Betriebsgewinn. Zum Vergleich: Jaguar Land Rover kommt dagegen laut der Studie nur auf 800 Euro. Die deutschen Premiummarken Mercedes-Benz, BMW und Audi liegen mit Durchschnittspreisen zwischen 33’000 und 38’000 Euro pro Auto und rund 3000 Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern gut im Rennen. Volvo landet etwas dahinter. Elektropionier Tesla hingegen erzielt mit jedem verkauften E-Auto 11’000 Euro Verlust.

«Porsche spielt in einer anderen Liga»

Sehr gut unterwegs ist auch der deutsche Sportwagenbauer Porsche: «Die Marke spielt in einer anderen Liga», wird die im Vergleich zu Audi, BMW und Mercedes fast doppelt so hohe Profitabilität gelobt. Pro Fahrzeug erwirtschafte der Zuffenhausener SUV- und Sportwagenbauer 91’000 Euro Umsatz und fast 17’000 Euro Gewinn. Der durchschnittliche Maserati ist etwas günstiger, bringt aber nicht einmal 5000 Euro Betriebsgewinn.

Tiefrote Zahlen erwirtschaftet Bentley mit seinen Luxusautos: 165’000 Euro Umsatz und 17’000 Euro Verlust je Fahrzeug errechnete das CAR. Ein Firmensprecher der VW-Tochter erklärte, Bentley «investiere kräftig in die Elektrifizierung». Rolls-Royce und Lamborghini legten keine Gewinnzahlen offen.

«Die Analyse der Geschäftsergebnisse der Premium- und Luxushersteller zeigt deutlich, dass auch hier das Geld nicht auf den Bäumen wächst», zieht Dudenhöffer sein Fazit. «Scales sind wichtig, wie etwa Porsche oder BMW zeigen. Scales sind aber auch nicht alles, wie Bentley zeigt. Die Kombination von Ferrari, Super-Premium mit Super-Show bei Formel 1, ist zum Erfolgsmodell im High-End-Bereich geworden.»

(lie)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ¨Francesco S. am 09.08.2018 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ob diese Rechnung wohl aufgeht?

    Also wenn ein Autohersteller bei jedem verkauften Fahrzeug noch drauflegen muss, dann macht er definitiv etwas falsch. Es sei denn, er besitzt noch andere Geschäftszweige oder ist an anderen Firmen beteiligt und kann die Verluste so quersubventionieren. Aber ob sich das auszahlt wird so wohl keiner verraten.

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  • Nobody am 09.08.2018 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dolce vita

    Ich liebe Ferrari.

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  • Kunde am 09.08.2018 23:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und diw Händler

    spannend wäre noch zu wissen was die Händler auch noch dabei verdienen oder die Vertriebe

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Paternoster Live us de Spelunke am 10.08.2018 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    ein Chrampfer wird sich so einen Karren nicht leisten wollen und können

    • Lebe Mann am 10.08.2018 17:59 Report Diesen Beitrag melden

      @ Herr Paternoster Live us de Spelunke

      Nein er versifft einen nicht unerheblichen Teil in der Spelunke. Jeder braucht's halt anders.

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  • Patschi21 am 10.08.2018 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Rechnerei

    Das sind nur errechnete werte. In Wahrheit machen die Hersteller genug Gewinn , sonst könnten die nicht lang überleben.

  • unglaublich am 10.08.2018 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    Bella FERRARI nur schon beim angucken bekomme ich harte Hosen:-)

    • Zara am 10.08.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      @unglaublich

      Ferraris werden aber vorzugsweise von jenen Herren gekauft, bei denen überhaupt nix mehr hart wird.

    • unglaublich am 10.08.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      aber wahr

      @Zara...von wo wissen Sie denn das ? Irgend eine neue Studie herausgekommen ? Unterschätzen Sie diese Herren nicht :-)

    • kurt am 10.08.2018 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zara

      so ein Quatsch. in unserem Sportwagen Club sind die meisten unter 45.

    • Medizin Mann am 10.08.2018 18:02 Report Diesen Beitrag melden

      @ Zara Blaue Pillen halt...

      Die blauen Pillen können die sich zum Ferrari auch noch leisten - darum: unterschätzen sie die Graumelierten nicht ;-))

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  • unglaublich am 10.08.2018 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    Könnte ich wählen, dann nur einen FERRARI in rot. Spektakulär reizend einmalig exklusiv traumhaft schön. Viva Italia.

    • Donald Trump am 10.08.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

      Oh mein Gott

      ein ROTER Ferrari, ist als ob man einen Golf fährt. Gehts farblich noch langweiliger?

    • unglaublich am 10.08.2018 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      aber wahr

      @Donald Trump...ich will ihnen nicht näher treten. Ein FERRARI in rot(spezielles rot) rosso vallelunga heisst sie hat mehr Wert und zudem ist sie die Farbe der Liebe. Ich vermute Sie können mit dem nichts anfangen.

    • Autosammler am 10.08.2018 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @unglaublich

      der erste ist meistens ein roter. immer wieder lustig. tipp. wertvolle werden andere Farben schneller

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  • funny asshole am 10.08.2018 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Quatsch

    So eine Berechnung ist Käse hoch 10. Da wurde offensichtlich einfach das Betriebsergebnis durch die Anzahl verkaufter Fahrzeuge geteilt. Und das soll dann der Gewinn / Verlust pro Fahrzeug sein?!? Teslas macht mit jedem Modell ca. 20% Gewinn, was im Branchenvergleich sehr viel ist. Gleichzeitig investieren sie extrem viel in neue Modelle, Technologien, Fertigungskapazitäten etc. Diese Investitionen sorgen für den aktuell hohen Verlust, bei Tesla hofft man aber, das sich das in einigen Jahren auszahlt. Von einem Wirtschaftsprofessor hätte ich eine etwas fundiertere Analyse erwartet.

    • Point Man am 10.08.2018 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @funny asshole

      Es geht hier nicht um Tesla. Bei Ferrari ist immer noch viel Handarbeit drin und zum Schluss gibts noch einen Feinschliff. Ein Ferrari wird mit Herz gebaut und weckt Emotionen.

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