Nissan Juke gefahren

12. Oktober 2019 12:00; Akt: 12.10.2019 12:01 Print

Aus dem Punker wird ein Praktiker – ohne Allrad

Vor zehn Jahren schockte Nissan mit dem schrägen Juke die Konkurrenz. Nun rollt die geglättete und zivilisierte zweite Generation an den Start.

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Provozierend und polarisierend ist er noch immer der neue Juke, hat wie bisher kugelrunde Glubschaugen, weit ausgestellte Kotflügel wie ein Sportwagen und ein Schrägheck wie ein Coupé. Doch um im Wettbewerb gegen Autos wie den Toyota C-HR, den Hyundai Kona oder den Kia Stonic zu bestehen, ist er auch ein bisschen praktischer, also grösser geworden. Und besser ausgestattet ist er natürlich auch. Damit sich der Avantgardist ein wenig besser im Alltag bewährt, streckt sich der Juke nun in der Länge um 7,5 Zentimeter auf 4,21 Meter in der Länge, geht auf 1,80 Meter in die Breite und das Dach hat seinen höchsten Punkt nun bei 1,60 Metern. Nicht nur die Front ist jetzt endlich eleganter, auch das Heck hat dazu gewonnen, und wirkt jetzt deutlich harmonischer. Passend zur optischen Beruhigung darf man auch unter der Haube nicht zu viel Dynamik erwarten. Denn dort regiert die Vernunft und die gebietet als einzigen Motor einen 1,0 Liter grossen Dreizylinder, der auf 117 PS kommt. Während Nissan beim Antrieb auf Sparkurs ist, haben die Japaner bei Ambiente und Ausstattung nachgelegt: Die Materialauswahl ist deutlich liebevoller und die Liste der verfügbaren Extras länger denen je: So gibt es nun LED-Scheinwerfer serienmässig, das Infotainment geht online und integriert alle gängigen Smartphones und erstmals ist der Propilot für den Juke erhältlich. Auf Wunsch gibts auch ein spezielles Soundsystem, das direkt in den Kopfstützen der Sitze montiert ist. Auch die Hinterbänkler geniessen im neuen Juke etwas mehr Platz. Im Fond gibts gute fünf Zentimeter mehr Knie- und immerhin einen Zentimeter mehr Kopffreiheit und... ... der Kofferraum wächst auf familientaugliche 422 Liter – 20 Prozent mehr als früher.

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Er war der erste seiner Art und er hat es wilder getrieben als die vielen Konkurrenten, die ihm nachgeeifert haben. Denn kein anderer kleiner Geländewagen war so schräg und provozierend gezeichnet wie der Nissan Juke. Doch das ist jetzt bald zehn Jahre her und die Welt hat sich weiter gedreht. Weil mittlerweile alle Welt nach diesen «Stadtgeländewagen» – ein Widerspruch in sich – schreit und bald jeder Hersteller einen Kleinwagen auf Stelzen verkauft, haben die Japaner ihren Bestseller neu positioniert.

Provozierend und polarisierend ist er noch immer, hat wie bisher kugelrunde Glubschaugen, weit ausgestellte Kotflügel wie ein Sportwagen und ein Schrägheck wie ein Coupé. Doch um im Wettbewerb gegen Autos wie den Toyota C-HR, den Hyundai Kona oder den Kia Stonic zu bestehen, ist er auch ein bisschen praktischer, also grösser geworden. Und besser ausgestattet ist er natürlich auch.

Länger, breiter, höher - aber leichter

Damit sich der Avantgardist ein wenig besser im Alltag bewährt, streckt sich der Juke nun in der Länge um 7,5 Zentimeter auf 4,21 Meter in der Länge, geht auf 1,80 Meter in die Breite und das Dach hat seinen höchsten Punkt nun bei 1,60 Metern. Vor allem aber weil der Radstand um knapp elf Zentimeter wächst, profitieren Hinterbänkler und Lademeister: Im Fond gibt’s gute fünf Zentimeter mehr Knie- und immerhin einen Zentimeter mehr Kopffreiheit und der Kofferraum wächst auf familientaugliche 422 Liter – 20 Prozent mehr als früher.

Trotz des neuen Formats hat der Juke – einer neuen Konzernplattform sei dank – sogar ein bisschen abgespeckt und bringt nun 23 Kilo weniger auf die Waage. Weil der Fahrer in den serienmässigen Integralsitzen zudem etwas näher am Asphalt kauert, das Lenkrad besser einstellen kann und der Schaltknauf griffgünstig nach oben gerückt ist, fühlt sich der Juke 2.0 agiler und sportlicher an.

Wenig Power und kein Allrad

Allerdings darf man nicht zu viel Dynamik erwarten. Denn unter der Haube regiert die Vernunft und die gebietet als einzigen Motor einen 1,0 Liter grossen Dreizylinder, der auf 117 PS kommt. Damit liegt der Juke zwar in der goldenen Mitte des Marktes, kann aber die vom sportlichen Design geweckten Erwartungen nur bedingt erfüllen. Denn selbst wenn beim Kickdown das maximale Drehmoment für 25 Sekunden von 180 auf 200 Nm steigt, gönnt sich der Kleinwagen im besten Fall 10,4 Sekunden für den Spurt auf 100. Vom üblichen Pöttern des Dreizylinders ganz zu schweigen. Immerhin vermisst so keiner den Diesel, den die Japaner aus dem Programm genommen haben. Weil der 1,0-Liter mit seinen 4,9 Litern rund 30 Prozent sparsamer ist als der vergleichbare 1,6-Liter des Vorgängers, ist das allerdings auch eine nachvollziehbare Entscheidung.

Ambiente und Ausstattung im Fokus

Während Nissan beim Antrieb auf Sparkurs ist, haben die Japaner bei Ambiente und Ausstattung nachgelegt: Die Materialauswahl ist deutlich liebevoller und die Liste der verfügbaren Extras länger denen je: So gibt es nun LED-Scheinwerfer serienmässig, das Infotainment geht online und integriert alle gängigen Smartphones und erstmals ist der Propilot für den Juke erhältlich. Als Kombination aus Abstandstempomat und Spurführungshilfe will er auf der Autobahn zur Entspannung beitragen und dem Fahrer die meiste Arbeit abnehmen. Dazu gibt’s eine 360 Grad-Kamera und auf Wunsch auch ein spezielles Soundsystem, das direkt in den Kopfstützen der Sitze montiert ist. Was es dagegen nicht mehr gibt, das ist ein Allradantrieb.

(lab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DAS Original am 12.10.2019 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Geht doch...

    Die habens gecheckt: Das Fahrzeug wird LEICHTER!!!

  • Jukebox am 12.10.2019 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    wenigstens weniger Gewicht

    Nicht besonders schön. Aber immer noch besser als ein VW.

  • Sunpower am 13.10.2019 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Den würde ich kaufen

    weil es wenigstens kein E-Schrott ist mit den vielen giftigen Batterien!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sunpower am 13.10.2019 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Den würde ich kaufen

    weil es wenigstens kein E-Schrott ist mit den vielen giftigen Batterien!

    • Sunpower Korrektur am 13.10.2019 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sunpower

      Sorry, habe mich verschrieben. Den würde ich eben NICHT kaufen, wegen dem Öl-Fracking.

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  • Autofahrer am 12.10.2019 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Naja, ist eben Geschmackssache

    aber wenigstens ist es kein umweltschädlicher elektromist.

  • sc am 12.10.2019 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drei Zylinder ist einer zu wenig

    Sollten noch den 1.3 von anbieten, dann hat man wenigstens eine dynamischere Auswahl.

  • Peugeotfahrer am 12.10.2019 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ah, der heisst Juke

    ... ich sage diesen was auch immer sie darstellen sollen nur Junk. Passt irgendwie besser viel besser.

  • DC am 12.10.2019 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibts ja nicht

    Noch hässlicher als der Vorgänger, die habens tatsächlich geschafft....