Schöne Studie

03. März 2020 13:44; Akt: 03.03.2020 12:53 Print

Damit will BMW Tesla angreifen

von Dave Schneider - Bislang hatten die Bayern den Produkten von Elon Musk nichts entgegen zu setzen. Das ändert sich mit dem i4, der für 2021 erwartet wird.

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Formvollendet: BMW-Concept i4. (Bild: BMW)

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Er wäre ein Highlight des Genfer Autosalons gewesen – der BMW Concept i4. Die Studie gibt einen Ausblick auf den rein elektrisch angetriebenen i4, dessen Produktion nächstes Jahr startet. «Mit dem Concept i4 ist die Elektrifizierung im Kern der Marke BMW angekommen», sagt Adrian van Hooydonk, Design-Chef der BMW Group. Wird auch langsam Zeit, denn schliesslich war BMW mit dem i3 einst ganz vorne aufgestellt bei der Elektromobilität – inzwischen wurden die Münchener von der Konkurrenz überholt. Audi und Mercedes-Benz haben bereits elektrische SUV lanciert, Volvo und Lexus haben nachgezogen, und Tesla zieht seit Jahren alleine an der Spitze davon. Es ist höchste Eisenbahn für BMW, endlich aus den Pötten zu kommen.

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Der Plan dazu steht: Mit dem iX3 werden die Münchener noch in diesem Jahr eine Elektroversion des SUV X3 lancieren, der grosse iNext und der i4 werden nachziehen. Das viertürige Coupé dürfte locker mit den Modellen von Tesla mithalten können, zumindest versprechen das die technischen Daten: Eine 80-kWh-Batterie im Fahrzeugboden soll für eine Reichweite von 600 Kilometer nach WLTP sorgen, der Elektromotor schickt 390 kW auf die Hinterräder – das sind 530 PS in alter Währung und somit im Bereich eines V8-Benziners von Performance-Tochter M. Das sind auch die Fahrleistungen: Man munkelt von vier Sekunden im Paradesprint auf Tempo 100 und einem Topspeed von 200 km/h. Für die Serienversion können ähnliche Fahrleistungen erwartet werden.

Geschlossene Niere

Auch gestalterisch sei der Concept i4 schon sehr nahe am Serienmodell, lässt BMW verlauten. Auf den ersten Blick fällt die riesige Doppelniere in der Front auf – sie ist geschlossen, weil Elektroautos keinen grossen Kühlergrill brauchen und wäre somit hinfällig. Doch einerseits ist diese Doppelniere ein unverzichtbares Gestaltungselement für BMW, und andererseits kann die Fläche für diverse Sensoren genutzt werden. Auch die Scheinwerfer verbinden Tradition und Moderne: Das typische Vieraugengesicht von BMW wird im Concept i4 mit zwei frei filigranen LED-Leuchtelementen pro Seite reduziert interpretiert.
Der gestreckte Radstand, kurze Überhänge und eine fliessend geschwungene Dachlinie verleihen dem Viertürer eine elegante Dynamik. Am Heck schliesslich ersetzen Diffusorelemente optisch die Abgasanlage – gleichzeitig verbessern sie Aerodynamikwerte.

«Das Design ist dynamisch, klar und elegant: passend zu einem emotionalen Elektrofahrzeug», fasst van Hooydonk zusammen.
Klar und elegant ist auch der Innenraum der Studie. Der Concept i4 hat ein digitales Cockpit mit einem riesigen, gewölbten Bildschirm, der sich über ein Armaturenbrett ohne Knöpfe oder Tasten spannt – dieser Screen wird unverändert im iNext und im i4 zum Einsatz kommen. Auf dem Mitteltunnel gibt’s den gewohnten Dreh-Drückregler aus Kristallglas und einen kleinen Schieber für die Fahrstufen – that’s it. Nahezu alle Systeme werden über den grossen Touch-Display bedient, sogar die Klimaanlage.

Die Serienproduktion des BMW i4 startet 2021 im Stammwerk in München, wann er bei den Händlern steht ist noch nicht bekannt. Für die Integration des neuen Modells in das bestehende Produktionssystem wurden 200 Millionen Euro investiert – etwa in eine separate Anlage für den Einbau des Hochvoltspeichers.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eloon Musk am 03.03.2020 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Titelverteidiger

    Aber klar doch. Eine Konzeptstudie ist gleich eine Bedrohung für Tesla. Das alle Deutschen Autobauer weder Batterien bauen können, noch irgendwelche Infrastrukturen dafür aufbauen oder ernsthaft über das umsteigen auf Elektroautos nachdenken ist eine echte Gefahr. Derweil beginnt bald der bau der 3. Gigafactory.

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  • 2020 am 03.03.2020 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Unterschied

    "Damit will BMW Tesla angreifen"... Wollen schon, aber nicht können!

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  • sa am 03.03.2020 15:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alltagstauglich muss es sein

    Ich bin kein Tesla Gläuber oder Fan. Elon Musk hat jedoch ganz klar eine Vision in Tatsachen verwandelt. Immerhin ist das Design wirklich Alltagstauglich und mit 3 Modellen auch für verschiedenes Zielpublikum perfekt. BMW bringt eine Studie, die nicht wirklich Alltagstauglich für eine Familie ist. Macht mehr Massentaugliche Fahrzeuge mit Strom, statt überteuerte Studien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Info am 05.03.2020 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Portal

    *+*+*+* +++ "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit"  Auf dem E-Auto Portal ECOMENTO findet man im Internet immer die neusten Informationen zu Elektroautos und zur E-Mobilität. (((()))

  • Rakete am 05.03.2020 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    Alles richtig gemacht

    BMW macht alles richtig. Zuerst Hybrid, dann noch Elektro. Die ganze Palette um jedes Bedürfnis abzudecken.

    • Andy Ruch am 05.03.2020 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rakete

      Sie wollten sagen, um abzulenken.

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  • London am 04.03.2020 00:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    London

    Immer mehr Länder weltweit bekennen sich dazu in Zukunft Autos mit Verbrennungsmotoren zu verbieten. Dänemark zog im Oktober 2018 nach und will ab 2030 den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren verbieten. Somit geht man Hand in Hand mit London und den Niederlande. In Schottland soll das Verbrenner-Verbot ab 2032 greifen. Später wird es in Island, dort rechnet man ab 2040 mit einem solchen Verbot, gleiches gilt für Grossbritannien, wo das Verbot dann auch ausserhalb der Hauptstadt zum Tragen kommen soll. Japan beschliesst ab 2050 das Aus für den Verbrennungsmotor! ===============

  • Was ist los mit Euch? am 03.03.2020 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    Think Positive!

    +++An alle Benzin- und Diesel- Jünger: Wieso diese Panik? Im Vergleich zum Benzin und Diesel wird bei Elektro ein viel höherer Grad der Wertschöpfung in der Schweiz erzielt! In der CH wird der Strom zu ca. 70% durch umweltfreundliche Erzeugung (Wasserkraft, Photovoltaik, Wind...) gewonnen! Erfreulicher Nebeneffekt: Die Luft bleibt sauber, was auch der Gesundheit aller Lebewesen zugute kommt. Die Krankheitskosten sinken! Alles sehr positiv!+++

    • Nationless am 04.03.2020 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Was ist los mit Euch?

      Gell Hauptsache wir haben es schön clean und können noch mehr Wertschöpfung erzielen, gell? Benziner und Diesler sollen in südliche, östliche oder asiatische Ländern weiter rumgurken. Luftverschmutzung in der Schweiz? Hallo? Die Schweiz ist bezüglich nur schon der Poebene oder Rom ein Luftkurort. In der Schweiz stirbt man durch Alterung, Krankheit durch Stress, Überarbeitung, Einsamkeit, Depressionen, Rauchen, schlechte Ernährung, Suchtkrankheiten und Suizide, dann Freizeit/Verkehrsunfälle und kriminelle Übergriffe.

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  • John.Willie am 03.03.2020 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Elektro-Autos belasten die Umwelt zu sehr

    Tesla: der Preis eines Luxus-Auto die Qualität eines billiges Auto, das Interieur eines Mazda 323 aus den 80er. Zudem ist die Umweltbelastung höher als herkömmliche Diesel. TCS und andere Pseudo-Spezialisten sollten noch Nachhikfekurse in Sachen Umweltbilanz besuchen.

    • Richtigsteller am 03.03.2020 23:02 Report Diesen Beitrag melden

      Und bei einem Diesler?

      Forscher des Paul Scherrer Instituts in Villigen AG (Schweiz) wollten es genau wissen. Sie haben in einem Life-Cycle-Assessment untersucht, wie sich die Produktion von Strom UND BATTERIE auf die Umweltbelastung auswirken. In der Schweiz hat ein Mittelklasse-Elektrofahrzeug nach rund 50'000 gefahrenen Kilometern die Emissionen durch die Herstellung der Batterie kompensiert. Bei einem E-Kompaktwagen mit kleinerer Batterie sieht es sogar noch deutlich besser aus! :-)

    • Exakt am 04.03.2020 00:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John.Willie

      In nur einer Stunde liefert die Sonne genug Energie, um die gesamte Weltbevölkerung für ein Jahr mit Strom versorgen zu können. Dieses Potenzial müssen wir nutzen. Elektro­mobilität und Solar­technologie ebnen den Weg in eine klima­freundliche Mobilität.

    • skogar am 04.03.2020 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      @John.Willie

      du bist noch nie in einem tesla gesessen geschweige ihn auch gefahren. die Qualität stimmt in allen belangen. das Interieur ist aber natürlich etwas gewöhnungsbedürftig. aber eben daran gewöhnt man sich sehr schnell und ich möchte es nicht mehr missen. der Mazda 323 war mein erstes auto. 200'000 km gefahren kein einziges Problem, 1x batteriewechsel. war halt nicht mit edlen Materialien ausgestattet, aber wer sagt, dass edleres material länger lebt, der lügt sich selbst was vor...es kostet einfach mehr. ich gehe auch jede wette ein, dass der neue BMW keinen rappen günstiger als ein tesla s wird

    • DanGio am 04.03.2020 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richtigsteller

      Nach 50000 km die Emission kompensiert? Welche Emisssion? Die welche die Böden in vergiftet und eine Wüste zurücklässt? Hast Du noch andere Märchen auf Lager?

    • Richtigsteller am 04.03.2020 20:32 Report Diesen Beitrag melden

      @DanGio

      Die Emissionen durch die Herstellung der Batterie! Kannst Du nicht lesen?

    • DanGio am 05.03.2020 05:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richtigsteller

      Ich kann lesen aber Du offenbar nicht ... Ich schrieb was von der Verseuchung der Böden durch die Gifte welche verwendet werden um die Rohstoffe zur Akkuherstellung zu gewinnen meine Frage war ob und wie DIESE Emissionen konkret berücksichtigt wurden... Wer hat den überhaupt KONKRET die Arbeit geschrieben - ein Doktorant ? Wie neutral wurde die Arbeit verfasst? Ist der Verfasser zB Greenpeace oder WWF Mitglied? Wer hat die Arbeit in Auftrag gegeben? Also Du Held dann stell nun richtig und gib KONKRET Details dieser Studie an inkl wie die zb Bodenverseuchungen genau berücksichtigt wurden...

    • DanGio am 05.03.2020 06:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Richtigsteller

      Da Du nicht lesen und voe allem begreifen kannst helfe ich Dir - NEIN die Vergiftung der Böden wurde NICHT berücksichtigt! Es geht EINZIG um die CO2 Bilanz! Also ich finde für Jahrhunderte verseuchte viel schlimmer wie CO2....

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